Anz.

Russland hat nach wie vor gute Fundamentaldaten


Der bewaffnete Konkflikt mit Georgien belastet die russische Wirtschaft längerfristig nicht. Dies betonen die Anlagestrategen von Pioneer Investments in einem aktuellen Marktkommentar. Die Fundamentaldaten der russischen Wirtschaft seien nach wie vor gut. So seien die russischen Währungsreserven mit 597,3 Milliarden US-Dollar die drittgrößten der Welt. Das reale Bruttoinlandsprodukt sei im ersten Quartal 2008 gegenüber dem Vorjahr um 8,5% gewachsen und die Einzelhandelsumsätze hätten im Juni 2008 um mehr als 13% zugelegt.

Allerdings gebe es durchaus politische Risiken. Neben dem bewaffneten habe vor allem der Angriff Putins auf den russischen Bergbaukonzern Mechel das Vertrauen von Anlegern zerstört. Putin hatte Mechel vorgeworfen, seine marktbeherrschende Stellung zu nutzen und Kokskohle in Russland doppelt so teuer zu verkaufen wie im Ausland. Außerdem seien dem russischen Staat Steuereinnahmen entgangen. Dem kranken Mechel-Mehrheitsaktionär Igor Sjusin hatte Putin gedroht, 'einen Doktor [zu] schicken, der mit all diesen Problemen aufräumt'.

Die guten Fundamentaldaten können nach Ansicht der Experten auch nicht von den bestehenden politischen Risiken verdeckt werden. Russische Aktien seien im Vergleich mit anderen Schwellenländern außerdem momentan billig bewertet. Die Volatilität werde in der nächsten Zeit wieder abnehmen. Mit einem immer größer werdenden Handelsüberschuss sollte auch der Rubel an Kraft gewinne, so die Experten.

Quelle: www.boerse-express.com



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