BVR zur EZB-Zinsentscheidung: Zinserhöhungszyklus noch nicht zu Ende
Als sachgerecht zur Sicherung der Preisstabilität im Euro-Raum bezeichnet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) die Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte auf 4 Prozent. Die Wirtschaft im Euro-Raum wachse stärker als erwartet, die Auslastung der Kapazitäten steige weiter an und die Zunahme der Geldmenge sei unverändert hoch. Die EZB müsse daher vermeiden, dass sich mittelfristige Inflationserwartungen oberhalb ihrer Zielmarke von knapp 2 Prozent einstellten und verfestigten.
Der Zinserhöhungszyklus sei mit dem aktuellen Zinsschritt aber noch nicht beendet, betont der BVR. Im weiteren Verlauf des Jahres müsse die Geldpolitik wegen des kräftigen Wachstums und der damit verbundenen Inflationsgefahren voraussichtlich weiter gestrafft werden. Zeitpunkt und Ausmaß des nächsten Zinsschrittes solle die EZB aber von der weiteren Entwicklung abhängig machen. So würden beispielsweise eine weitere spürbare Aufwertung des Euro oder ein merklicher Rückgang der Energiepreise die Geldpolitik entlasten. Umgekehrt würden ein Anstieg der Energiepreise oder eine weitere Zunahme der konjunkturellen Dynamik den geldpolitischen Handlungsdruck erhöhen.
Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken
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