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MEL soll künftig Dividenden zahlen


Allzutief lassen sich Chaim Katzman, Chairman der in Tel Aviv börsenotierten Gazit Globe, und Shanti Sen von CPI (im Bild links) noch nicht in die Karten blicken: Man habe nicht vor ein Übernahmeangebot für Meinl European Land zu legen, auch wolle man den Immobilienkonzern nicht zerschlagen, sagten die künftigen Grossaktionäre bei einer Pressekonferenz in Wien. Da MEL seinen Firmensitz nicht in Österreich hat, greift das Übernahmegesetz in diesem Fall ohnehin nicht, da es auf Firmen mit Sitz im Inland beschränkt ist. Der Sitz in Jersey soll vorerst auch beibehalten werden, heisst es von CPI/Gazit.

Newswert hat die Ankündigung, dass MEL künftig Dividenden ausschütten soll und dass diese schrittweise erhöht werden könnten. Ein genauer Zeitpunkt für die Aufnahme der Dividendenzahlungen wurde aber nicht genannt. Für potenzielle Schadenersatzklagen von Anlegern sorge Meinl European Land zudem vor, hiess es.

Zur Frage, wann die Partly Paid Shares eingezogen werden, gab es wenig Aufschlussreiches. Sobald Gazit/CPI Hauptaktionär bei MEL ist, werde es keine PPS mehr geben, sagte Katzman weiter. Somit ist die Wahrscheinlichkeit nach wie vor hoch, dass die PPS bei der Hauptversammlung im Mai stimmberechtigt sind.

Über den Net Asset Value der MEL habe man sich zudem noch nie Gedanken gemacht und könne ihn auch nicht nennen. Einzig wichtige Kennzahl sei der Cash Flow, erklären die künftigen Grossaktionäre ihre Ausrichtung.

Die Ratingagenturen dürften mit dem Umfang derartiger Ankündigungen wohl kaum zufrieden sein. Die ersten Reaktionen lassen erkennen, dass noch einige Punkte zu klären sind, bevor Meinl European Land wieder mit einem Upgrade aus dem Junk-Bereich rechnen kann. Und das ist ja eines der erklärten Ziele, das durch den Einstieg und die Kapitalspritze von CPI/Gazit erreicht werden soll.

Die Fitch-Analysten bleiben auf "Rating Watch Negativ" für MEL, wollen die Angelegenheit aber binnen drei Monaten klären. Dazu sind aber nicht nur detaillierte Infos über die neuen Eigentümer und das neue Management erforderlich, sondern auch über die künftige Finanzierungsstruktur, die Inanspruchnahme von Fremdkapital sowie über die Cash-Vorräte und bei welchen Banken diese liegen, heisst es bei Fitch. Weiters interessieren natürlich die künftige Dividendenpolitik und Details bzgl. der weiteren Umsetzung der Projektpipeline.

S&P-Analyst Andreas Kindahl weist zudem darauf hin, dass die Entwicklungen am Immobilienmarkt und bei der Refinanzierung es schwieriger machen, die mit einem höheren Risiko versehene Geschäftsstrategie von MEL erfolgreich umzusetzen.

Quelle: www.boerse-express.com




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