Lebensversicherungen verkaufen - die Alternative zur Kündigung
Lebensversicherungen sind für viele Deutsche ein wichtiger Baustein der privaten Altersvorsorge. Fast die Hälfte aller geschlossenen Verträge werden jedoch aus unterschiedlichen Gründen vor dem Ende der Laufzeit gekündigt. Zwar ist eine Kündigung der Lebensversicherung jederzeit möglich, Versicherte erhalten in diesem Fall jedoch nur den zu diesem Zeitpunkt von der Versicherung errechneten Rückkaufswert.Ermittelt wird dieser anhand der eingezahlten Beiträge, der Risikokosten sowie der Kosten für Abschluss und Verwaltung. Somit liegt der Rückkaufswert in den meisten Fällen deutlich unter der Summe der bis dahin eingezahlten Beiträge. Seit einiger Zeit gibt es jedoch eine Alternative zur Kündigung, den Lebensversicherungsverkauf.
Diese Praxis ist in Großbritannien sowie in den USA seit Jahrzehnten gängig, nun können auch deutsche Versicherte hiervon profitieren. Der große Vorteil des Verkaufs ist der höhere Preis, der hierbei erzielt wird. Er liegt in der Regel 10-20% über dem Rückkaufswert der Versicherung. Als weiterer Vorteil wird beim einem Verkauf die Lebensversicherung nicht gekündigt, sondern vom Käufer, meist einer Kapitalgesellschaft, fortgeführt. Somit bleibt auch der Versicherungsschutz erhalten, eine neue, teurere Police muss daher nicht abgeschlossen werden.
Welche Policen angekauft werden
Gesellschaften, die Lebensversicherungen kaufen, wollen hiermit natürlich Geld verdienen. Sie zahlen nach dem Kauf der Police die Prämien hierfür weiter und erhalten somit bei Ablauf der Versicherung, oft mit dem 60. Lebensjahr des Versicherten, die garantierte Ablaufleistung sowie die von der Versicherung erreichten Überschussanteile. Um den Gewinn zu sichern, gelten verschiedene Voraussetzungen, die Policen erfüllen müssen. Dies ist zuerst, dass es sich bei der Versicherung um eine klassische deutsche Lebensversicherung handelt, fondsgebundene Varianten oder Direktversicherungen werden meist nicht angekauft. Der Grund hierfür ist, dass klassische Lebensversicherungen eine garantierte Grundverzinsung sowie eine garantierte Ablaufleistung aufweisen, fondsgebundene Versicherungen haben diese Sicherheit nicht. Weiterhin muss die Lebensversicherung einen Rückkaufswert von mindestens 5.000 Euro aufweisen, auch darf die Restlaufzeit 25 Jahre nicht überschreiten. Da jedoch jede Gesellschaft andere Voraussetzungen vorgibt, sollten die jeweiligen Bedingungen explizit geprüft werden. Die Versicherung wird im Übrigen auch dann angekauft, wenn sie bereits beitragsfrei gestellt oder wenn sie an eine Bank abgetreten wurde.
Ablauf des Lebensversicherungsverkaufs
Versicherte, die ihre Lebensversicherung verkaufen wollen, können dies bei verschiedenen Gesellschaften tun. Da der Markt mittlerweile sehr unübersichtlich geworden ist, sollten die Preise der Anbieter unbedingt verglichen werden, denn es bestehen Unterschiede von fast 10%.
Ein Vergleich der Anbieter ist einfach und ohne Umstände möglich, denn die meisten Gesellschaften bieten an, die Policen vorher online zu prüfen. Hierzu ist die Angabe der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, der Versicherungssumme sowie des Ablauftags notwendig. Nach wenigen Tagen wird dann das Angebot versendet. Sofern der Versicherungsnehmer mit diesem Angebot einverstanden ist, sendet er die Unterlagen unterschrieben an die Gesellschaft zurück, die anschließend der Versicherung den Verkauf mitteilt. Diese muss nun die Versicherung sowie die sich hieraus ergebenden Rechte an die Gesellschaft übertragen. Ist diese Übertragung erfolgt, kann der Kaufpreis ausgezahlt werden. Wie viel Zeit von der Unterzeichnung der Kaufunterlagen bis zur Auszahlung der Kaufsumme vergeht, kann nicht pauschal angegeben werden. Dies ist abhängig von den Mitarbeitern der Versicherungsgesellschaft, durchschnittlich müssen aber zwei bis drei Wochen eingeplant werden.
Ein Vergleich der Anbieter ist einfach und ohne Umstände möglich, denn die meisten Gesellschaften bieten an, die Policen vorher online zu prüfen. Hierzu ist die Angabe der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, der Versicherungssumme sowie des Ablauftags notwendig. Nach wenigen Tagen wird dann das Angebot versendet. Sofern der Versicherungsnehmer mit diesem Angebot einverstanden ist, sendet er die Unterlagen unterschrieben an die Gesellschaft zurück, die anschließend der Versicherung den Verkauf mitteilt. Diese muss nun die Versicherung sowie die sich hieraus ergebenden Rechte an die Gesellschaft übertragen. Ist diese Übertragung erfolgt, kann der Kaufpreis ausgezahlt werden. Wie viel Zeit von der Unterzeichnung der Kaufunterlagen bis zur Auszahlung der Kaufsumme vergeht, kann nicht pauschal angegeben werden. Dies ist abhängig von den Mitarbeitern der Versicherungsgesellschaft, durchschnittlich müssen aber zwei bis drei Wochen eingeplant werden.