Immobilien als Geldanlage
Die private Altersvorsorge wird immer wichtiger. Nicht wenige Menschen kommen da auf die Idee, Immobilien als Geldanlage auch für die Altersvorsorge zu nutzen. Die Vorteile dieser Idee liegen auf der Hand: Zum Einen ist es dem Besitzer der Immobilie später einmal möglich, mietfrei zu wohnen. Das kann zu einer enormen Kostenersparnis werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kredit mit Eintritt in das Rentenalter getilgt wurde, falls die Immobilie über einen solchen finanziert wurde. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Umbaumaßnahmen, die vielleicht später einmal nötig werden, ohne Rücksprache mit dem Eigentümer, wie dies bei einer Mietwohnung der Fall wäre, möglich sind. Doch es gibt natürlich auch einige Nachteile dabei: Es ist bei Weitem nicht damit getan, den Kredit abzubezahlen oder die Immobilie auf andere Art und Weise zu finanzieren. Regelmäßig fallen weitere Kosten an, die für Modernisierungs- und Erhaltungsmaßnahmen nötig werden.
Diese Kosten sollten von Vornherein bedacht werden, denn zum Beispiel die Erneuerung sanitärer Einrichtungen oder der Heizungsanlage kann bis zu 25.000 Euro verschlingen. Das Dach eines Hauses muss ebenfalls später erneuert werden, der Turnus liegt hier bei etwa 30 Jahren. Es wird davon ausgegangen, dass der Eigentümer einer Immobilie pro Jahr rund ein Prozent des Kaufwertes als Rücklage anlegen sollte, um davon die eben genannten Maßnahmen finanzieren zu können. Bei einer Immobilie im Wert von 200.000 Euro macht das immerhin 2000 Euro pro Jahr aus.
Immobilien können aber nicht nur als Altersvorsorge im Sinne einer Geldanlage genutzt werden. Eine andere Möglichkeit ist, eine Immobilie zu erwerben und diese zu vermieten. Durch die regelmäßigen Mieteinnahmen können die anfallenden Kosten gedeckt werden und der Besitzer kann später immer noch entscheiden, ob er die Wohnung oder das Haus selbst nutzen möchte. Doch auch hier gibt es natürlich einige Punkte zu bedenken. Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sind ebenfalls in regelmäßigen Abständen durchzuführen, das Geld dafür sollte aus den Mieteinnahmen stammen. Daher muss die Miete entsprechend hoch angelegt sein. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Miete den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss, das heißt, in einer Wohngegend, in der eher weniger wohlhabende Menschen wohnen, kann eben keine so hohe Miete verlangt werden, wie im Zentrum einer großen Stadt. Hier liegt auch ein weiterer wichtiger Punkt: in einer guten Wohnlage ist es leichter, eine Immobilie wieder zu veräußern, als in einer Wohnlage, die zwar traumhaft und idyllisch ist, infrastrukturell aber stark benachteiligt ist. Hier kann es rasch passieren, dass der Besitzer bei einem Verkauf der Immobilie bei Weitem nicht den Wert erzielt, den er sich erhofft hat und den das Haus oder die Wohnung in einer anderen Wohnlage hätten.
Die Möglichkeit, eine Immobilie selbst zu nutzen und beispielsweise eine Einliegerwohnung zu vermieten, ist eine weitere Chance zur Geldanlage. Hier kann die Ersparnis einer Miete mit den eigenen Mieteinnahmen kombiniert werden.


