Geldanlage: Längste Niedrigzinsphase schadet Spareifer nicht
Seit 2001 liegen im Schnitt die Renditen festverzinslicher Wertpapiere nach Angaben der Deutschen Bundesbank unter fuenf Prozent. Nie zuvor hat es in der Bundesrepublik Deutschland eine so lang andauernde Phase niedriger Zinsen gegeben. Mit rund vier Prozent ist die Rendite festverzinslicher Wertpapiere unabhaengig von der Laufzeit im Moment (Stand Mitte Maerz 2007) nur halb so hoch wie noch im Jahr 1992. Damals betrug sie im Mittel 8,1 Prozent.
Dennoch sparen die Deutschen mehr als je zuvor. Das gesamte Geldvermoegen der privaten Haushalte erreichte Mitte 2006 laut Angaben der Bundesbank mit 4.401 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Ein Jahr zuvor waren es 4.182 Milliarden Euro. Trotz niedriger Zinsen erhoehte sich die Anlage in festverzinslichen Wertpapieren im gleichen Zeitraum von 432 auf 469 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von gut acht Prozent.
Wer kurz- oder mittelfristig anlegen und dabei auf Nummer sicher gehen will, sollte die verschiedenen Anlageangebote kritisch unter die Lupe nehmen. Derzeit verlaeuft die Zinsstrukturkurve sehr flach. Das heisst:
Wertpapiere mit langen Laufzeiten bringen kaum mehr Zinsen als Kurzlaeufer. Anleger sollten sich deshalb im Moment nicht zu lange festlegen.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken


