Jetzt noch Zinsen sichern?
Grundsätzlich sind die Zinsen in Deutschland momentan besonders im langfristigen Bereich auf einem relativ niedrigen Niveau. Auch wenn die Europäische Zentralbank aufgrund der momentanen Finanzkrise die Zinsen gesenkt hat, ist dennoch eher von kurzfristig steigenden Spar- und Kreditzinse auszugehen.
Wenn man als Kreditnehmer grundsätzlich über eine Umschuldung nachdenkt, ist sicherlich gerade in der jetzigen Situation ein günstiger Zeitpunkt dazu.
Eine Umschuldung ist immer dann sinnvoll, wenn man im Rahmen eines bestehenden Darlehens (zumeist Hypothekendarlehen mit Zinsfestschreibung), einen vergleichsweise hohen Kreditzinssatz zu zahlen hat.
Da das Zinsniveau des bestehenden Kredites sicherlich oftmals zum Teil deutlich höher ist, als das jetzige Zinsniveau am Markt, kann der Kreditnehmer durch eine Umschuldung die Kreditbelastung durch geringere Zinsen reduzieren.
Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass man sich natürlich dennoch an den bestehenden Vertrag halten muss. Eine Umschuldung ist daher immer nur mit Zustimmung der kreditgebenden Bank möglich. Ob sich die Umschuldung lohnt, muss natürlich jeder Kunde für sich selber ausrechnen, aber vom Grundsatz her ist momentan sicherlich der richtige Zeitpunkt, unter bestimmten Bedingungen eine Umschuldung vorzunehmen. Wenn die Zinsen wieder steigen, kann es dazu schon zu spät sein, weil sich eine Umschuldung dann nicht mehr lohnt.
Welche Einsparungen können durch Umschuldungen erreicht werden ?
Der Sinn und Zweck fast jeder Umschuldung ist es, die bisher zu zahlenden Kreditzinsen zu reduzieren und sich somit aktuell günstigere Zinsen zu sichern, bevor die Zinsen am Markt wieder ansteigen.
Wer zum richtigen Zeitpunkt eine Umschuldung vornimmt, kann dadurch sicherlich eine Menge einsparen. Wenn man beispielsweise zur Zeit ein Hypothekendarlehen über 100.000 Euro mit einem Zinssatz von acht Prozent pro Jahr in Anspruch nimmt, kann durch eine Umschuldung und einen neuen Zinssatz von beispielsweise sechs Prozent im Jahr bereits ein Betrag von 2.000 Euro eingespart werden, welchen man weniger an Zinsen zahlen muss.
Allerdings muss die Bank immer zustimmen, da die Zinsen vertraglich festgelegt sind. Oftmals berechnen die Kreditinstitute bei einer vorzeitigen Darlehensablösung im Rahmen der Umschuldung eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese stellt eine Art Zinsausgleich dar, der den entgangenen höheren Zinssatz für die Bank auffangen soll. Durch geschicktes Verhandeln mit dem Berater kann der Kunde allerdings oftmals diese Vorfälligkeitsentschädigung reduzieren.
