EZB erhöht die Zinsen um 25 Basispunkte auf 3,75
Als notwendigen Schritt, auch mittelfristig die Preisstabilität im Euroraum zu sichern, bezeichnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die heute beschlossene Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent. Die Inflationsrisiken im Euroraum seien trotz der überraschend niedrigen Inflation im Januar und Februar unverändert aufwärts gerichtet.
Auch benötige die Konjunktur nicht mehr die Unterstützung der Geldpolitik.
Das Wirtschaftswachstum im Euroraum erweise sich als breit fundiert und werde in 2007 das Potentialwachstum erneut übertreffen. Daher sei es richtig, den expansiven geldpolitischen Kurs zu beenden. Bei einem Leitzins von 3,75 Prozent bis 4 Prozent wirke die Geldpolitik annähernd neutral auf die Konjunktur im Euroraum.
Der hohe Liquiditätsüberschuss sowie das unverändert kräftige Wachstum der Geldmenge und der Kreditbestände stellen nach Ansicht des BVR ein beachtliches mittelfristiges Inflationspotential dar. Doch auch auf kürzere Sicht bestehe ein Aufwärtsdruck auf die Preise. Zwar sei das Wachstum des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) zum Jahresbeginn unter der 2-Prozent-Marke geblieben. Im Verlauf des Jahres drohe die Teuerungsrate wieder stärker zuzunehmen. Es sei damit zu rechnen, dass sich die Energiepreiserhöhung des vergangenen Jahres stärker als bisher in der Preisentwicklung bemerkbar mache. Auch werde sich die Mehrwertsteuererhöhung in Deutschland in den kommenden Monaten zunehmend in höheren Verbraucherpreisen niederschlagen.
Quelle: Bundesverband der Deutschten Volksbanken und Raiffeisenbanken
