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Umwelt im Wandel - Wirtschaft im Umbruch


'Nur gemeinsam können wir unseren Planeten retten.' Selten waren sich Experten aus Wirtschaft, Forschung und Politik so einig wie bei den diesjährigen Eschborner Gesprächen. Bei der inzwischen schon 12. Auflage der Veranstaltungsreihe der VR-LEASING AG diskutierten Dr. Klaus Mittelbach (geschäftsführender Koordinator der BDI-Initiative 'Wirtschaft für Klimaschutz'), Prof. Dr. Stefan Rahmstorf (Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam und Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung), Hubertus Schmoldt (Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) sowie Jürgen Trittin (Bundesminister a. D., stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen). Wie in den Jahren zuvor wurde die seit 1996 bestehende Gesprächsrunde wieder von der TV-Journalistin Sandra Maischberger geleitet.

Alle Augen auf die Wirtschaft


'Hat sich der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) des Themas Klimaschutz aus ‚Leidenschaft’ oder ‚Notwehr’ angenommen', fragte Sandra Maischberger den geschäftsführenden Koordinator der BDI-Initiative 'Wirtschaft für Klimaschutz', Dr. Klaus Mittelbach. Dessen Antwort: 'aus rein sachlichen Überlegungen'. Für die heimische Wirtschaft sei höchstmögliche Energieeffizienz essentiell und der Export neuartiger Umwelttechnologien ins Ausland das Gebot der Stunde. Die Politik forderte Mittelbach auf, dies mit den 'richtigen Rahmenbedingungen' zu unterstützen. Machbar ist laut Mittelbach bis 2020 eine Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes um 30 Prozent gegenüber 1990 - ohne Einbußen für Wirtschaftswachstum und Lebensqualität und bei einer Beibehaltung des Ausstiegs aus der Kernenergie. Der Großteil dieser Einsparungen - Stichworte Bauen und Wohnen - lasse sich mit bereits bekannter und größtenteils serienreifer Technik umsetzen.

Energiepolitik für Standort Deutschland


Wie Mittelbach würdigte auch IG BCE-Chef Schmoldt die Anstrengungen der deutschen Wirtschaft. Gleichzeitig warnte der Gewerkschaftschef: 'Der Klimaschutz darf nicht einseitig auf Kosten unserer Industrie gehen.' Er halte nicht viel davon, hierzulande 'das letzte Nanogramm Kohlendioxid aus den Schornsteinen zu filtern', sondern plädierte dafür, mit dem gleichen Geld lieber in den Umweltschutz in Schwellenländern wie beispielsweise China zu investieren. Für die deutsche Wirtschaft komme es neben Umweltverträglichkeit ganz entscheidend auch auf Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit an. Eine vernünftige Energiepolitik für den Standort Deutschland brauche einen ausgewogenen Mix. Zu diesem zähle auch die Kernenergie. Die Restlaufzeiten der Kernkraftwerke sollten Schmoldt zufolge vom Sicherheitsnachweis abhängig gemacht werden.
In seinem Grußwort äußerte sich der Vorstandsvorsitzende der VR LEASING, Reinhard Gödel, erfreut über die Popularität der Eschborner Gespräche. 'Wir wollen unserer Verantwortung in der Gesellschaft  gerecht werden. Und wir sind stolz, dass wir erneut ein hochinteressantes Thema gefunden haben, das sprichwörtlich die ganze Welt bewegt', so Gödel. 'Wie wird das Wetter?' Angesichts des spürbaren Klimawandels sei dies im Moment die heikelste Frage der Weltpolitik, sagte der VR LEASING-Chef. 'Das Thema hat im Moment eine unglaubliche Konjunktur', befand auch Sandra Maischberger zu Beginn der Diskussion. Sie hoffe, dass das Thema auch langfristig in den Medien bleibe und kein 'Overkill-Effekt' einsetze.

Quelle: VR LEASING-Gruppe

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