Auch im besten Alter gibt es beste Vorsorge
Im besten Alter - aber zu alt für Altersvorsorge? Nein. Auch Menschen jenseits des 50. Lebensjahres können noch sinnvoll in die Vorsorge investieren. Lange Sparpläne über 30 oder 35 Jahre gehören zwar nicht mehr dazu. Aber: 'Staatliche Förderkanäle wie Riester und Rürup sowie weitere Sparformen versprechen gute private Vorsorge auch im vorangeschrittenen Alter”, sagt Vorsorgeexpertin Britta Pichote von der Dresdner Bank. Die wichtigsten Möglichkeiten im Überblick:
Rürup-Rente
Von dieser staatlich geförderten Basisrente profitieren ältere Sparer besonders. Wer nur eine kurze Sparphase von fünf oder zehn Jahren hat, für den ist die sofortige Steuererleichterung größer als die spätere Steuerpflicht. Jeder kann bis zu 20.000 Euro jährlich (Ehepaare: 40.000 Euro) in Rürup-Produkte einzahlen und davon bis zu 64 Prozent (max. 12.800/25.600 Euro) von der Einkommensteuer abziehen. Dieser Vorteil steigt Jahr für Jahr um zwei Prozentpunkte auf schließlich 100 Prozent im Jahr 2025. Allerdings erhöht sich auch die spätere Besteuerung in der Renten-Auszahlungsphase. Gut für Ältere: Der Steuerabzug bei Einzahlung steigt schneller (zwei Prozentpunkte pro Jahr) als die Besteuerung in der Auszahlphase (ein Prozentpunkt pro Jahr). Bei Rürup-Produkten wird jeder Anleger gefördert - ohne Einschränkungen.
Riester-Rente
Betriebliche Altersvorsorge (baV)
Für ältere Arbeitnehmer kann sich - bis zum Jahr 2008 - auch der Abschluss einer Direktversicherung über den Arbeitgeber lohnen. Vom Bruttolohn können bis zu 2.520 Euro jährlich eingezahlt werden, ohne dass darauf Steuern oder Sozialabgaben anfallen. Die Summe fließt voll in den Spartopf. Selbst bei kurzen Laufzeiten können so stattliche Renditen zusammenkommen. Allerdings müssen seit 2004 gesetzlich Krankenversicherte auf Renten aus der bAV Steuern und Sozialabgaben zahlen. Ab 2009 fallen diese Abgaben auch auf die Sparbeiträge an. Daher die Faustformel: Zahlt der Arbeitgeber viel zur bAV dazu, lohnt sich diese Sparform.
Private Rentenversicherung
Quelle: Dresdner Bank



