Zielsparfonds: Alternativ Lebensversicherung?
Fondssparen verspricht eine gute Rendite, hat aber auch Risiken. Wer in den vergangenen 20 Jahren Monat für Monat in einen europäischen Aktienfonds einzahlte, erreichte im Schnitt einen jährlichen Wertzuwachs von knapp 7%. Wer nur in den vergangenen zehn Jahren gespart hat, bekam die Spuren der Aktienbaisse zu spüren und erreichte nur eine Rendite von mageren 3%. Kein Wunder also, wenn Anleger andere Sparformen wählen, die ihnen sicherer erscheinen. Für die Altersvorsorge bevorzugen sie die Lebensversicherung und für kurzfristigere Sparziele Bundesschatzbriefe oder das Sparbuch. Wenn das Geld zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt benötigt wird, erscheint Fondssparen vielen als zu unflexibel.
Das wollen die Fondsgesellschaften ändern. Spezielle Produkte sollen mehr Sicherheit geben, ohne etwa an die Unflexibilität einer Lebensversicherung gebunden zu sein. Zudem sehen die Fondsgesellschaften seit dem Wegfall des Steuerprivilegs für Lebensversicherungen zunehmend die Möglichkeit, im Wettbewerb um die Altersvorsorge Boden gutzumachen. Seit einigen Monaten kursiert daher ein Zauberwort in der Fondsbranche: Zielsparfonds, auch Target Funds oder Lebenszyklusfonds genannt.
Das Risiko passt sich dem Alter an
Bisher mussten Sparer ihre Anlage selbst managen, also mit Näherrücken an den Ruhestand zunehmend Aktienfonds verkaufen und dafür Rentenfonds erwerben. Das Problem dabei ist nur: Wann fängt man am besten damit an? Verkauft man die Aktienfonds zu früh, vergibt man Renditechancen am Aktienmarkt.
Mit solchen Fragen müssen sich die Anleger bei Zielsparfonds nicht mehr befassen. Der Fondsmanager sorgt während der Laufzeit für eine optimale Depotstruktur zwischen ertragsorientierten und sicheren Wertpapieren. Erst ist es ein reiner Aktienfonds, der später durch Umschichtungen zu einem Mischfonds wird und am Ende ein reiner Renten- oder Geldmarktfonds wird. Je näher der Sparer seinem Ziel kommt, umso unabhängiger soll seine Anlage von den Schwankungen an der Börse werden. So wird das Verlustrisiko zum Ende hin begrenzt. Das unterscheidet einen solchen Fonds von einem normalen Aktienfonds, der unabhängig von den Zielen der Anleger gemanagt wird. Die Suche nach dem passenden Fonds ist für Anleger nicht schwer: Das Zieljahr ist Bestandteil des Fondsnamens. Der Anleger muss sich nur überlegen, wann er sein Kapital benötigt und wählt dann den passenden Fonds.
Mit solchen Fragen müssen sich die Anleger bei Zielsparfonds nicht mehr befassen. Der Fondsmanager sorgt während der Laufzeit für eine optimale Depotstruktur zwischen ertragsorientierten und sicheren Wertpapieren. Erst ist es ein reiner Aktienfonds, der später durch Umschichtungen zu einem Mischfonds wird und am Ende ein reiner Renten- oder Geldmarktfonds wird. Je näher der Sparer seinem Ziel kommt, umso unabhängiger soll seine Anlage von den Schwankungen an der Börse werden. So wird das Verlustrisiko zum Ende hin begrenzt. Das unterscheidet einen solchen Fonds von einem normalen Aktienfonds, der unabhängig von den Zielen der Anleger gemanagt wird. Die Suche nach dem passenden Fonds ist für Anleger nicht schwer: Das Zieljahr ist Bestandteil des Fondsnamens. Der Anleger muss sich nur überlegen, wann er sein Kapital benötigt und wählt dann den passenden Fonds.
Bessere Ertragschancen und größere Flexibilität
Zielsparfonds ähneln mit ihrer festen Laufzeit und der monatlichen Sparrate einer klassischen fondsgebundenen Rentenversicherung. Dafür ist die Kostenstruktur transparenter als bei Versicherungen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Zielsparfonds im Gegensatz zur Riester-Rente nicht zwangsläufig zur Altersvorsorge eingesetzt werden müssen. Mit dem Geld kann man sich auch ein Auto, eine Weltreise oder ein Haus kaufen. Sie eignen sich also für ein festes Sparziel. Zudem sind die Ertragschancen wesentlich größer als bei Lebensversicherungen. Ein weiterer Vorteil gegenüber Lebensversicherungen ist, dass man die Einzahlungen auf den Sparplan aufstocken oder bei Geldmangel unterbrechen kann. Es ist sogar möglich, die Einzahlungen ganz zu stoppen und sich den Betrag ohne Nachteile auszahlen zu lassen. Niemand ist verpflichtet, bis zum Ende der einmal gewählten Laufzeit zu sparen.
