EZB senkt Leitzins auf 2 Prozent
Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten fielen überwiegend schwach aus. Die Zahl der Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft fiel in den USA im Dezember um 524.000. Der Rückgang im Vormonat wurden von ursprünglich 533.000 auf 584.000 Stellen nach oben revidiert. Die Arbeitslosenrate erhöhte sich im selben Monat auf 7,2 Prozent (November: 6,8%) und damit auf das höchste Niveau seit Januar 1993. Das US-Außenhandelsdefizit ist im November auf USD 40,4 Mrd (Oktober: USD -56,7 Mrd) zurückgegangen. Der Grund dafür lag vor allem in stark gesunkenen Importen als Folge einer niedrigen Inlandsnachfrage sowie niedrigeren Ölpreisen, die den Wert der Ölimporte verringerten. Der Umsatz der US-Einzelhändler ist Dezember um 2,7 Prozent M/M (November: 2,1%) gesunken. Ohne den volatilen Umsatz mit Autos war sogar ein Rückgang um 3,1 Prozent M/M (November: 2,5%) zu beobachten. In der Eurozone ist das Absatzvolumen des Einzelhandels im November um 0,6 Prozent M/M (Oktober: -1,0%) gestiegen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat war ein Rückgang um 1,5 Prozent (Oktober: -2,3%) zu beobachten. Die Industrieproduktion verringerte sich im November in der Eurozone um 1,6 Prozent M/M (Oktober: -1,6%). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat sank der Produktionswert um 7,7 Prozent (Oktober: -5,7%).
Der US-Dollar konnte in den letzten Tagen gegenüber dem Euro mit der Aussicht auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank zulegen. Auf Wochensicht erwarten wir eine Seitwärtsentwicklung des Währungspaars.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute den Leitzins um 50 Basispunkte auf 2 Prozent gesenkt. Gemäß dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sind die mittelfristigen Risiken für die Preisstabilität weitgehend ausgeglichen und die jüngst veröffentlichten Wirtschaftsdaten und Umfragen würden die Einschätzung untermauern, dass die Eurozone einen deutlichen Abschwung durchmacht, der vor allem auf die Folgen der Intensivierung und Verbreiterung der Finanzmarktturbulenzen zurückzuführen sei. Die EZB definiert Preisstabilität als Anstieg des Verbraucherpreisindex von unter, aber nahe 2 Prozent J/J. Im Dezember sind die Verbraucherpreise in der Eurozone um 1,6 Prozent J/J gestiegen. Die Geldmarktzinsen sind in diesem Umfeld in der Eurozone weiter gesunken. Der 3-Monats-Euribor liegt mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit 3 Jahren. Auf Wochenfrist rechnen wir mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung in einem jedoch nur geringen Ausmaß.
Die Kurse an den Aktienmärkten sind in den letzten Tagen mit der Veröffentlichung von schwachen US-Arbeitsmarkt- und Einzenhandelsdaten sowie der Aussicht auf eine äußerst schlechte Berichtssaison der Unternehmen mehrheitlich gefallen. Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat zu Wochenbeginn die Berichtssaison eröffnet und im vierten Quartal 2008 einen hohen Quartalsverlust gemeldet. Das Unternehmen litt vor allem unter einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld mit einer entsprechend geringen Nachfrage nach Aluminium sowie stark gesunkenen Aluminiumpreisen. Auch die Deutsche Bank hat mit der Veröffentlichung eines unerwartet hohen Quartalsverlusts die Stimmung der Marktteilnehmer weiter eingetrübt. In den nächsten Tagen ist die Zahl an Unternehmen, die ihre Zahlen über das vergangene Quartal veröffentlichen, noch gering. Von konjunktureller Seite sollten vor allem der Konsumentenpreisindex, die Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen aus den USA sowie die Auftragseingänge der Industrie in der Eurozone das Marktgeschehen beeinflussen. Mit einigen negativen Impulsen von Seiten der Unternehmens- und Wirtschaftsdaten rechnen wir auf Wochenfrist mit mehrheitlich leicht sinkenden Kursen an den Aktienmärkten.
Quelle: www.volksbank.com
Der US-Dollar konnte in den letzten Tagen gegenüber dem Euro mit der Aussicht auf eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank zulegen. Auf Wochensicht erwarten wir eine Seitwärtsentwicklung des Währungspaars.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute den Leitzins um 50 Basispunkte auf 2 Prozent gesenkt. Gemäß dem EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sind die mittelfristigen Risiken für die Preisstabilität weitgehend ausgeglichen und die jüngst veröffentlichten Wirtschaftsdaten und Umfragen würden die Einschätzung untermauern, dass die Eurozone einen deutlichen Abschwung durchmacht, der vor allem auf die Folgen der Intensivierung und Verbreiterung der Finanzmarktturbulenzen zurückzuführen sei. Die EZB definiert Preisstabilität als Anstieg des Verbraucherpreisindex von unter, aber nahe 2 Prozent J/J. Im Dezember sind die Verbraucherpreise in der Eurozone um 1,6 Prozent J/J gestiegen. Die Geldmarktzinsen sind in diesem Umfeld in der Eurozone weiter gesunken. Der 3-Monats-Euribor liegt mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit 3 Jahren. Auf Wochenfrist rechnen wir mit einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung in einem jedoch nur geringen Ausmaß.
Die Kurse an den Aktienmärkten sind in den letzten Tagen mit der Veröffentlichung von schwachen US-Arbeitsmarkt- und Einzenhandelsdaten sowie der Aussicht auf eine äußerst schlechte Berichtssaison der Unternehmen mehrheitlich gefallen. Der US-Aluminiumkonzern Alcoa hat zu Wochenbeginn die Berichtssaison eröffnet und im vierten Quartal 2008 einen hohen Quartalsverlust gemeldet. Das Unternehmen litt vor allem unter einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld mit einer entsprechend geringen Nachfrage nach Aluminium sowie stark gesunkenen Aluminiumpreisen. Auch die Deutsche Bank hat mit der Veröffentlichung eines unerwartet hohen Quartalsverlusts die Stimmung der Marktteilnehmer weiter eingetrübt. In den nächsten Tagen ist die Zahl an Unternehmen, die ihre Zahlen über das vergangene Quartal veröffentlichen, noch gering. Von konjunktureller Seite sollten vor allem der Konsumentenpreisindex, die Industrieproduktion und das Verbrauchervertrauen aus den USA sowie die Auftragseingänge der Industrie in der Eurozone das Marktgeschehen beeinflussen. Mit einigen negativen Impulsen von Seiten der Unternehmens- und Wirtschaftsdaten rechnen wir auf Wochenfrist mit mehrheitlich leicht sinkenden Kursen an den Aktienmärkten.
Quelle: www.volksbank.com