Grosse Immo-Fusion rückt näher
Parallel zum Start der Hauptversammlung der Immofinanz um 11 Uhr, in welcher die Aktionäre die Übernahme der Immoaktivitäten der Constantia Privatbank und die Integration des Managements absegnen sollen, bestätigt Karl Petrikovics (im Bild), Chef von Immofinanz und Immoeast, via Bloomberg Television Überlegungen, die beiden Konzerne zu fusionieren. Der Börse Express berichtete bereits Anfang Juli, dass die Integration des Managements bei Immofinanz und Immoeast voraussichtlich nicht das Ende der Neustrukturierungen der Gruppe sei und eine Fusion Fantasie böte. Zeithorizont Jahresende? Dieser Schritt könnte sogar bereits zum Jahresende über die Bühne gehen. "Eine Fusion der beiden Unternehmen ist eine Möglichkeit", so Petrikovics gegenüber Bloomberg Television. "Der erste Schritt ist die Akquisition der Immobilienaktivitäten der Constantia Privatbank."
Immofinanz und Immoeast investieren 440 Mio. Euro in den Kauf der Constantia- Immobiliensparte. Davon entfallen 365 Mio. Euro auf die Managementverträge. "Eine Fusion würde Sinn machen. Nichtsdestotrotz verfügt die Immofinanz aber nicht über das Cash, Immoeast zu kaufen", so Alexander Hodosi, Immobilienanalyst bei Unicredit (CA IB).
Marktteilnehmer gehen daher auch davon aus, dass angesichts der relativ hohen Leverage der Immofinanz und der schwierigen Refinanzierungsbedingungen die Bezahlung der Immoeast-Aktionäre in Immofinanz-Aktien erfolgen könnte. Die Immofinanz hat in den vergangenen Monaten Aktien der Immoeast über die Börse aufgekauft und hält aktuell bei 54,6%. Die letzten Zukäufe erfolgten laut Directors Dealings Datenbank am 9. Mai dieses Jahres.
Da die Immofinanz bereits über die kontrollierende Mehrheit an der Immoeast verfügt, wäre sie in puncto Angebotspreis nicht an die Vorschriften des Übernahmegesetzes gebunden, wonach ein Angebot die höchste, innerhalb der letzten zwölf Monate vor Anzeige gewährte Gegenleistung nicht unterschreiten darf. "Dieser Weg wäre besonders attraktiv für die Immofinanz, weil das Unternehmen damit die Verschuldung verringern und einen Deleverage-Effekt erzielen kann", bezeichnete Kempen-Analystin Ljudmila Popova dies bereits Anfang Juli als wahrscheinliches Szenario.
In den Hauptversammlungen wäre für eine Fusion eine Zustimmung von drei Viertel des Kapitals notwendig. Auch das wäre somit kein Problem, zumal zwischen 5% und 10% der Immoeast-Aktien auf Kundendepots der Constantia Privatbank liegen dürften. Diese Aktionäre würden wohl auch nach einer Trennung von Bank und Immogesellschaften tendenziell für die Pläne der Immofinanz stimmen.
"Die Immofinanz würde von einer Fusion profitieren, für die Immoeast sehe ich keinen speziellen Vorteil", kommentiert RCB-Analyst Roman Herzog die Pläne in einer ersten Reaktion.
Quelle: www.boerse-express.com
Immofinanz und Immoeast investieren 440 Mio. Euro in den Kauf der Constantia- Immobiliensparte. Davon entfallen 365 Mio. Euro auf die Managementverträge. "Eine Fusion würde Sinn machen. Nichtsdestotrotz verfügt die Immofinanz aber nicht über das Cash, Immoeast zu kaufen", so Alexander Hodosi, Immobilienanalyst bei Unicredit (CA IB).
Marktteilnehmer gehen daher auch davon aus, dass angesichts der relativ hohen Leverage der Immofinanz und der schwierigen Refinanzierungsbedingungen die Bezahlung der Immoeast-Aktionäre in Immofinanz-Aktien erfolgen könnte. Die Immofinanz hat in den vergangenen Monaten Aktien der Immoeast über die Börse aufgekauft und hält aktuell bei 54,6%. Die letzten Zukäufe erfolgten laut Directors Dealings Datenbank am 9. Mai dieses Jahres.
Da die Immofinanz bereits über die kontrollierende Mehrheit an der Immoeast verfügt, wäre sie in puncto Angebotspreis nicht an die Vorschriften des Übernahmegesetzes gebunden, wonach ein Angebot die höchste, innerhalb der letzten zwölf Monate vor Anzeige gewährte Gegenleistung nicht unterschreiten darf. "Dieser Weg wäre besonders attraktiv für die Immofinanz, weil das Unternehmen damit die Verschuldung verringern und einen Deleverage-Effekt erzielen kann", bezeichnete Kempen-Analystin Ljudmila Popova dies bereits Anfang Juli als wahrscheinliches Szenario.
In den Hauptversammlungen wäre für eine Fusion eine Zustimmung von drei Viertel des Kapitals notwendig. Auch das wäre somit kein Problem, zumal zwischen 5% und 10% der Immoeast-Aktien auf Kundendepots der Constantia Privatbank liegen dürften. Diese Aktionäre würden wohl auch nach einer Trennung von Bank und Immogesellschaften tendenziell für die Pläne der Immofinanz stimmen.
"Die Immofinanz würde von einer Fusion profitieren, für die Immoeast sehe ich keinen speziellen Vorteil", kommentiert RCB-Analyst Roman Herzog die Pläne in einer ersten Reaktion.
Quelle: www.boerse-express.com



