Praktische Auswirkungen des Delta
Das Delta definiert nicht nur Preisveränderung des Optionsscheines bei einer Änderung des Basiswertkurses. Die genauere Betrachtung des Delta kann wesentliche Aufschlüsse über den für eine Veranlagung ins Auge gefassten Optionsscheines geben.
Das Delta kann niemals größer als plus 1 (Calls) oder kleiner als minus 1(Puts) sein. Das bedeutet, dass sich der Preis eines Optionsscheine in absoluten Zahlen niemals mehr als jener des Basiswertes verändern kann.
Steigt also eine Aktie um 3 Euro, dann kann der Optionsschein unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnis niemals um 4 Euro zulegen, da er ja dann ein höheres Delta als +1 haben müsste. Der maximal mögliche Kursanstieg eines Optionsscheines beträgt in diesem Fall 3 Euro.
Anhand der folgenden beiden Beispiele lässt sich die Rolle des Delta bei der Optionspreisbildung gut erklären:
Optionsschein im Geld:
Call auf die Invest AG Aktie mit Strike 80 Euro, aktueller Kurs der Aktie 92 Euro, Preis des Optionsscheines 14,6 Euro, 6 Monate Restlaufzeit Delta +0,90; der Optionsschein befindet sich also tief im Geld. Wenn die Aktie nun von 92 auf 95 Euro steigt, beträgt der Kursgewinn 3,26%. Dieser Anstieg ist natürlich wesentlich geringer, als die Wertsteigerung des Optionsscheines auf diese Aktie, der sich von 14,60 Euro auf etwa 17,40 Euro steigern würde, was einem prozentuellen Gewinn von immerhin 19,1% entspricht. Mit Optionsscheinen, die sich fast genauso stark wie der Basiswert bewegen, sind demnach viel höhere prozentuelle Gewinne als mit einer Direktveranlagung im Basiswert zu erzielen, da der Optionsschein ja nur einen Bruchteil der Aktie kostet
Optionsschein aus dem Geld:
Bei einem Call-Optionsschein mit Delta +0,24, der sich weit aus dem Geld befindet, stellt sich die Situation etwas anders dar. Der Optionsschein macht also nur 24% der Kursbewegung des Basiswertes mit. Derartig weit aus dem Geld befindliche Optionsscheine sehen optisch oftmals sehr "billig" aus.
Der Optionsschein auf die Invest AG Aktie, mit Strike 80 Euro, Laufzeit 6 Monate, verfügt beim Aktienkurs von 70 Euro über einen Preis von 3,01 Euro. Steigt der Aktienkurs nun von 70 auf 73 Euro, also um 4,2%, dann erhöht sich der Wert des Optionsscheines von 3,01 auf etwa 4,10 Euro, was einer stolzen Kurssteigerung von 32% entspricht.
Wer diese Beispiele mit dem Taschenrechner nachrechnet wird allerdings festestellen dass die effektiven Kurse etwas höher als mit dem vorgegeben Delta errechnet. Der Grund liegt darin. dass das Delta ja keine statische Größe ist, sondern einer permanenten Veränderung unterliegt, sobald sich der Preis des Basiswertes ändert. Wenn der Aktienkurs ansteigt vergrößert sich auch der Wert des Delta.
Quelle: www.hebelprodukte.de
Das Delta kann niemals größer als plus 1 (Calls) oder kleiner als minus 1(Puts) sein. Das bedeutet, dass sich der Preis eines Optionsscheine in absoluten Zahlen niemals mehr als jener des Basiswertes verändern kann.
Steigt also eine Aktie um 3 Euro, dann kann der Optionsschein unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnis niemals um 4 Euro zulegen, da er ja dann ein höheres Delta als +1 haben müsste. Der maximal mögliche Kursanstieg eines Optionsscheines beträgt in diesem Fall 3 Euro.
Anhand der folgenden beiden Beispiele lässt sich die Rolle des Delta bei der Optionspreisbildung gut erklären:
Optionsschein im Geld:
Call auf die Invest AG Aktie mit Strike 80 Euro, aktueller Kurs der Aktie 92 Euro, Preis des Optionsscheines 14,6 Euro, 6 Monate Restlaufzeit Delta +0,90; der Optionsschein befindet sich also tief im Geld. Wenn die Aktie nun von 92 auf 95 Euro steigt, beträgt der Kursgewinn 3,26%. Dieser Anstieg ist natürlich wesentlich geringer, als die Wertsteigerung des Optionsscheines auf diese Aktie, der sich von 14,60 Euro auf etwa 17,40 Euro steigern würde, was einem prozentuellen Gewinn von immerhin 19,1% entspricht. Mit Optionsscheinen, die sich fast genauso stark wie der Basiswert bewegen, sind demnach viel höhere prozentuelle Gewinne als mit einer Direktveranlagung im Basiswert zu erzielen, da der Optionsschein ja nur einen Bruchteil der Aktie kostet
Optionsschein aus dem Geld:
Bei einem Call-Optionsschein mit Delta +0,24, der sich weit aus dem Geld befindet, stellt sich die Situation etwas anders dar. Der Optionsschein macht also nur 24% der Kursbewegung des Basiswertes mit. Derartig weit aus dem Geld befindliche Optionsscheine sehen optisch oftmals sehr "billig" aus.
Der Optionsschein auf die Invest AG Aktie, mit Strike 80 Euro, Laufzeit 6 Monate, verfügt beim Aktienkurs von 70 Euro über einen Preis von 3,01 Euro. Steigt der Aktienkurs nun von 70 auf 73 Euro, also um 4,2%, dann erhöht sich der Wert des Optionsscheines von 3,01 auf etwa 4,10 Euro, was einer stolzen Kurssteigerung von 32% entspricht.
Wer diese Beispiele mit dem Taschenrechner nachrechnet wird allerdings festestellen dass die effektiven Kurse etwas höher als mit dem vorgegeben Delta errechnet. Der Grund liegt darin. dass das Delta ja keine statische Größe ist, sondern einer permanenten Veränderung unterliegt, sobald sich der Preis des Basiswertes ändert. Wenn der Aktienkurs ansteigt vergrößert sich auch der Wert des Delta.
Quelle: www.hebelprodukte.de


