HDI-Gerling Leben trotz Finanzkrise stabil


Die HDI-Gerling Leben-Gruppe hat das Krisenjahr 2008 mit einem stabilen Geschäftsergebnis abgeschlossen. Die Prämieneinnahmen der Inlandsgesellschaften sanken nur leicht um 2,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. In der Kapitalanlage hat sich die konservative Anlagestrategie bewährt. Mit einer Nettoverzinsung von 3,7 Prozent liegt die HDI-Gerling Lebensversicherung über dem Marktduchschnitt von 3,55 Prozent. Die Aspecta Lebensversicherung erreicht sogar eine Nettorendite von 4,0 Prozent.

Vorstandschef Dr. Hans Löffler sieht aber durchaus Herausforderungen für die Gruppe: 'Bilanziell konnten wir uns 2008 gut behaupten, gleichwohl werden wir kämpfen müssen, um in Zukunft wieder zu wachsen." Das Jahr 2009 läuft aber gut an. Im ersten Quartal stieg das Neugeschäft um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ein weiterer Baustein dafür ist ein neues Garantieprodukt, mit dem HDI-Gerling im Sommer auf den Markt kommt. 'Die Sicherheit der Vorsorgebeiträge steht heute für die meisten Kunden an erster Stelle. Dafür werden wir mit ‚TwoTrust Klassik’ eine der höchsten garantierten Renditen im deutschen Markt bieten', kündigt Löffler an.
Knapp drei Millionen Kunden haben ihre Altersvorsorge den Gesellschaften der Leben-Gruppe anvertraut. Das Kapitalanlagevolumen beträgt rund 20,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen knapp 1,9 Milliarden Euro Fondsanlagen für Kunden. Aktuell beschäftigt die Leben-Gruppe in Deutschland rund 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Best Partner für Kunden, Vermittler und Mitarbeiter Mit dem Strategieprogramm 'Best Partner' fasst die Gruppe die umfangreichen Projektaktivitäten zur Optimierung des Service und der internen Strukturen zusammen. Ein Kernelement ist der Ausbau der Leistungen für die Vertriebspartner. Die gruppeneigene 'live-academy' bietet Fortbildung für Vermittler. Weitere Dienstleistungsgesellschaften entlasten Makler von Verwaltungsaufgaben und geben ihnen Raum für die eigentliche Beratung ihrer Kunden. 'Unser Ziel ist es, Nummer Eins bei freien Vermittlern zu sein', erklärt Löffler.

HDI-Gerling Lebensversicherung AG steigert Ertrag



Bei leicht sinkenden Bruttobeiträgen von 1,96 Milliarden Euro (Vorjahr 2,01 Mrd. Euro) konnte die HDI-Gerling Lebensversicherung AG ihr Vorjahresergebnis von 34 Millionen Euro nochmals leicht auf 35 Millionen Euro steigern. Ursächlich hierfür waren auch deutliche Kostensenkungen um fast 43 Millionen Euro. Demgegenüber sank das Neugeschäft der Gesellschaft um 21 Prozent auf 285 Millionen Euro. Neben sinkenden Vorsorgebudgets der Kunden wirkten sich hierbei Reibungsverluste aus der Umstrukturierungsphase der Gesellschaft aus.
Die Bedeutung fondsgebundener Versicherungsprodukte stieg auch im Jahr 2008 weiter an. Ihr Anteil am Neugeschäft stieg um zwei Prozentpunkte auf 45 Prozent. Hauptträger des Geschäfts ist dabei die Produktlinie TwoTrust, die umfangreiche Garantieleistungen mit renditeorientierter Kapitalanlage verbindet. Ein wesentlicher Umsatzträger ist auch die betriebliche Altersversorgung (bAV), die rund 40 Prozent des Neugeschäftes ausmacht.
Aspecta spürt konjunkturbedingte Käuferzurückhaltung Bei der Aspecta Lebensversicherung AG sanken die gebuchten Bruttobeiträge im Geschäftsjahr 2008 um 2,6 Prozent auf 519 Millionen Euro. Besonders stark war die Gesellschaft vom Rückgang des Neugeschäfts betroffen. Die Neugeschäftsbeiträge sanken von 71 Millionen in 2007 auf 42 Millionen Euro in 2008. Da die Aspecta auf investmentorientierte Anlagekonzepte spezialisiert ist, wirkte sich die konjunkturbedingte Zurückhaltung der Kunden überdurchschnittlich stark aus. Allerdings konnte die Aspecta diese Entwicklungen auch auf der Kostenseite abfangen, so dass die Kostenquoten auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden konnten.

Auslandsgeschäft trägt zur Stabilität bei



Ein wichtiger Pfeiler für die Stabilität der Gruppe ist nach wie vor das Auslandsgeschäft. Mit rund 296 Millionen Euro liefern die Gesellschaften aus Polen, Liechtenstein und Luxemburg mit Niederlassungen in Italien und Spanien etwa ein Zehntel der Prämieneinnahmen der Gruppe. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr um rund 50 Millionen Euro war dabei fast ausschließlich auf den durch die Finanzkrise bedingten branchenweiten Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts in Polen zurück zu führen. Zwar ging auch das internationale Neugeschäft in 2008 zurück, gleichwohl trägt es mit einer Prämiensumme von rund 1,67 Milliarden Euro (Vj. 1,99 Mrd. Euro) gut ein Viertel zum Neugeschäft der Leben-Gruppe bei.

Quelle: www.hdi-gerling.de




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