Schweizer Franken wieder deutlich unterhalb der Höchststände
Laut Analyse der Erste Group quotiert der Schweizer Franken wieder deutlich abseits der Höchststände von Mitte Oktober. Wieweit die EURCHF Swaps der SNB/EZB dazu beigetragen haben, kann sich erst ab Jänner weisen, da diese dann eventuell nicht mehr angeboten werden.
Bezüglich der überraschenden Zinssenkung hat Präsident Roth in einem Vortrag an einer Journalistenkonferenz in Bern eine Erklärung abgegeben. Er meinte, dass in akuten Krisenzeiten die Transparenz der Geldpolitik der Finanzstabilität gegenüberstehe, und erstere manchmal zugunsten von letzterer geopfert werden müsse. Er erwähnte, dass dank des Überraschungseffektes der letzten Zinssenkung (um 1%) der 3M-Libor innerhalb eines Tages um 0,6% zurückgegangen sei, was bei
vorhersehbaren Aktionen momentan nicht möglich gewesen wäre.
Für die Zukunft bedeutet dies, dass man zwar das längerfristige Niveau gut schätzen kann, weniger aber den genauen Zeitpunkt der Schritte. Wir denken, dass die Bedenken der SNB bezüglich der Konjunktur anhalten werden und diese das Zinsniveau noch weiter bis auf 0,5% senken wird - eine darüber hinausgehende Absenkung scheint unwahrscheinlicher, ist aber aus momentaner Sicht nicht auszuschließen.
Auf Zinssenkungen der EZB sollte der EURCHF Wechselkurs wenig reagieren, da diese erwartet werden - der letzte Schritt der EZB zum Beispiel hatte keinerlei Einfluss auf den Wechselkurs.
Für die nähere Zukunft ist unserer Ansicht nach eine neuerliche Befestigung des Schweizer Franken nicht auszuschließen, da die definitive Entwarnung bezüglich der Finanzmarktkrise noch nicht gegeben werden kann. Wenn diese sich aber endgültig etwas entschärft, sollte EURCHF zwar unter den Niveaus im Sommer (1,60), aber über denjenigen von Mitte Oktober (bei 1,45) sein.
Quelle: Erste Group
Bezüglich der überraschenden Zinssenkung hat Präsident Roth in einem Vortrag an einer Journalistenkonferenz in Bern eine Erklärung abgegeben. Er meinte, dass in akuten Krisenzeiten die Transparenz der Geldpolitik der Finanzstabilität gegenüberstehe, und erstere manchmal zugunsten von letzterer geopfert werden müsse. Er erwähnte, dass dank des Überraschungseffektes der letzten Zinssenkung (um 1%) der 3M-Libor innerhalb eines Tages um 0,6% zurückgegangen sei, was bei
vorhersehbaren Aktionen momentan nicht möglich gewesen wäre.
Für die Zukunft bedeutet dies, dass man zwar das längerfristige Niveau gut schätzen kann, weniger aber den genauen Zeitpunkt der Schritte. Wir denken, dass die Bedenken der SNB bezüglich der Konjunktur anhalten werden und diese das Zinsniveau noch weiter bis auf 0,5% senken wird - eine darüber hinausgehende Absenkung scheint unwahrscheinlicher, ist aber aus momentaner Sicht nicht auszuschließen.
Auf Zinssenkungen der EZB sollte der EURCHF Wechselkurs wenig reagieren, da diese erwartet werden - der letzte Schritt der EZB zum Beispiel hatte keinerlei Einfluss auf den Wechselkurs.
Für die nähere Zukunft ist unserer Ansicht nach eine neuerliche Befestigung des Schweizer Franken nicht auszuschließen, da die definitive Entwarnung bezüglich der Finanzmarktkrise noch nicht gegeben werden kann. Wenn diese sich aber endgültig etwas entschärft, sollte EURCHF zwar unter den Niveaus im Sommer (1,60), aber über denjenigen von Mitte Oktober (bei 1,45) sein.
Quelle: Erste Group
