Anz.

Höhere Sparquote


Berlin, 20.10.2006 : Die Sparquote erhöhte sich leicht von 10,5 auf 10,7 Prozent. Dies ergibt eine Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) anlässlich des Weltspartages am 30.Oktober 2006. Insgesamt verfügten die privaten Haushalte im vergangenen Jahr über eigene Anlagemittel in Höhe von 174 Milliarden Euro. Hierzu zählen neben dem Ersparten die vom Staat empfangenen Vermögensübertragungen, wie beispielsweise im Rahmen der Eigenheimzulage, die im vergangenen Jahr ein Volumen von 15 Milliarden Euro umfassten.

Erstmals seit der Wiedervereinigung verzichteten die privaten Haushalte darauf, fremde Mittel aufzunehmen und nutzten ihre Rücklagen sogar im Volumen von 2 Milliarden Euro zur Tilgung von Krediten. Die übrigen Mittel flossen zu 37 Milliarden Euro in den Bau von Wohnimmobilien und andere Sachinvestitionen und zu 135 Milliarden Euro in die Geldvermögensbildung.

Versicherungen nach wie vor im Trend


Die Anlagen der Bundesbürger bei Versicherungen fielen im Jahr 2005 mit 52 Milliarden Euro noch etwas höher aus als im guten Versicherungsjahr 2004.
Von jedem angelegten Euro flossen 38 Cent in Versicherungsanlagen. Damit nahmen die Versicherungen wie bereits 2004 den ersten Platz unter den Anlagekategorien ein. Das dynamische Geschäft bei den Versicherungen erklärt sich zum einen aus dem kräftig steigenden Interesse der Bundesbürger an Riesterprodukten, die schwerpunktmäßig in Form von Versicherungsverträgen abgeschlossen werden, zum anderen kommt der ausgesprochen hohe Absatz von Lebensversicherungen aus dem Jahr 2004 zum Tragen, die sich in der Geldvermögensbildung größtenteils erst im Jahr 2005 ausgewirkt haben.

Die Anlagen der Bundesbürger in Wertpapieren wurden im Jahr 2005 um 30 Milliarden Euro erhöht. Von jedem gesparten Euro wanderte damit mehr als ein Fünftel (22 Prozent) in Wertpapieranlagen. Größter Gewinner waren die Investmentfonds. Nachdem im Jahr 2004 erstmals seit der Wiedervereinigung per Saldo Fondsanteile verkauft worden waren, wurden im vergangenen Jahr mit 19 Milliarden Euro wieder in größerem Umfang Mittel bei Kapitalanlagegesellschaften neu angelegt. Vor allem die kräftig steigenden Aktienkurse und die Aufhellung der Konjunkturperspektiven haben zum neu gefassten Vertrauen in Investmentfonds beigetragen.


Die Nachfrage nach Bankprodukten verlief im Jahr 2005 lebhaft. Von jedem neu angelegten Euro floss etwa ein Drittel (33 Prozent) auf Bankguthaben, insgesamt wurden 44 Milliarden Euro bei Kreditinstituten angelegt.
Angesichts der immer noch niedrigen Kapitalmarktzinsen waren insbesondere Sichtguthaben für die privaten Haushalte besonders attraktiv. Der Bestand an täglich fälligen Einlagen stieg um 50 Milliarden Euro, Termingelder, Spareinlagen und Sparbriefe wurden dem gegenüber per Saldo zurückgeführt.


Belgien mit höchstem Nettogeldvermögen


Beim Sparen liegen die Deutschen europaweit nur im Mittelfeld.  Im Durchschnitt verfügte jeder Bundesbürger nach den jüngsten verfügbaren Daten für das Währungsgebiet aus dem Jahr 2004 über ein Nettogeldvermögen von 30.400 Euro. Als Nettogeldvermögen wird der Wert der Finanzanlagen abzüglich der Verbindlichkeiten bezeichnet. Forderungen in Höhe von 49.400 Euro standen Verbindlichkeiten in Höhe von 19.000 Euro gegenüber. Mit 57.000 Euro pro Kopf haben die Belgier das höchste Nettogeldvermögen in Europa, gefolgt von den Niederländern, Briten und Italienern. Nach den Griechen und Portugiesen sind die Finnen mit einem Nettogeldvermögen von 14.200 Euro pro Kopf Schlusslicht im Währungsraum.


Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken - BVR



Weitere Artikel in diesem Bereich

31.10.2007 Postbank: Bis zu 4,75 Prozent Zinsen für neues Spargeld
13.08.2007 Bausparen: Schlüssel zu Wohneigentum und Alterssicherung
31.07.2007 Altersvorsorge: "Osteuropa ist vielen westeuropäischen Ländern voraus"
15.07.2007 Deutsche bemühen sich stärker um Zukunftsvorsorge als europäische Nachbarn
05.07.2007 BHW Bausparkasse bietet guenstige Zinsen für Energiesparer
02.07.2007 Neue Riester-Rente mit Garantie plus Renditeturbo
24.06.2007 Sinkender Lebensstandard ist die größte Sorge im Alter
20.06.2007 Wohnen im Alter - möglichst lange in den eigenen vier Wänden
20.06.2007 Bundesschatzbriefe tauschen kann sich lohnen
16.06.2007 Selbständige und Freiberufler sparen Steuern mit Rürup
16.06.2007 Finanzierung im 'Maßanzug'
02.06.2007 Auch im besten Alter gibt es beste Vorsorge
23.05.2007 Altersvorsorge und Vermögen aufbauen mit Vita "Geld & Vermögen"
07.05.2007 Frauen können auch mit wenig Geld voll 'riestern"
03.05.2007 Dresdner Bank zahlt Zinsbonus fürs Sparbuch
25.04.2007 Investmentvermögen steigt stark
15.04.2007 '2006 war das Riester-, 2007 wird das Rürup-Jahr'
06.04.2007 Riester-Sparer verschenken Millionen
03.04.2007 Rente mit 67 beschlossen - wer zu spät vorsorgt, riskiert Versorgungslücke
03.04.2007 Mangelnde Altersvorsorge bei Familien mit Kindern
29.03.2007 Geldanlage: Längste Niedrigzinsphase schadet Spareifer nicht
21.02.2007 Deutschlands reichste Rentner wohnen im Südwesten
13.02.2007 Altersvorsorge noch immer unterschätzt
02.02.2007 Starkes Wachstum bei der Riester-Rente
29.01.2007 Erbschaften kein Ersatz für private Altersvorsorge
26.01.2007 Bis zu 4 Prozent Zinsen für kurzfristige Geldanlagen
24.01.2007 Deutsche gestehen mangelnde Vorsorge fürs Alter ein
28.11.2006 So sparen Rentner Steuern
25.10.2006 Je früher, desto mehr
24.10.2006 Sparen liegt weiter im Trend
02.10.2006 700.00 Österreicher betroffen
25.09.2006 Hamburg Hansa mit neuer Schiffsbeteiligung
28.08.2006 Rürup-Rente: Nicht für jedermann interessant
28.08.2006 Halbierung des Sparerfreibetrages 2007: So retten Sie Ihre Zinsen
27.08.2006 Kindergeld: Nichts dem Staat schenken
03.08.2006 Riester-Sparen: Für wen es sich lohnt
23.07.2006 Betriebliche Altersvorsorge: Steuerfrei sparen

Social Bookmarks






Inhalte:                 Startseite + Impressum + RSS-Feed             Telekom Aktie + Siemens Aktie + Conergy Aktie + Drillisch Aktie + RWE Aktie + Infineon Aktie
© 2005 - 2008 - "geld.com" Kozubek, Schaffelner & Co. OEG - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr - dt. Börsen 15 Min. verzögert