Volatilität an den Märkten wird weiter zunehmen
Mit einer anhaltend hohen Volatilität an den Märkten rechnet Jeremy Tigue, Fondsmanager des "Foreign & Colonial Investment Trust" des britischen Asset Managers F&C Investments. "Die Turbulenzen an den Märkten haben gezeigt, dass die negativen Effekte der Kreditkrise alles andere als vorüber sind", so Tigue unlängst in einer Analyse der Weltmärkte.Eine tatsächliche Pleite bei einer der grossen Hypothekenbanken in den USA könnte eine Welle von Konsequenzen nach sich ziehen, argumentiert Tigue. Eine der wichtigsten Auswirkungen wäre ein Vertrauensverlust von Nicht-US-Investoren in die Anlagewährung US-Dollar. Sie würden dann Assets abziehen, meint Tigue. Ein solcher Abfluss von Geldern ausländischer Investoren würde wiederum Druck auf die inländischen Preise und damit auf die Inflation in den USA ausüben. In der Folge wären Zinssenkungen zur Ankurbelung der Wirtschaft schwierig bis unmöglich, so Tigue.
Positiv hebt Tigue jedoch hervor, dass der hohe Rohölpreis zurückgekommen ist. Das würde zumindest etwas Druck von den Aktienmärkten nehmen. Als Konsequenz rät der Fondsmanager dazu, Ausschau nach Einstiegsmöglichkeiten bei unterbewerteten Titeln zu halten. Die kurzen aber starken Gegenbewegungen haben die Bereitschaft der Investoren gezeigt, auch wieder mit Käufen dabei zu sein. Gemeinsam mit der herrschenden Vorsicht bei Positionierungen ergebe sich aber ein hohes Mass an Volatilität, das zumindest noch eine Weile anhalten werde.
Im Rahmen des von ihm gemanagten Fonds wurden bereits wieder Zukkäufe getätigt. "Da wir aber vieles hedgen, ist unsere Netto-Long-Position nicht nennenswert grösser geworden"", so Tigue.
Der Fondsmanager sieht übrigens eine Reihe von neuen Hedge Fonds kommen, die an der starken Zunahme der Inflation weltweit partizipieren wollen. Diese Fonds würden vor allem in Unternehmen investieren, die Profiteure der Inflation sein könnten, mit den Themen: Entwicklungsländer, Rohstoffe, Konsum.


