Frauen können auch mit wenig Geld voll 'riestern”
Auch Frauen mit Minijob oder gar ohne eigenes Einkommen können vollständig die staatliche Förderung zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge in Anspruch nehmen. Möglich wird dies, wenn ihr Ehemann zu den Förderberechtigten bei der so genannten Riester-Rente gehört. 'Da Frauen wegen tendenziell niedrigerer Einkommen und Kinderpausen eine geringere gesetzliche Rente erhalten als Männer, ist für sie private Vorsorge doppelt wichtig. Denn noch immer gilt, dass Altersarmut meist weiblich ist”, so Ernst Schiestl von der Dresdner Bank. Mit einer Riester-Rente können mehrere hundert Euro Zusatzeinkommen fürs Alter aufgebaut werden.
Das Prinzip ist einfach: Wenn der Ehemann einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat und pro Jahr drei Prozent seines Vorjahreseinkommens (maximal 1.575 Euro) einzahlt, kann auch die nicht berufstätige Ehefrau 'riestern”. Wenn sie die Grundzulage von derzeit 114 Euro und beispielsweise zwei Kinderzulagen von je 138 Euro in ihren Riester-Vertrag fließen lässt, kommt eine heute 30-Jährige ohne weitere Eigenleistung nach 35 Jahren auf eine monatliche Rente von rund 350 Euro.
Schiestl rät jedoch gerade Frauen zu höheren Investitionen in den späteren Lebensstandard, um die Versorgungslücke zu schließen. Wie eine repräsentative Umfrage der Dresdner Bank ergab, tun rund 41 Prozent der unter 35-Jährigen noch gar nichts für ihre private Altersvorsorge. Quer durch alle Altersgruppen sagten 30 Prozent der erwerbsfähigen Frauen, dass sie keine Lebensversicherung, Riester-Rente oder ähnliches haben.
Quelle: Dresdner Bank



