Deutschland wohin? Eine Nation zwischen Aufbruch und Spaltung
VR LEASING: 10 Jahre Eschborner Gespräche
"Das Land hat enorme Potenziale und gute Entwicklungsmöglich¬keiten", so lautet das optimistische Fazit von Klaus von Dohnanyi auf den 10. Eschborner Gesprächen der VR LEASING auf die Frage, wie Deutschland sich unter der großen Koalition entwickeln wird. Intensiv und kontrovers diskutierten unter der Moderation von Sandra Maischberger Hans-Dietrich Genscher, Klaus von Dohnanyi, Daniel Cohn-Bendit und der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar über die politische und gesellschaftliche Situation Deutschlands und die Schwierigkeiten einer großen Koalition.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Analyse, ob Deutschland eine gespaltene Gesellschaft sei oder nicht. Einig waren sich die Politiker darin, dass das vorhandene Bildungssystem zur Spaltung einen nicht unerheblichen Beitrag leistet. "Unser dreigliedriges Schulsystem ist im internationalen Vergleich nicht konkurrenzfähig," so Cohn-Bendit. "Und es fördert die Spaltung in der Gesellschaft." Eine wirkliche Spal¬tung wollten die anderen Diskussionsteilnehmer allerdings nicht sehen, Unterschiede schon. Genscher konstatierte permanenten Neid, der das gesellschaftliche Klima beeinflusse. Wettbewerb bestimme alle Lebensbereiche, so Genscher, aber soziale Gerechtigkeit und die Zukunft der Jugend müsse gesichert werden. Alte Zöpfe müssten fallen, Subventionierungen gestrichen werden. Auch der Länderfinanz¬ausgleich wurde zur Disposition gestellt. Während von Dohnanyi die Wiedervereinigung als wesentlichen Faktor der Wachs¬tums- und Finanzschwäche Deutschlands herausstellte, meinte Hans-Dietrich Genscher, dass Deutschland lange über seine Verhältnisse gelebt habe und es auch ohne Wiedervereinigung zu dieser Problematik gekommen wäre.
Redner aus dem Publikum appellierten an die Politiker, den Aufbruch zu fördern und Flexibilität zu schaffen. Subventionen müssten abge¬baut aber gleichzeitig den Bürgern wieder Sicherheit vermittelt wer¬den. "Nur das sichert und steigert die Kaufkraft, die für uns als Mittel¬ständler überlebenswichtig ist," betonte ein Gast.
Bei den zentralen Reformprojekten wie Gesundheit, Steuern etc. wollten sich die Diskussionsteilnehmer von Sandra Maischberger zu diesem Zeitpunkt nicht auf eine Bewertung festlegen lassen. Einig waren sich dagegen alle, dass das Rentenalter erhöht werden müsse. "Wir haben die ältesten Abiturienten und die jüngsten Rentner", so Genscher, dass könne nicht richtig sein. Dass diejenigen, die in Berlin jetzt die große Koalition verhandeln, das Richtige wollen und unter den gegebenen Umständen das Richtige tun können, war gemeinsame Grundtendenz. "Die große Koalition ist zum Erfolg verdammt," so die zuspitzende Aussage von Karlheinz Weimar.
Die VR LEASING feierte in diesem Jahr das 10jährige Jubiläum ihrer Veranstaltungsreihe, die sich insbesondere an Kunden und Partner wie Volksbanken Raiffeisenbanken, Händler und Hersteller wendet. Bereits vor 10 Jahren moderierte Sandra Maischberger die Esch¬borner Gespräche, die aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport aufgreifen. Auf die Bedeutung wies Reinhard Gödel, Vorstandsvorsitzender der VR LEASING in seiner Eröffnungs¬rede hin. "Wir wollten nicht nur Stellung zu aktuellen Fragen unserer Zeit nehmen, sondern auch Lösungen diskutieren. Mit ihren promi¬nenten Gästen haben sich die Eschborner Gespräche zum Aushänge¬schild für die VR LEASING gemausert". Im Jubiläumsjahr war das Podium zum ersten Mal durchgängig mit Politikern besetzt.