Die eingebaute Vermögenssteuerung lassen sich die Fondsgesellschaften natürlich honorieren. Allerdings scheint die Branche aus der Kritik an Gebührenerhöhungen gelernt zu haben. Die Management-Gebühren bewegen sich mit 1 bis 1,5% p.a. im Rahmen. Und auch die Ausgabeaufschläge liegen mit 3,5 bis 5% auf einem Niveau vergleichbarer Aktienfonds.
Die eingebaute Vermögenssteuerung lassen sich die Fondsgesellschaften natürlich honorieren. Allerdings scheint die Branche aus der Kritik an Gebührenerhöhungen gelernt zu haben. Die Management-Gebühren bewegen sich mit 1 bis 1,5% p.a. im Rahmen. Und auch die Ausgabeaufschläge liegen mit 3,5 bis 5% auf einem Niveau vergleichbarer Aktienfonds.
Grosse Auswahl
Die Auswahl an Zielsparfonds ist mittlerweile groß: Inzwischen haben fast alle namhaften Fondsgesellschaften Produkte im Angebot. Die Fondsgesellschaften richten sie allerdings teilweise unterschiedlich aus.
Fidelity, Pionier auf diesem Gebiet, bietet seine 'Target-Fonds' mit Laufzeiten 2010,2015, 2020 und 2030 an. Die defensivste Variante ist der Target 2010. (ISIN LU0172515974) Sein Schwerpunkt liegt mit einer derzeitigen Gewichtung von 53% auf risikoärmeren Anleihen und Geldmarktpapieren, deren Anteil nach und nach erhöht wird, je näher das Fälligkeitsdatum rückt. Der Rest verteilt sich primär auf europäische Aktien, die Chancen auf Kurssteigerungen an den internationalen Aktienmärkten ermöglichen. Spekulativer ist die 2015-er Variante (ISIN LU0172516436), die derzeit nur zu 25% in öffentlichen Anleihen investiert ist. Zu europäischen Aktien (56%) kommen auch verstärkt amerikanische (9,6%) und japanische Aktien (6,5%) zum Einsatz. Die längerlaufenden Varianten (2020 und 2030) sind derzeit fast ausschließlich in renditestarken und risikoreichen Aktien investiert, die bei Näherrücken der Fälligkeit in risikoärmere Wertpapiere umgeschichtet werden. Der Ausgabeaufschlag beträgt bei allen 3,5%, die Managementgebühr bewegt sich zwischen 1,1 und 1,5%.
Marktführer DWS nennt seine Zielsparfonds 'ZukunftsFonds' und bietet Laufzeiten bis 2025 (ISIN LU0230335779), 2030 (LU0230335423) und 2035 (LU0230335183) an. Zudem kann der Fonds in Immobilien investieren.
Fidelity, Pionier auf diesem Gebiet, bietet seine 'Target-Fonds' mit Laufzeiten 2010,2015, 2020 und 2030 an. Die defensivste Variante ist der Target 2010. (ISIN LU0172515974) Sein Schwerpunkt liegt mit einer derzeitigen Gewichtung von 53% auf risikoärmeren Anleihen und Geldmarktpapieren, deren Anteil nach und nach erhöht wird, je näher das Fälligkeitsdatum rückt. Der Rest verteilt sich primär auf europäische Aktien, die Chancen auf Kurssteigerungen an den internationalen Aktienmärkten ermöglichen. Spekulativer ist die 2015-er Variante (ISIN LU0172516436), die derzeit nur zu 25% in öffentlichen Anleihen investiert ist. Zu europäischen Aktien (56%) kommen auch verstärkt amerikanische (9,6%) und japanische Aktien (6,5%) zum Einsatz. Die längerlaufenden Varianten (2020 und 2030) sind derzeit fast ausschließlich in renditestarken und risikoreichen Aktien investiert, die bei Näherrücken der Fälligkeit in risikoärmere Wertpapiere umgeschichtet werden. Der Ausgabeaufschlag beträgt bei allen 3,5%, die Managementgebühr bewegt sich zwischen 1,1 und 1,5%.
Marktführer DWS nennt seine Zielsparfonds 'ZukunftsFonds' und bietet Laufzeiten bis 2025 (ISIN LU0230335779), 2030 (LU0230335423) und 2035 (LU0230335183) an. Zudem kann der Fonds in Immobilien investieren.
Fazit:
Mit Zielsparfonds können Sparer die Chancen am Aktienmarkt nutzen und müssen im Alter dennoch nicht um ihr Geld bangen. Im Vergleich zu Aktienfonds gelten Zielsparfonds daher als eher sicher, da sie das Risiko dem jeweiligen Lebensabschnitt des Anlegers anpassen. Sie sind daher auch für vorsichtige Anleger geeignet. Zudem lässt sich mit ihnen auch ein regelmäßiger Vermögensaufbau betreiben, ohne dass man sich ständig damit befassen muss.
05.06.06


