2008 weniger Vorsorge in Deutschland
Im Jahr 2008 ist das Interesse in der Bevölkerung an der Anlage in Vermögenswirksamen Leistungen (VL) erneut gesunken. Damit setzt sich der rückläufige Trend seit dem Jahr 2003 kontinuierlich fort. Nutzte damals noch jeder zweite der Befragten (49%) Vermögenswirksame Leistungen, waren es 2008 nur noch 41%, ein Prozentpunkt weniger als 2007.
Interessant ist hierbei, dass der Rückgang im Jahr 2008 auf Männer zurückzuführen ist, die allerdings mit 46% immer noch deutlich mehr VL-Verträge besitzen als Frauen mit 35%. Deren Nutzungsquote ist im Vergleich zu 2007 stabil geblieben. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von TNS Infratest im Jahr 2008 zum Thema Vermögenswirksame Leistungen hervor. Befragt wurden 4.743 berufstätige angestellte Personen.
Auffällig ist das deutlich nachlassende Interesse an der Anlage in VL bei jungen Arbeitnehmern in Deutschland. Gegenüber 2007 sank die Zahl der VL-Verträge der 20- bis 29-Jährigen um sechs Prozentpunkte auf jetzt 29%. Auch die VL-Nutzung der 14- bis 19-Jährigen ist seit 2006 stark rückläufig: Damals entschieden sich ein Viertel (26%) von ihnen für VL, in 2008 waren es nur noch 16%.
"Dabei sollten gerade junge Arbeitnehmer VL als Einstieg für den Aufbau einer Altersvorsorge nutzen. Denn wer langfristig in Vermögenswirksame Leistungen anlegt, kann ein beachtliches Vorsorgekapital aufbauen", so Peter Klingseisen, Gruppenleiter im Produktmanagement bei Union Investment. Insgesamt fällt auf, dass alle Altersgruppen bis 59 Jahre weniger Vermögenswirksame Leistungen besitzen als noch im Jahr 2003.
Der öffentliche Dienst liegt, was die Zahl der VL-Verträge betrifft, klar in Führung: Wie im Jahr 2007 verfügen die nicht leitenden Beamten mit 67% über die meisten VL-Anlagen, gefolgt von den leitenden Beamten mit 52%. Arbeiter und Lehrlinge bilden mit einem Drittel beziehungsweise einem Viertel weiterhin das Schlusslicht in Sachen VL-Nutzung. "Viele Auszubildende verschenken dadurch gleich doppelt Geld. Denn einerseits verzichten sie auf staatliche Arbeitnehmersparzulage und andererseits auf einen eventuellen Arbeitgeberzuschuss", so Klingseisen.
Für VL-Anlagen in Aktienfonds zahlt der Staat bis zu einem Höchstbetrag von 400 Euro pro Jahr derzeit 18 Prozent Arbeitnehmersparzulage - das entspricht 72 Euro jährlich. Momentan wird in der Politik auch darüber diskutiert, die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2009 auf 20% der Sparsumme, maximal 80 Euro pro Jahr, anzuheben. Sparbeiträge in einen Bausparvertrag werden aktuell bis zu einer Höhe von jährlich 470 Euro mit einer neunprozentigen Prämie (rund 42 Euro) unterstützt. Grundlage für die Inanspruchnahme der staatlichen Förderung ist die Höhe des zu versteuernden Einkommens. Bei Ledigen darf es maximal 17.900 Euro betragen, bei Verheirateten maximal 35.800 Euro. Auch hier plant die Politik eine Anhebung der Grenzen auf 20.000 beziehungsweise 40.000 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2009, wodurch der Empfängerkreis der staatlichen Förderung erweitert würde.
Quelle: www.boerse-express.com
Interessant ist hierbei, dass der Rückgang im Jahr 2008 auf Männer zurückzuführen ist, die allerdings mit 46% immer noch deutlich mehr VL-Verträge besitzen als Frauen mit 35%. Deren Nutzungsquote ist im Vergleich zu 2007 stabil geblieben. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung von TNS Infratest im Jahr 2008 zum Thema Vermögenswirksame Leistungen hervor. Befragt wurden 4.743 berufstätige angestellte Personen.
Auffällig ist das deutlich nachlassende Interesse an der Anlage in VL bei jungen Arbeitnehmern in Deutschland. Gegenüber 2007 sank die Zahl der VL-Verträge der 20- bis 29-Jährigen um sechs Prozentpunkte auf jetzt 29%. Auch die VL-Nutzung der 14- bis 19-Jährigen ist seit 2006 stark rückläufig: Damals entschieden sich ein Viertel (26%) von ihnen für VL, in 2008 waren es nur noch 16%.
"Dabei sollten gerade junge Arbeitnehmer VL als Einstieg für den Aufbau einer Altersvorsorge nutzen. Denn wer langfristig in Vermögenswirksame Leistungen anlegt, kann ein beachtliches Vorsorgekapital aufbauen", so Peter Klingseisen, Gruppenleiter im Produktmanagement bei Union Investment. Insgesamt fällt auf, dass alle Altersgruppen bis 59 Jahre weniger Vermögenswirksame Leistungen besitzen als noch im Jahr 2003.
Der öffentliche Dienst liegt, was die Zahl der VL-Verträge betrifft, klar in Führung: Wie im Jahr 2007 verfügen die nicht leitenden Beamten mit 67% über die meisten VL-Anlagen, gefolgt von den leitenden Beamten mit 52%. Arbeiter und Lehrlinge bilden mit einem Drittel beziehungsweise einem Viertel weiterhin das Schlusslicht in Sachen VL-Nutzung. "Viele Auszubildende verschenken dadurch gleich doppelt Geld. Denn einerseits verzichten sie auf staatliche Arbeitnehmersparzulage und andererseits auf einen eventuellen Arbeitgeberzuschuss", so Klingseisen.
Für VL-Anlagen in Aktienfonds zahlt der Staat bis zu einem Höchstbetrag von 400 Euro pro Jahr derzeit 18 Prozent Arbeitnehmersparzulage - das entspricht 72 Euro jährlich. Momentan wird in der Politik auch darüber diskutiert, die Förderung rückwirkend ab dem 1. Januar 2009 auf 20% der Sparsumme, maximal 80 Euro pro Jahr, anzuheben. Sparbeiträge in einen Bausparvertrag werden aktuell bis zu einer Höhe von jährlich 470 Euro mit einer neunprozentigen Prämie (rund 42 Euro) unterstützt. Grundlage für die Inanspruchnahme der staatlichen Förderung ist die Höhe des zu versteuernden Einkommens. Bei Ledigen darf es maximal 17.900 Euro betragen, bei Verheirateten maximal 35.800 Euro. Auch hier plant die Politik eine Anhebung der Grenzen auf 20.000 beziehungsweise 40.000 Euro rückwirkend zum 1. Januar 2009, wodurch der Empfängerkreis der staatlichen Förderung erweitert würde.
Quelle: www.boerse-express.com