Immoinvestments fernab von Börse und hoher Volatilität
Immobilien unterliegen in Wert und Ertrag weitaus geringeren Schwankungen als andere Veranlagungsformen - von diesem Grundsatz merkten freilich Anleger in Immobilien-Aktien in den vergangenen Monaten nichts. Vor fast genau einem Jahr - im März/April des Vorjahres - hat der Immobilien-ATX sein bisheriges Hoch markiert, die österreichischen Immoaktien notierten teils 30% oder sogar mehr über ihrem erwarteten Net Asset Value (NAV). Zog man den zuletzt ermittelten NAV heran, waren die Aufschläge noch um einiges höher.
Mittlerweile hat sich das Bild geändert: Subprime- und Liquiditätskrise zeigten ihre Auswirkungen, die Region Osteuropa, bevorzugte Region etlicher österreichischer Immos, wurde mit einem höheren Risikoaufschlag versehen. Die Anleger mussten sich folglich daran gewöhnen, dass die Immotitel mit zweistelligen Abschlägen zum NAV gehandelt werden. Und auch wenn es an Kaufempfehlungen für die meisten Immotitel nicht mangelt, wird es einige Zeit dauern, bis die Lücke zu den Kurszielen geschlossen werden kann.
Die zur Erste Bank zählende Erste-Sparinvest hat nun ein Produkt entworfen, mit dem sie Anleger für die Assetklasse Immobilien gewinnen will. Das Schlagwort dabei lautet: Geringere Volatilität und damit geringeres Risiko als Immoaktien und keine Abhängigkeit von einer Bewertung durch die Börse. Hinter dieser Umschreibung versteckt sich die neu gegründete Erste Immobilien KAG, die am 25. März ihren ersten Fonds nach dem Immobilieninvestmentfondsgesetz zur Zeichnung auf. Beim Erste Immobilienfonds handelt es sich um einen offenen Publikumsfonds, der direkt in Immobilien investiert und nicht in Immobilienaktien.
"Im Gegensatz zu Immobilienaktien wird der Preis bei offenen Fonds nicht an der Börse gebildet, sondern spiegelt den Wert der erworbenen Objekte wider", erklärt Peter Karl, Geschäftsführer der Erste Immobilien KAG (im Bild rechts, neben Peter Tichatschek von der Immorent und Franz Gschiegl von der Sparinvest). Folglich kann es keine Bewertungsabschläge zum NAV geben, der Rechenwert entspricht dem NAV. Der Fonds unterliegt zudem gesetzlich vorgeschriebenen Anlagevorschriften: Nach vier Jahren müssen mindestens zehn Immobilien im Fonds enthalten sein. Kein Objekt darf bei der Anschaffung den Anteil von 20% am Fondsvermögen übersteigen.
Der Immobilienfonds will sich auf bereits entwickelte Immobilien im Wohnbereich und auf Gewerbeflächen konzentrieren. Die Ertragserwartung liegt zwischen 4% und 5% pro Jahr.
Aktuell setzt sich der Gesellschafterkreis der Immobilien KAG aus Sparinvest, Immorent und sImmo zusammen. Als weitere Gesellschafter stehen die sBausparkasse und die Vienna Insurance Group (Wiener Städtische) bereits in den Startlöchern. Damit wird die Palette an Kooperationen zwischen Erste Bank und Wiener Städtische um ein weiteres Puzzle-Steinchen erweitert.
Quelle: www.boerse-express.com
Mittlerweile hat sich das Bild geändert: Subprime- und Liquiditätskrise zeigten ihre Auswirkungen, die Region Osteuropa, bevorzugte Region etlicher österreichischer Immos, wurde mit einem höheren Risikoaufschlag versehen. Die Anleger mussten sich folglich daran gewöhnen, dass die Immotitel mit zweistelligen Abschlägen zum NAV gehandelt werden. Und auch wenn es an Kaufempfehlungen für die meisten Immotitel nicht mangelt, wird es einige Zeit dauern, bis die Lücke zu den Kurszielen geschlossen werden kann.
Die zur Erste Bank zählende Erste-Sparinvest hat nun ein Produkt entworfen, mit dem sie Anleger für die Assetklasse Immobilien gewinnen will. Das Schlagwort dabei lautet: Geringere Volatilität und damit geringeres Risiko als Immoaktien und keine Abhängigkeit von einer Bewertung durch die Börse. Hinter dieser Umschreibung versteckt sich die neu gegründete Erste Immobilien KAG, die am 25. März ihren ersten Fonds nach dem Immobilieninvestmentfondsgesetz zur Zeichnung auf. Beim Erste Immobilienfonds handelt es sich um einen offenen Publikumsfonds, der direkt in Immobilien investiert und nicht in Immobilienaktien.
"Im Gegensatz zu Immobilienaktien wird der Preis bei offenen Fonds nicht an der Börse gebildet, sondern spiegelt den Wert der erworbenen Objekte wider", erklärt Peter Karl, Geschäftsführer der Erste Immobilien KAG (im Bild rechts, neben Peter Tichatschek von der Immorent und Franz Gschiegl von der Sparinvest). Folglich kann es keine Bewertungsabschläge zum NAV geben, der Rechenwert entspricht dem NAV. Der Fonds unterliegt zudem gesetzlich vorgeschriebenen Anlagevorschriften: Nach vier Jahren müssen mindestens zehn Immobilien im Fonds enthalten sein. Kein Objekt darf bei der Anschaffung den Anteil von 20% am Fondsvermögen übersteigen.
Der Immobilienfonds will sich auf bereits entwickelte Immobilien im Wohnbereich und auf Gewerbeflächen konzentrieren. Die Ertragserwartung liegt zwischen 4% und 5% pro Jahr.
Aktuell setzt sich der Gesellschafterkreis der Immobilien KAG aus Sparinvest, Immorent und sImmo zusammen. Als weitere Gesellschafter stehen die sBausparkasse und die Vienna Insurance Group (Wiener Städtische) bereits in den Startlöchern. Damit wird die Palette an Kooperationen zwischen Erste Bank und Wiener Städtische um ein weiteres Puzzle-Steinchen erweitert.
Quelle: www.boerse-express.com



