Reisen: Auf ausgewogenen Mix von Zahlungsmitteln achten


Die Ferien stehen vor der Tür und viele Menschen stecken mitten in der Urlaubsvorbereitung. Ein ausgewogener Mix verschiedener Reisezahlungsmittel sollte dabei im Gepäck nicht fehlen. 'Gerade bei Reisen in exotische Länder ist es sinnvoll, sowohl Reiseschecks und Kreditkarte als auch Bargeld mitzunehmen', so Marion Mittenentzwei von der WGZ BANK. Für die Zusammensetzung der Reisekasse gibt die Expertin die folgenden Empfehlungen:

Tipp 1: So wenig Bargeld wie möglich

'So wenig Bargeld wie möglich mitnehmen.' Denn Bargeld ist bei Dieben besonders beliebt und wird in der Regel nicht ersetzt. Nicht mehr als ein Drittel des Reisebudgets sollte deshalb in bar mitgeführt werden. Wenigstens die ersten Ausgaben sollte der Reisende am Urlaubsort aber bar tätigen können, sei es für die Taxifahrt oder das erste Trinkgeld im Hotel.

Tipp 2: In Euroland ist girocard Trumpf

'In Euroland möglichst häufig die girocard einsetzen.' Die girocard ist die Nachfolgerin der ec-Karte. Damit kann der Reisende im Euro-Raum fast überall gebührenfrei bezahlen. Zudem sind Abhebungen vor Ort häufig günstiger als der Umtausch zu Hause. Die Gebühren liegen zwischen 2,50 und 5,00 Euro.  'Wer sich also mit Bargeld vor Ort eindecken möchte, der sollte gleich über eine höhere Summe verfügen.' Teilweise kann man auch außerhalb der Euro-Zone mit der girocard bezahlen, dabei wird jedoch oftmals ein zusätzliches Auslandsentgelt erhoben.

Tipp 3: Kreditkarten außerhalb Europas einsetzen

'Außerhalb Europas sollte die Kreditkarte bevorzugt eingesetzt werden', so Mittenentzwei. Dieses Zahlungsmittel wird in fernen Ländern häufiger akzeptiert. Für Zahlungen in Fremdwährung werden meist 1 bis 1,5 Prozent des Kaufbetrages fällig. Wer über Bargeld verfügen möchte, der zahlt zusätzlich zu dem Auslandseinsatzentgelt meist Barabhebungsgebühren von 2 bis 3 Prozent des Umsatzes. Zudem ist der Einsatz der Kreditkarte häufig unerlässlich bei Hotelreservierungen oder Autovermietungen.

Tipp 4: Reiseschecks für unsichere Regionen

Mittenentzwei: 'Je unsicherer die Staaten sind, desto mehr Reiseschecks sollte der Urlauber mitnehmen.' Anders als Bargeld werden diese bei Verlust innerhalb von 24 bis 48 Stunden ersetzt. Dies gilt allerdings nur, wenn die Kaufbelege und das Verzeichnis der Reiseschecknummern separat aufbewahrt und noch vorgewiesen werden können. Der Kauf von Reiseschecks kostet in der Regel 1 bis 2 Prozent des Gesamtbetrages.

Tipp 5: Notfallpass für alle Fälle

'Der Reisende sollte für sich einen Notfall-Pass erstellen.' Dann hat der Reisende bei Verlust oder Diebstahl seiner Karte die erforderlichen Daten sofort griffbereit. Im Pass sollte die Sperrnotrufnummer (+49 / (0)1805 0211021 oder +49 / 116 116) eingetragen sein. Die Karten- oder Kontodaten sollten gleichfalls notiert werden', empfiehlt Mittenentzwei.

Die Reisezahlungsmittel auf einen Blick:

Reiseschecks:
Sehr sicheres Zahlungsmittel, da bei entsprechender Akzeptanz in der Regel zu 100 Prozent und nur mit Ausweis oder Pass einlösbar. Allerdings etwas umständlicher als die Kreditkarte, da Vorbestellung und oft Umtausch gegen Bargeld nötig.

Kreditkarte:
Sehr sicheres Zahlungsmittel, da eine Haftung in der Regel nur bei grober Fahrlässigkeit besteht. Außerdem sehr komfortabel, da universell einsetzbar und sehr hohe Akzeptanz. An der Kasse bequem mit Unterschrift, am Geldautomaten mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl (PIN) nutzbar. Oft unverzichtbar bei Mietwagen oder Hotelbuchung. Bei Verlust kann zeitnah eine Ersatzkarte zur Verfügung gestellt werden. Bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken muss der Karteninhaber für missbräuchliche Verwendungen seiner Kreditkarte durch Dritte grundsätzlich nicht einstehen. Voraussetzung ist, dass er den Verlust oder Diebstahl unverzüglich meldet und nicht grob fahrlässig gehandelt hat.

girocard:
Sehr sicheres Zahlungsmittel, denn im Gegensatz zu Bargeld kann die Karte gesperrt werden und ist so gegen weiteren Missbrauch gesichert. Ab Sperre besteht keine Haftung des Kontoinhabers, davor üblicherweise nur bei grober Fahrlässigkeit. Dann haftet der Karteninhaber bei Missbrauch seiner Karte mit dem vollen Betrag. Geringere Akzeptanz als Kreditkarte. An der Kasse und am Geldautomaten mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl (PIN) nutzbar.

Bargeld:
Unsicheres Zahlungsmittel, da nicht ersetzbar, allerdings teilweise unverzichtbar als Zahlungsmittel.

Quelle: www.wgzbank.de




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