Quelle: VR Leasing
"Das Land hat enorme Potenziale und gute Entwicklungsmöglich¬keiten", so lautet das optimistische Fazit von Klaus von Dohnanyi auf den 10. Eschborner Gesprächen der VR LEASING auf die Frage, wie Deutschland sich unter der großen Koalition entwickeln wird. Intensiv und kontrovers diskutierten unter der Moderation von Sandra Maischberger Hans-Dietrich Genscher, Klaus von Dohnanyi, Daniel Cohn-Bendit und der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar über die politische und gesellschaftliche Situation Deutschlands und die Schwierigkeiten einer großen Koalition.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Analyse, ob Deutschland eine gespaltene Gesellschaft sei oder nicht. Einig waren sich die Politiker darin, dass das vorhandene Bildungssystem zur Spaltung einen nicht unerheblichen Beitrag leistet. "Unser dreigliedriges Schulsystem ist im internationalen Vergleich nicht konkurrenzfähig," so Cohn-Bendit. "Und es fördert die Spaltung in der Gesellschaft." Eine wirkliche Spal¬tung wollten die anderen Diskussionsteilnehmer allerdings nicht sehen, Unterschiede schon. Genscher konstatierte permanenten Neid, der das gesellschaftliche Klima beeinflusse. Wettbewerb bestimme alle Lebensbereiche, so Genscher, aber soziale Gerechtigkeit und die Zukunft der Jugend müsse gesichert werden. Alte Zöpfe müssten fallen, Subventionierungen gestrichen werden. Auch der Länderfinanz¬ausgleich wurde zur Disposition gestellt. Während von Dohnanyi die Wiedervereinigung als wesentlichen Faktor der Wachs¬tums- und Finanzschwäche Deutschlands herausstellte, meinte Hans-Dietrich Genscher, dass Deutschland lange über seine Verhältnisse gelebt habe und es auch ohne Wiedervereinigung zu dieser Problematik gekommen wäre.
Redner aus dem Publikum appellierten an die Politiker, den Aufbruch zu fördern und Flexibilität zu schaffen. Subventionen müssten abge¬baut aber gleichzeitig den Bürgern wieder Sicherheit vermittelt wer¬den. "Nur das sichert und steigert die Kaufkraft, die für uns als Mittel¬ständler überlebenswichtig ist," betonte ein Gast.
Bei den zentralen Reformprojekten wie Gesundheit, Steuern etc. wollten sich die Diskussionsteilnehmer von Sandra Maischberger zu diesem Zeitpunkt nicht auf eine Bewertung festlegen lassen. Einig waren sich dagegen alle, dass das Rentenalter erhöht werden müsse. "Wir haben die ältesten Abiturienten und die jüngsten Rentner", so Genscher, dass könne nicht richtig sein. Dass diejenigen, die in Berlin jetzt die große Koalition verhandeln, das Richtige wollen und unter den gegebenen Umständen das Richtige tun können, war gemeinsame Grundtendenz. "Die große Koalition ist zum Erfolg verdammt," so die zuspitzende Aussage von Karlheinz Weimar.
Die VR LEASING feierte in diesem Jahr das 10jährige Jubiläum ihrer Veranstaltungsreihe, die sich insbesondere an Kunden und Partner wie Volksbanken Raiffeisenbanken, Händler und Hersteller wendet. Bereits vor 10 Jahren moderierte Sandra Maischberger die Esch¬borner Gespräche, die aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport aufgreifen. Auf die Bedeutung wies Reinhard Gödel, Vorstandsvorsitzender der VR LEASING in seiner Eröffnungs¬rede hin. "Wir wollten nicht nur Stellung zu aktuellen Fragen unserer Zeit nehmen, sondern auch Lösungen diskutieren. Mit ihren promi¬nenten Gästen haben sich die Eschborner Gespräche zum Aushänge¬schild für die VR LEASING gemausert". Im Jubiläumsjahr war das Podium zum ersten Mal durchgängig mit Politikern besetzt.
Quelle: VR Leasing