Hausnebenkosten senken - mit der richtigen Heizung
Der mitunter größte Prozentsatz von Nebenkosten bei Häusern geht auf die entstandenen Heizkosten zurück. Deshalb ist es für jeden Hausbesitzer unablässig, seine Heizung jedes Jahr warten zu lassen, um den Zustand der Heizungsanlage einschätzen zu können. Hat diese den Leistungszenit überschritten oder ist durch die Überschreitung der Emissionsgrenzen unhaltbar geworden, muss das Heizungssystem modernisiert werden. Grundsätzlich kann man zwischen zweierlei Heiztypen unterscheiden:
1. Heizungssysteme mit nicht fossilen Brennstoffen
2. Heizungssysteme mit fossilen Brennstoffen
a. Solaranlage a. Ölheizung
b. Erdwärme b. Gasheizung
c. Holzpellets
d. Holzheizung
2. Heizungssysteme mit fossilen Brennstoffen
a. Solaranlage a. Ölheizung
b. Erdwärme b. Gasheizung
c. Holzpellets
d. Holzheizung
1.Heizungssysteme mit nicht fossilen Brennstoffen
Die Angebotspalette von Heizungen mit nicht fossilen Brennstoffen wird immer größer, da fossile Brennstoffe zunehmend knapp und damit immer teurer werden, hat mittlerweile auch die Industrie in der Herstellung von umweltschonenden Heizverfahren eine Einnahmequelle erschlossen, was die stetige Forschung und Entwicklung hin zu effizienteren und zugleich umweltschonenden Heizungssystemen zur Folge hat, so dass keiner bei dem Einschalten der Heizung oder bei dem genießen eines heißen Bades ein schlechtes Gewissen bekommen muss.
a. Die Solarheizung
Bei dem Aufbau einer Solaranlage werden Kollektoren auf dem Dach angebracht, so dass diese besonders lange beschienen werden. Eine Solaranlage ist allerdings kaum ausreichend, um sowohl für Heizungswärme als auch die Warmwasseraufbereitung zu erbringen. Während der Bedarf an Energie im Winter am größten und im Sommer am geringsten ist, verhält sich die Leistungskurve der Solarkollektoren genau umgekehrt. Um diesen Bedarf trotzdem abzudecken, muss man als Hausbesitzer die richtige Kollektorgröße wählen. Diese ist sehr wichtig, da im Sommer eventuell bei zu kleiner Fläche Wärmeüberschüsse entstehen können, die ungenutzt verstreichen oder ein großes Speichervolumen benötigt wird, während der Wirkungsgrad bei zu großer Fläche äußerst niedrig ist, da die Auslastung im Winter fehlt. Um die Leistung der Heizanlage zu erhöhen, sollte das Gebäude gut gedämmt sein und das Warmwassersystem von dem Heizungssystem getrennt werden, da die Solarheizung zwar nicht ausreicht um den Komplettbedarf abzudecken, dafür aber circa 50-70% des Warmwasserbedarfes.
In der Anschaffung ist ein Solarsystem zunächst zwar relativ teuer, da neben den Sonnenkollektoren auch ein Steuerungssystem gekauft werden muss. Da die Solarheizung aber durch die Bundesregierung und eventuell auch durch die einzelnen Kommunen, Länder und Energieversorgungsunternehmen gefördert wird, sollte die Rentabilität für jede Anlage in Zusammenarbeit mit einem Fachmann hinsichtlich deren Rentabilität durchgerechnet werden.
In der Anschaffung ist ein Solarsystem zunächst zwar relativ teuer, da neben den Sonnenkollektoren auch ein Steuerungssystem gekauft werden muss. Da die Solarheizung aber durch die Bundesregierung und eventuell auch durch die einzelnen Kommunen, Länder und Energieversorgungsunternehmen gefördert wird, sollte die Rentabilität für jede Anlage in Zusammenarbeit mit einem Fachmann hinsichtlich deren Rentabilität durchgerechnet werden.
b. Die Erdwärmeheizung
Die Heizung mit Erdwärme zu betreiben ist ein sehr 'junges' Verfahren. Hierbei wird durch eine Tiefenbohrung zugängliche Erdwärme in Energie umgewandelt und in das Heizungssystem des Hauses eingespeist. Leider ist eine Tiefenbohrung auch noch relativ teuer und als einziger Teil der Anschaffungskosten einer Erdwärmeheizung meist nicht durch Zuschüsse gestützt. Auch die Gesamtleistung einer Erdwärmepumpe ist nur begrenzt und reicht für schnelles Aufheizen eines Raumes und der Warmwasseraufbereitung meist nicht aus, deshalb sollte hier ebenfalls eine Kombination mit einem anderen Heizsystem in Betracht gezogen werden.
c. Holzpelletsheizung
Bei Holzpelletsheizungen kann man zweierlei Typen unterscheiden. Zum einen kleine Einzelöfen, die beispielsweise ähnlich einem Kamin aufgestellt werden können und 6-8kW produzieren und zum anderen Zentralheizungssysteme, welche mehr als 8Kw Leistung erzeugen. Beide haben einen speziellen Pelletbrenner integriert, während bei der Zentralheizung die Zufuhr der Holzpellets je nach Bedarf durch eine Transportschnecke und einer abschüssigen Fußbodenkonstruktion erfolgt. Die Holzpellets können entweder in einem separaten Vorratsraum, speziellen Gewebe- oder Silobehältern oder in einem angrenzenden Kellerraum gelagert werden. Bezüglich des technischen Aufbaues und der geltenden gesetzlichen Vorgaben muss vor der Anschaffung auf jeden Fall auch ein Fachmann konsultiert werden. Neben den eigentlichen Anschaffungskosten für die Zentralheizung und die Fördertechnik, sollten auch die Kosten für die jeweilige Lagerung, die Montage, den Schornsteinumbau, insofern notwendig und die zusätzliche Wartung mit in die Kostenrechnung einbezogen werden. Aber die Holzpelletsheizung hat natürlich auch einige Vorteile, so kann diese auf Bundesebene und durch die KfW gefördert werden und die Beschaffungspreise für Holzpellets sind absolut unabhängig von dem Öl- und Gaspreis, da der Rohstoff Holz besonders in Deutschland tendenziell immer günstiger wird. Außerdem bleibt das gute Gefühl mit einem nachwachsenden und heimischen Rohstoff nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt etwas Gutes zu tun.



