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Zahlungen mit Prepaid-Karten erreichen in Europa bis 2010 voraussichtlich 164 Mrd. USD


Zahlungen mit Prepaid-Karten werden in Europa bis 2010 voraussichtlich 164 Mrd. USD erreichen. Dies geht aus einer neuen, von MasterCard Europe in Auftrag gegebenen Studie der Boston Consulting Group (BCG) hervor.

Die Studie enthüllt auch, dass Großbritannien in Europa voraussichtlich der größte Einzelmarkt für Zahlungen mit Prepaid-Karten werden wird. Russland und Polen dürften jedoch die größte Marktdurchdringung von Prepaid-Zahlungen im Verhältnis zu den Gesamtausgaben mit Zahlungskarten aufweisen.

Die Verwendung von Prepaid-Karten für staatliche Leistungen kommt indes den Menschen zugute, die keine Bankverbindung haben. Und auf persönlicher Ebene dürften Prepaid-Karten als Geschenk eine wichtige Rolle dabei spielen, das Wachstum im Prepaid-Segment auf dem gesamten Kontinent voranzutreiben.

Die BCG-Studie prognostiziert die Gesamtausgaben mit Prepaid-Karten in Europa auf 163 Mrd. USD. Dies entspricht 25,4 % der geschätzten weltweiten Gesamtsumme von 645 Mrd. USD. Damit läge Europa hinter den USA, (296 Mrd. USD und 45,9 % des weltweiten Gesamtbetrags), aber deutlich vor Japan (59 Mrd. USD und 9,1 % der globalen Summe).

Anhand von Analysen der europäischen Landschaft nach Einzelländern zeigt BCG, dass Großbritannien mit einem prognostizieren Gesamtbetrag von 34 Mrd. USD an Prepaid-Kartenzahlungen (5,3 % des globalen Gesamtumfangs) bis 2010 in dieser Hinsicht der größte europäische Markt und der viertgrößte weltweit sein wird.

Gleich hinter Großbritannien folgen Italien, wo der Gesamtumfang der Ausgaben auf 33 Mrd. USD (5,1 % des globalen Gesamtbetrags und weltweit der fünfthöchste) geschätzt wird, und Frankreich mit geschätzten Gesamtausgaben von 27 Mrd. USD (4,2 % der globalen Summe und die weltweit siebgrößte Höhe).

In Osteuropa werden die Auswirkungen im Vergleich zu den gesamten Kartenzahlungen jedoch voraussichtlich am größten sein. In Polen wird der Gesamtumfang der Zahlungen mit Prepaid-Karten voraussichtlich 11 Mrd. USD erreichen. Dies entspricht 14,1 % der Kartenzahlungen im Land als Ganzes. Die BCG-Studie zeigt auch, dass der erwartete Gesamtumfang der Prepaid-Kartenzahlungen von 23 Mrd. USD in Russland einem Anteil von 12,6 % des Binnenmarktes entspricht.

Der Studie zufolge liegen beide Märkte deutlich vor ihren westeuropäischen Nachbarn, einschließlich Deutschland, wo die Binnenmarktdurchdringung voraussichtlich 7,7 % (26 Mrd. USD) erreichen wird.

Auf der ersten Prepaid-Konferenz von MasterCard in Prag in der Tschechischen Republik kommentierte Chris Reddish, der Leiter des Prepaid-Bereichs von MasterCard Europe die Ergebnisse der Studie mit den Worten: "Das rasante Wachstum des Prepaid-Kartensegments zeigt uns deutlich, dass Verbraucher, kartenausgebende Institute und Behörden die Vorteile dieser Zahlungsform erkennen, die höchst unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden kann."

Wichtigste Markttreiber

Die Studie zeigt, dass staatliche Programme in der nahen Zukunft einer der wichtigsten treibenden Faktoren für Prepaid-Zahlungen sein werden. Durch die Verdrängung von Bargeld helfen Prepaid-Karten den Behörden, Betrug mit Sozialleistungen zu verringern. Damit können sie sicherstellen, dass die Zahlungen jene erreichen, für die sie bestimmt sind.

In Russland werden bis 2010 voraussichtlich 23,2 % der gesamten staatlichen Sozialleistungen über Prepaid-Karten erfolgen. Dies sind alleine an diesem Markt 13 Mrd. USD. Eine ähnliche Entwicklung wird in Italien erwartet, wo der Gesamtumfang der staatlichen Ausgaben 28 % (14 Mrd. USD) erreichen wird.

Als zweitgrößte Kategorie identifizierte BCG die Nutzung von Prepaid-Karten als Geschenk. Hier stehen Frankreich und Deutschland in Europa an der Spitze. In Deutschland werden voraussichtlich 15,7 % aller Geschenkkartenausgaben auf Prepaid-Karten entfallen. In Frankreich dürften die Prepaid-Zahlungen in diesem Bereich noch höher ausfallen und 19,8 % der Ausgaben in der Kategorie (17 Mrd. USD) erreichen.

"Prepaid-Karten sind einfach zu kaufen und einfach zu verwenden", fügt Chris Reddish hinzu. "Sie stärken die Position der Verbraucher, da sie ihnen die finanzielle Freiheit geben, eine Zahlkarte zu verwenden, ohne ein Bankkonto eröffnen zu müssen oder sich einer Prüfung ihrer Kreditwürdigkeit zu unterziehen."

"Das bedeutet, dass ein breiteres Spektrum von Verbrauchergruppen nun am Zahlungskartensystem teilnehmen und Güter und Dienstleistungen über Kanäle wie Telefon und Internet kaufen kann, wo die Verwendung von Bargeld nicht möglich ist. Im heutigen Umfeld ist das Potenzial des Prepaid-Segments einfach enorm."

Weitere wichtige Feststellungen der Boston Consultant Group

* Der Umfang der Unternehmensausgaben mit Prepaid-Karten wird bis 2010 in Europa mindestens 14 Mrd. USD erreichen. Dies ist eine Kategorie, die in aller Welt bereits an Bedeutung gewonnen hat. Hier besteht auch noch beträchtliches Aufwärtspotenzial, da die Unternehmen begonnen haben, die Ausgaben ihrer Mitarbeiter genauer zu überwachen, als dies früher bei der Verwendung von Bargeld möglich war.

* Für international Reisende sind Prepaid-Karten wie ein finanzieller Pass, der ihnen eine globale Währung an die Hand gibt, die sie überall und jederzeit verwenden können, ohne die Kosten, die mit der Beschaffung von Bargeld verbunden sind. Die Studie zeigt, dass Prepaid-Zahlungen in der Kategorie Verbraucherreisen bis 2010 in Frankreich, Deutschland und Großbritannien einen Umfang von 1 Mrd. USD erreichen dürften.

* In den USA werden Zahlungen in Universitätseinrichtungen vorwiegend mit Prepaid-Karten bestritten. Aber auch in Westeuropa gewinnt diese Methode zunehmend an Bedeutung. Bis 2010 wird der Umfang der Prepaid-Zahlungen in dieser Kategorie in Großbritannien voraussichtlich 2 Mrd. USD und in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien 1 Mrd. USD erreichen.

Quelle: MasterCard



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