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Auto Leasing - eine Alternative zum herkömmlichen Finanzierungskauf?


Auto Leasing ist eine der häufigsten Leasingformen in Deutschland. Der Unterschied zwischen einem Ratenkauf eines Autos und dem Leasing ist, dass das der Leasingnehmer nicht das Eigentum an dem Auto erlangt, sondern dieses in Grunde nur mietet und dafür eine regelmäßige gleichbleibende Zahlung leistet. Das Leasing eignet sich hauptsächlich für Personen oder Unternehmen, die das Fahrzeug nach Ablauf des Leasings nicht übernehmen werden, da ansonsten eine Ratentilgung wesentlich günstiger ist.

Beispiel:


Kreditkonditionen:
- Anschaffungskosten für das Fahrzeug 60.000 €
- Nutzungsdauer: 6 Jahre
- Kreditlaufzeit: 3 Jahre
- Tilgung erfolgt in gleichen Raten
- Zins: 8%

Leasingkonditionen:
- Anschaffungskosten für das Fahrzeug 60.000 €
- Grundmietzeit: 4 Jahre
- Leasingrate: 1/3 der Anschaffungskosten, während der Grundmietzeit,
  danach 5% der Anschaffungskosten
- Inklusive Leasingratenversicherung, Restschuldversicherung, GAP-Versicherung

      Kredit in € im Jahr Leasing in € im Jahr:  
Jahre Darlehenstilgung Zinsen Kapitaldienst* Leasingrate Differenz
 
1 20.000 4.800 24.800 20.000 + 4.800
2 20.000 3.200 23.200 20.000 + 3.200
3 20.000 1.600 21.600 20.000 + 1.600
4 0 0 0 20.000 - 20.000
5 0 0 0 3.000 - 3.000
6 0 0 0 3.000 - 3.000
 
  60.000 9.600 69.600 86.000 -16.400
 
* Kapitaldienst: die zu leistende Zahlung

Die Kredittilgung ist um 16.400 € günstiger als das Auto Leasing, was recht häufig der Fall ist.
Trotzdem kann sich das Autoleasing sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen bezahlt machen.

Vorteile des Autoleasings:


- die Liquidität wird erhöht, da die Leasingrate meist unter der Tilgungsrate liegt
- es wird lediglich für die Nutzung und den Service bezahlt, nicht die Anschaffung
- Fahrzeuge mit neuester Technologie stehen zur Verfügung, wodurch unter anderem bei der
  Kfz-Versicherung und Steuer gespart wird.
- Imagegewinn, durch finanzstarkes Auftreten
- Die Leasingausgaben sind Betriebsaufwendungen und somit bilanzneutral, verringern
  aber ebenfalls den Gewinn, wodurch die zu zahlende Gewinnsteuer sich verringert

Nachteile des Autoleasings:


- nicht zur Grundfinanzierung geeignet, weil das Leasing hierbei nicht die günstigste Option ist
- Nebenkosten müssen von Leasingnehmer getragen werden, beispielsweise Reparatur-
  und Instandhaltungskosten
- Leasingnehmer haftet bei Verlust, Diebstahl, Vernichtung und Beschädigung
- Versicherung in Form von einer Haftpflicht und Vollkasko muss von dem Leasingnehmer
  übernommen werden
- Meist ist vertraglich eine beidseitige Unkündbarkeit im Leasingvertrag festgelegt, wodurch
  der Leasingnehmer in seiner Flexibilität stark eingeschränkt wird

Fazit:


Das Auto Leasing birgt noch weitere Besonderheiten, im Gegensatz zu anderen Leasingarten.
So wird unterschieden zwischen Kilometer- und Restwertleasing. Das Restwertleasing hat den Nachteil, das ein kalkulierter Restwert angenommen wird, den das geleaste Fahrzeug am Ende des Leasingvertrages noch haben soll, wofür der Leasingnehmer garantieren muss, nicht der Leasinggeber. Dies ist in dem, mit den verschiedensten Modellen überfüllten, Automarkt fast unmöglich vorauszusagen. Deshalb empfiehlt es sich sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen eher ein Kilometerleasing, hierbei wird festgelegt wie viel Kilometer während des Leasings gefahren werden. Sollten diese über- oder unterschritten werden lässt sich das, wie vertraglich vereinbart genau ausrechnen und birgt überschaubare Kosten und kein Risiko wie das Restwertleasing.

Weiterhin sollte vor dem Abschluss eines Leasingvertrages auch geklärt werden, in wie weit die drei häufigsten Versicherungsformen bei dem Auto Leasing bereits in der Leasingrate enthalten sind. Diese wären:

- GAP-Versicherung, diese schützt vor unerwarteten Kosten wie Beispielsweise bei Diebstahl
  oder Vernichtung des Fahrzeuges ohne Verschuldung des Leasingnehmers. Bei diesen und
  ähnlichen Sachverhalten wird der Leasingvertrag sofort abgerechnet, wodurch eine nicht
  einkalkulierte Lücke, im englischen Gap genannt, entsteht und die nicht von der
  Vollkaskoversicherung übernommen wird.
- Restschuldversicherung, schützt vor allem Familienangehörige im Falle eines unerwarteten
  Ablebens oder Zahlungsunfähigkeit der Leasingnehmers
- Leasingratenversicherung greift, wenn der Leasingnehmer unverschuldet seine Raten
  nicht mehr bezahlen kann, was beispielsweise bei unvorhergesehener Arbeitslosigkeit
  der Fall ist.

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