Anz.

Geringer Verdienst macht Vorsorge für Frau schwierig


Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die gesetzlichen Änderungen bei Unterhalt, Kindergeld, Elternzeit und Kinderbetreuung, hat die GfK Markforschung im Auftrag der Zurich Gruppe Deutschland Frauen nach ihren Forderungen an den Staat und ihrer finanziellen Absicherung befragt. Einig sind sich die Befragten, dass der Staat mehr für Frauen tun muss. Nach Meinung von 36 Prozent der befragten Frauen sollte der Schwerpunkt dabei auf eine bessere Kinderbetreuung gelegt werden. Während sich 31 Prozent vor allem weitere finanzielle Unterstützung wünschen. Arbeitsrechtliche Verbesserungen beispielsweise im Bereich Teilzeitarbeit ist für nur 15 Prozent oberstes Ziel - wobei die befragten Frauen in den neuen Bundesländern sowie die 50-59 Jährigen mit über 20 Prozent darin ein weit größeres Problem sehen.

Geringer Verdienst hindert Frauen am Sparen

Ihre eigene finanzielle Absicherung wird von Frauen in Deutschland gemeinhin deutlich schlechter bewertet als die von Männern. Gefragt nach den persönlichen Gründen, sieht fast jede zweite Frau das größte Hemmnis in einem zu geringem Verdienst - in den neuen Bundesländern sind es sogar 60 Prozent. Für jede zehnte Frau in den neuen Bundesländern liegt das größte Problem einer ausreichenden finanziellen Absicherung in einer potenziellen Scheidung, in den alten Bundesländern sieht dies sogar jede fünfte Frau so. Durch die Reform des Unterhaltsrechts ist zu erwarten, dass sich diese Situation durch den Wegfall der Lebensstandardgarantie weiter verschärft. Dennoch geben nur 20 Prozent der Befragten an, aufgrund der neuen rechtlichen Lage künftig mehr für die eigene finanzielle Absicherung tun zu wollen.

Familiäre Auszeiten werden bei Finanzplanung nicht berücksichtigt

Berufliche Auszeiten für die Kindererziehung sehen nur 12 Prozent der befragten Frauen als größtes Hemmnis einer ausreichenden finanziellen Absicherung an. Überraschend ist dabei, dass rund zwei Drittel der Befragten bei ihrer Altersvorsorge berufliche Auszeiten und Familienplanung bisher nicht berücksichtigen. 'Auszeiten zur Kindererziehung sollten kein Grund dafür sein, sich gegen eine Altervorsorge zu entscheiden, denn es gibt eine Vielzahl an Produkten, die das Aussetzen von Beiträgen oder andere flexible Beitragszahlungsmodelle vorsehen. Somit können wir nur empfehlen, auch Auszeiten zur Kindererziehung bei der Entscheidung für ein Altersvorsorgeprodukt zu beachten, damit man auch im Alter finanziell abgesichert ist', so Dr. Michael Renz, Vorstand Leben der Zurich Gruppe Deutschland. Die Versicherungsbranche hat spezielle Produkte entwickelt, bei denen flexibel auf unterschiedliche Lebenssituation reagiert werden kann. So können die frühzeitige Kündigung der Altersvorsorge und finanzielle Verluste durch das Auflösen eines Vertrags in Zeiten in denen wenig und kein Verdienst vorliegt vermieden werden.

In der repräsentativen Erhebung wurde im Zeitraum vom 12. September bis 19. September 2008 ca. 500 Personen in der Bundesrepublik Deutschland befragt.

Quelle: www.zurich.de



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