Österreichische Leasingunternehmen auch im Ausland
voll im Trend
Den größten Anteil an der positiven Entwicklung der österreichischen Leasingbranche haben erneut die Auslandstochtergesellschaften österreichischer Leasingunternehmen. Während das Cross Border Geschäft mit 465 Mio. € einen vergleichsweise geringen Teil des im Ausland erwirtschafteten Neugeschäfts von insgesamt rund 6,8 Mrd. € ausmacht, erzielte man in den Auslandstochtergesellschaften österreichischer Leasingunternehmen ein Neugeschäftsvolumen von 6,3 Mrd. €. Dies entspricht einem Plus von 40,5% gegenüber dem 1. Halbjahr 2006. Besonders stark waren wieder die CEE-Tochtergesellschaften, in denen 91,1% des Neugeschäftsvolumens abgeschlossen wurden. Die restlichen 8,9% verteilen sich auf Deutschland, Italien und die Schweiz.Auch innerhalb Österreichs wurde wieder ein Wachstum erzielt: Das Neugeschäftsvolumen konnte um 2,8% auf über 3,2 Mrd. € gesteigert werden. Zwar hat das KFZ-Leasing mit 1,8 Mrd. € immer noch den größten Anteil am Neugeschäftsvolumen (+ 1,8%), gemessen an der
Zuwachsrate hat allerdings das Mobilienleasing die Nase vorn: Das Neugeschäft wuchs um 6,8% und beträgt nun 829 Mio. €. Stagniert hat hingegen das Immobiliengeschäft. Ein Zuwachs von lediglich 0,6% bedeutet ein Volumen von 641 Mio. € im 1. Halbjahr 2007. Das gesamte
Bestandsvolumen kletterte im Inland um 4,8% auf über 21,9 Mrd. €. Insgesamt sind mit Juni 2007 518.579 Leasingverträge im Bestand.
Mobilienleasing mit den stärksten Zuwächsen
Während das Mobilienleasing im Vorjahr hinter den Erwartungen zurückblieb, konnte in dieser Sparte im 1. Halbjahr 2007 die stärkste Zuwachsrate verzeichnet werden: Das im Inland erzielte Neugeschäftsvolumen stieg um 6,8% auf 829 Mio. €. Die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge erhöhte sich um 12,4% auf 12.621.
Betrachtet man die einzelnen Objektgruppen, zeigt sich, dass die beiden anteilsstärksten Gruppen weiter zulegen konnten: Maschinen & Industrieanlagen plus 25,0% sowie Computer & Büroanlagen plus 17,8% beim Neugeschäftsvolumen. Den stärksten Zuwachs (+ 81,4%) gab es bei den Schiffen; diese machen mit 2,5% allerdings einen sehr geringen Teil des gesamten Neugeschäfts im Mobilienbereich aus. Zu Verlusten kam es bei den Flugzeugen (- 5,2%) und bei den Eisenbahnen (- 59,7%). Letztere beeinflussen mit einem Anteil von 0,6% am Mobilienvolumen das Gesamtergebnis jedoch kaum.
Das Bestandsvolumen konnte um 6,9% gesteigert werden und beträgt
nun über 3,7 Mrd. €.
Immobilienleasing - Gebäude für Hotels und Freizeit holen auf
Das im Inland erzielte Neugeschäftsvolumen im Immobilienbereich verzeichnete mit + 0,6% einen sehr geringen Zuwachs und beträgt nun 641 Mio. €. Die Anzahl der Verträge sank von
223 im 1. Halbjahr 2006 um 6,7% auf nunmehr 208. Dies bedeutet eine Erhöhung der durchschnittlichen Vertragssumme um 7,9% auf 3,1 Mio. €.
Starke Verschiebungen gab es wie bereits im Vorjahr innerhalb der einzelnen Objektgruppen.
Den stärksten Zuwachs konnte mit einem Plus von 649% die Gruppe der Gebäude für Hotels und Freizeit verbuchen. Hatten sie im Vorjahr noch den geringsten Anteil am Immobilien- Neugeschäft, rangieren sie heuer mit einem Neugeschäftsvolumen von 111 Mio. € an dritter Stelle. Die anteilsstärkste Objektgruppe, die Gebäude für Gewerbe und Handel, konnte auch heuer wieder kräftig zulegen (+ 22,5%) und hält nun bei einem Neugeschäftsvolumen von 285 Mio. €. Nach starken Zuwächsen im vergangenen Jahr mussten die Industriegebäude und die Bürogebäude im ersten Halbjahr 2007 hingegen deutliche Verluste hinnehmen (- 46,6% auf 20 Mio. € bzw. - 53,0% auf 52 Mio. €).
Diese Zahlen machen erneut deutlich, dass die Entwicklung der Objektgruppen im Immobilienbereich nach wie vor von einzelnen Großprojekten abhängt, die zu starken Schwankungen innerhalb von einem oder zwei Jahren führen können.
Der Immobilienbestand erhöhte sich im Inland um 4,4% auf 11,3 Mrd. €.
Quelle: leasingverband.at

