Wetterkapriolen machen Versicherungsprämien empfindlich teurer
Sommer-Unwetter in halb Europa, Überschwemmungen in Grossbritannien, Orkan Kyrill im Winter - die Wetterkapriolen nehmen an Häufigkeit und Ausmass stetig zu. Daher haben die Rückversicherungen nun angekündigt, die Prämien anzuheben. Auch Österreich ist davon laut einem WirtschaftsBlatt-Bericht (Dienstagausgabe) betroffen.
Jetzt noch langanhaltende Verträge abschliessen
Rudolf Mittendorfer, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler, geht im WirtschaftsBlatt-Gespräch davon aus, dass die Prämien für Elementarschäden in den nächsten fünf Jahren um 50 Prozent steigen werden. "Ich rate jedem, lange Versicherungsverträge - wenn möglich auf zehn Jahre - abzuschliessen. Denn billiger wird es sicher nicht. Das nächste Unwetter kommt bestimmt", sagt Mittendorfer. Laut Remi Vrignaud, Rückversicherungs-Chef der österreichischen Allianz-Versicherung, werden im Herbst die Verträge mit den Rückversicherungen neu verhandelt. "Und es ist unbestritten, dass die Rückversicherungen wegen der Wetterkapriolen einen gewissen Druck ausüben", so Vrignaud. Die Branche wartet nun ab, ob es auch bei uns im Sommer zu starken Unwettern kommen wird. "Erst dann lässt sich sagen, wie stark die Erhöhungen der Rückversicherungsprämien ausfallen werden", so Vrignaud.
Allein in Grossbritannien hat das Hochwasser in den vergangenen Tagen Schäden von drei Milliarden Euro verursacht. In Österreich hat der Sturm "Kyrill" heuer bereits Schäden von 200 Millionen Euro verursacht.
Rote Zone
Wer in einem hochwassergefährdeten Gebiet, in der sogenannten "Roten Zone" wohnt, muss sich darauf einstellen, überhaupt keinen Schutz mehr zu bekommen. Der Versicherungsverband hat das Projekt "Hora" (Hochwasser Risiko Zonierung Austria) ins Leben gerufen. Dort werden alle Überschwemmungsgebiete erfasst und in Gefahrenzonen eingeteilt. Laut Mittendorfer hat das Hora-System dramatische Auswirkungen:"In der Roten Zone steigen die Prämien so stark an, dass sie kaum noch leistbar sind." Im Versicherungsverband wird daher laut über eine verpflichtende Katastrophen-Polizze nach Schweizer Vorbild nachgedacht.
Quelle: www.boerse-express.com
Jetzt noch langanhaltende Verträge abschliessen
Rudolf Mittendorfer, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler, geht im WirtschaftsBlatt-Gespräch davon aus, dass die Prämien für Elementarschäden in den nächsten fünf Jahren um 50 Prozent steigen werden. "Ich rate jedem, lange Versicherungsverträge - wenn möglich auf zehn Jahre - abzuschliessen. Denn billiger wird es sicher nicht. Das nächste Unwetter kommt bestimmt", sagt Mittendorfer. Laut Remi Vrignaud, Rückversicherungs-Chef der österreichischen Allianz-Versicherung, werden im Herbst die Verträge mit den Rückversicherungen neu verhandelt. "Und es ist unbestritten, dass die Rückversicherungen wegen der Wetterkapriolen einen gewissen Druck ausüben", so Vrignaud. Die Branche wartet nun ab, ob es auch bei uns im Sommer zu starken Unwettern kommen wird. "Erst dann lässt sich sagen, wie stark die Erhöhungen der Rückversicherungsprämien ausfallen werden", so Vrignaud.
Allein in Grossbritannien hat das Hochwasser in den vergangenen Tagen Schäden von drei Milliarden Euro verursacht. In Österreich hat der Sturm "Kyrill" heuer bereits Schäden von 200 Millionen Euro verursacht.
Rote Zone
Wer in einem hochwassergefährdeten Gebiet, in der sogenannten "Roten Zone" wohnt, muss sich darauf einstellen, überhaupt keinen Schutz mehr zu bekommen. Der Versicherungsverband hat das Projekt "Hora" (Hochwasser Risiko Zonierung Austria) ins Leben gerufen. Dort werden alle Überschwemmungsgebiete erfasst und in Gefahrenzonen eingeteilt. Laut Mittendorfer hat das Hora-System dramatische Auswirkungen:"In der Roten Zone steigen die Prämien so stark an, dass sie kaum noch leistbar sind." Im Versicherungsverband wird daher laut über eine verpflichtende Katastrophen-Polizze nach Schweizer Vorbild nachgedacht.
Quelle: www.boerse-express.com


