Erneuter Zinsschritt der Fed
Die Senkung des Notenbankzinses um 25 Basispunkte entsprach den Erwartungen. Die US-Notenbank schaetzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Schwaeche im Immobiliensektor die Wachstumsperspektiven der US-Wirtschaft offensichtlich als eher gedaempft ein. Wir teilen diese Einschaetzung. Diese Erwartung ist realistisch.
Staerke und Dauer des Abschwungs beim Wohnungsbau duerften am Arbeitsmarkt und in anderen Sektoren der Realwirtschaft, vor allem dem privaten Konsum, Wirkung haben, wenn auch mit einiger Verzoegerung. Andererseits zeigt die Begrenzung der Zinsanpassung auf 25 Basispunkte, dass die Notenbank das Risiko einer Rezession in den USA nach wie vor als relativ gering ansieht.
Mit dem letzten grossen Zinsschritt wollte die Fed sich wohl auch Bewegungsfreiheit verschaffen. Die Erwartungshaltung an den Finanzmaerkten im Vorfeld der jetzigen Zinsentscheidung zeigt, dass dies nicht gelungen ist. In Anbetracht der schwaecheren Wachstumsperspektiven sieht die Fed aber offenbar keine grundlegenden Inflationsgefahren, die einer begrenzten Absenkung des Zinsniveaus entgegenstehen wuerden.
Mit dem neuerlichen Zinsschritt seitens der Fed verschieben sich die Zinsdifferenzen zwischen Dollar- und Euro-Anlagen weiter zugunsten der europaeischen Waehrung. Das duerfte den Aussenwert des Euro zusaetzlich auf einem fundamental ueberhoehten Niveau halten.
Die EZB muss gleichwohl der Fed nicht folgen; denn die Wachstumsperspektiven im Euro-Raum sind trotz des hohen Euro-Kurses recht positiv, und aehnliche Entwicklungen wie am US-Hypothekenmarkt sind nicht abzusehen. Ausserdem liegt die Inflationsrate ueber der Zielvorgabe der Notenbank. Die aktuelle Preissituation im Euro-Raum ist auf der anderen Seite aber auch kein zwingender Grund fuer die EZB, ihre Leitzinsen jetzt anzuheben. Denn die Inflationsaussichten fuer das Jahr 2008 sind nach wie vor gedaempft, und die Verspannungen am Geldmarkt sowie der Anstieg des Eurokurses haben schon zu einer Straffung der Finanzierungsbedingungen gefuehrt. Auch vor dem Hintergrund der noch nicht bewaeltigten Finanzmarktturbulenzen sollte die EZB wachsam bleiben und die weitere Entwicklung in Ruhe beobachten.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken
Staerke und Dauer des Abschwungs beim Wohnungsbau duerften am Arbeitsmarkt und in anderen Sektoren der Realwirtschaft, vor allem dem privaten Konsum, Wirkung haben, wenn auch mit einiger Verzoegerung. Andererseits zeigt die Begrenzung der Zinsanpassung auf 25 Basispunkte, dass die Notenbank das Risiko einer Rezession in den USA nach wie vor als relativ gering ansieht.
Mit dem letzten grossen Zinsschritt wollte die Fed sich wohl auch Bewegungsfreiheit verschaffen. Die Erwartungshaltung an den Finanzmaerkten im Vorfeld der jetzigen Zinsentscheidung zeigt, dass dies nicht gelungen ist. In Anbetracht der schwaecheren Wachstumsperspektiven sieht die Fed aber offenbar keine grundlegenden Inflationsgefahren, die einer begrenzten Absenkung des Zinsniveaus entgegenstehen wuerden.
Mit dem neuerlichen Zinsschritt seitens der Fed verschieben sich die Zinsdifferenzen zwischen Dollar- und Euro-Anlagen weiter zugunsten der europaeischen Waehrung. Das duerfte den Aussenwert des Euro zusaetzlich auf einem fundamental ueberhoehten Niveau halten.
Die EZB muss gleichwohl der Fed nicht folgen; denn die Wachstumsperspektiven im Euro-Raum sind trotz des hohen Euro-Kurses recht positiv, und aehnliche Entwicklungen wie am US-Hypothekenmarkt sind nicht abzusehen. Ausserdem liegt die Inflationsrate ueber der Zielvorgabe der Notenbank. Die aktuelle Preissituation im Euro-Raum ist auf der anderen Seite aber auch kein zwingender Grund fuer die EZB, ihre Leitzinsen jetzt anzuheben. Denn die Inflationsaussichten fuer das Jahr 2008 sind nach wie vor gedaempft, und die Verspannungen am Geldmarkt sowie der Anstieg des Eurokurses haben schon zu einer Straffung der Finanzierungsbedingungen gefuehrt. Auch vor dem Hintergrund der noch nicht bewaeltigten Finanzmarktturbulenzen sollte die EZB wachsam bleiben und die weitere Entwicklung in Ruhe beobachten.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken