Anz.

DDI: Anleger suchten im November Rohstoff-Hebel


Der Markt für Zertifikate und Hebelprodukte in Deutschland hat im November gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Um¬satzsteigerung verzeichnet. Gegenüber dem vergleichbaren Monat des Vorjahres nahm der Umsatz an den deutschen Bör¬sen um 32,4 Prozent auf 16,55 Mrd. Euro zu. Damit setzte sich der Aufwärtstrend am Derivate-Markt fort. Im Vergleich zum Oktober 2007 konnte sich der Handel auf dem hohen Niveau (16,51 Mrd. Euro) stabilisieren. Der November-Umsatz blieb allerdings deutlich unter dem Rekordumsatz von 18,7 Mrd. Euro vom Juni 2007. Bei der Betrachtung der Parkettbörsen fällt auf, dass die Börse Frankfurt ihr Handelsvolumen von 4,2 auf 4,9 Mrd. Euro steigern konnte. Möglicherweise profitierten die Hessen hier von der seit dem 1. November 2007 in Kraft getretenen MiFID und den Best-Execution-Regeln. Maß aller Dinge ist allerdings die Börse Stuttgart mit einem Umsatz von 11,6 Mrd. Euro. Die Umsätze bei den Zertifikaten nahmen im Vergleich zum Oktober 07 um 13,7 Prozent auf 8,3 Mrd. Euro zu. Dabei nehmen Bonus-Zertifikate mit einem Marktanteil von 34,1 Prozent den größten Marktanteil ein.

Im Jahresvergleich stagnierte allerdings der Umsatz bei 2,8 Mrd. Euro unverändert auf einem hohen Niveau. Umsatz¬gewinner sind die Rabattpapiere. Im Rückblick zeigt sich ein Anstieg des Umsatzvolumens bei den Discount-Zertifikaten von 34,3 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Das ergibt einen Anteil von 25,9 Prozent am Zertifikate-Umsatz.

Bei den defensiven Anlage-Zertifikaten bevorzugten die Anle¬ger im November 2007 trotz des volatilen Marktes Index- und Partizipationspapiere. Durch eine Umsatzsteigerung von rund 10 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro gegenüber dem Oktober 2007 konnte die Produktgattung ihren Marktanteil um 1,4 Prozent auf 23,5 Prozent ausweiten. Offenbar setzen die Investoren nach den Turbulenzen durch die US-Hypothekenkrise auf eine Erholung des Marktes. Im Jahresvergleich hat das Han¬delsvolumen um lediglich 5 Prozent zugenommen.

Bei den Optionsscheinen zeigte sich im November gegenüber dem Oktober 2007 ein deutliches Umsatzwachstum bei den Währungs- und den Rohstoff-Papieren. Der Umsatz bei den Commodity-Warrants stieg um 30 Prozent auf 164 Mill. Euro. Das Handelsvolumen bei den Währungsprodukten nahm so¬gar um 50 Prozent auf 155 Mill. Euro zu. Gegenüber dem Vor¬jahr ist bei beiden Produktgruppen eine deutliche Steigerung des Volumens um rund 100 Prozent zu beobachten.

Eine vergleichbare Entwicklung war bei den Knockout-Pro¬dukten zu verzeichnen. Gegenüber dem vergleichbaren Zeit¬raum des Vorjahres stiegen die Umsätze bei den Rohstoffen um 59 Prozent auf 458 Mill. Euro. Auch gegenüber dem Oktober 2007 verzeichneten die Börsen ein Wachstum des Handelsvolumens von 28 Prozent, so dass sich die Produkt¬gruppe einen Marktanteil bei den Knockout-Produkten von rund 9,4 Prozent (+2,6 Prozentpunkte) sichern konnte. Bei den Währungs-Knockouts war es im Jahresvergleich eine Stei¬gerung von 43 Prozent auf 113 Mill. Euro.

Die Abgeltungssteuer ist weiterhin der Treibstoff für die Emissionstätigkeit der Banken. Per Saldo sind im November 15.883 Produkte auf den Markt gekommen. Die Angebotspa¬lette hat mit 276.594 Zertifikaten und Hebelprodukten einen neuen Rekordstand erreicht. Weltweit ist diese Angebotsfülle einzigartig.

In der Rangliste der Emittenten hat sich im November in der Reihenfolge gegenüber dem Vormonat wenig verändert. Al¬lerdings hat die Commerzbank kräftige Umsatzeinbußen von 11 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro erlitten. Der Marktanteil sank da¬her um 3,2 Prozent auf 26,1 Prozent. Für den Umsatzrückgang sind in erster Linie die Knockout-Produkte (-8%) verantwort¬lich. Die Deutsche Bank konnte ihren Umsatz auf 3,2 Mrd. Euro und den Marktanteil um 1,1 auf 19,5 Prozent steigern. ABN Amro kletterte mit einem Umsatz von 1,65 Mrd. Euro auf den dritten Rang. Das Haus konnte sich nach mehreren Monaten wieder einen Marktanteil von 10 Prozent sichern.

Quelle: www.hebelprodukte.de



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