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CFDs: Die besten Broker


Wer CFDs kauft oder verkauft, kann mit einem Vielfachen seines Eigenkapitals handeln und seine Gewinnchancen erheblich erhöhen. Um den Basiswert zu traden, muss man nämlich nicht den vollen Kaufpreis aufbringen, sondern nur einen Bruchteil. Dies geschieht durch Hinterlegung einer Margin (Sicherheitsleistung), ähnlich wie im Futures-Handel. Um beispielsweise Aktien im Wert von 100.000 Euro zu bewegen, benötigt man lediglich 5.000 Euro Kapitaleinsatz in Form der Sicherheitsleistung. Diese Margin besitzt gegenüber dem Aktieninvestment einen 20x höheren Hebel. 

Wie funktioniert ein CFD?


Die Hebelwirkung eines CFDs soll anhand folgenden Beispiels demonstriert werden. Investor A kauft 100 Aktien der XY-AG zu je 100 Euro, also insgesamt für 10.000 Euro. Investor B entschließt sich, CFDs auf selbige Aktie zu kaufen. Der Kaufwert eines CFDs entspricht dem Kurs der Aktie, ein CFD ist also ebenfalls 100 Euro wert. Insgesamt kauft B 100 CFDs in einem Wert von 10.000 Euro. Im Gegensatz zu A muss B aber nicht die volle Kaufsumme von 10.000 Euro aufbringen, sondern lediglich die Marge von 5% auf den Kaufwert hinterlegen, also insgesamt nur 500 Euro.

Steigt die Aktie in 2 Tagen um 4% auf 104 Euro, dann hätten sowohl A als auch B einen Kursgewinn von 100x4= 400 Euro erzielt. Da Investor A aber insgesamt 10.000 Euro aufbringen musste, beträgt seine Rendite nur 4%. B musste nur 500 Euro investieren, daher macht seine Rendite  80% aus. Die Hebelwirkung ist somit 20x größer als bei einem direkten Kauf der Aktie. 

Da durch die Margin dem Anleger B quasi ein Kredit gewährt wurde, indem er nicht den vollen Kaufpreis von 10.000 Euro, sondern nur die Sicherheitsleistung von 500 Euro aufbringen musste, zahlt er für die Haltedauer über Nacht Zinsen. Bei Rohstoffen und Anleihen fallen keine Finanzierungsgebühren an, da sich die CFDs auf entsprechende Terminkontrakte beziehen, in deren Kurs bereits die Finanzierungsgebühren einkalkuliert sind.

Der Zinssatz einer Long-Position liegt meist einige Prozentpunkte über dem aktuellen Zinssatz für Tagesgelder (Euribor oder Libor). Daytrader, die die Position am selben Tag schließen, zahlen keine Finanzierungskosten und nutzen den Hebel damit kostenlos.

Short-Selling: Gewinnen, wenn die Kurse fallen


Der Vorteil von CFDs ist, dass man nicht nur an steigenden, sondern auch an fallenden Kursen verdienen kann. Dies ist möglich durch das so geannte Short-Selling. Dabei werden CFDs in der Erwartung fallender Aktienkurse gekauft, um sie dann, wenn der Kursrückgang tatsächlich eingetreten ist, zu niedrigeren Kursen wieder zurückzukaufen.

Angenommen, man erwartet, dass obige XY-Aktie in den nächsten Tagen fällt. Man eröffnet also eine Short Position, indem man 100 CFDs auf die XY-Aktie verkauft, ohne sie zu besitzen. Die CFDs haben somit ebenfalls einen Wert von 10.000 Euro. Auch hier muss man 5% auf den Verkaufswert, also 500 Euro als Margin hinterlegen. 

Fällt die Aktie in 2 Tagen um 4% auf 96 Euro, wird die Position geschlossen, d.h. die CFDs werden für 9.600 Euro zurückgekauft. Der Kursgewinn beträgt (ohne Berücksichtigung von Gebühren) 400 Euro, die Rendite somit ebenfalls 80%.

Die Vorteile von CFDs auf einen Blick:


- geringerer Kapitaleinsatz als mit Basiswert, dadurch höhere Hebelwirkung
- Short-Selling möglich
- Zinskosten nur für Haltedauer über Nacht. Daytrader zahlen keine Zinsen
- Unbegrenzte Laufzeit
- Geringerer Kapitaleinsatz als bei Futures, dadurch höhere Hebelwirkung möglich
- Geringere Ordergebühren als bei Onlinebrokern
- 1:1 Partizipation am Basiswert, da kein Zeitwertverlust, Volatilitätseinfluß und somit auch kein  Aufgeld wie bei Optionsscheinen
- Flexible und einfache Stückelung. Mindesthandelsvolumen beträgt 1 CFD
- Enge Spreads und günstige Software für Kunden

Die besten Broker


Die Palette der CFD-Broker ist groß. Aks Kriterium für oder gegen einen Broker gelten folgende Kriterien:

-hohe Liquidität
-Enger und konstanter Spread
-geringe Margin
-geringe Finanzierungskosten
-geringe Kommission & Kontogebühr
-Lange Handelszeiten
-zahlreiche Orderarten
-breite Produktpalette
-Einlagensicherung
-Analysesoftware

Nachfolgend stellen wir Ihnen die besten Broker vor. 

CMC Marktes

CMC Markets ist der weltweite Marktführer. Er gehört zu den zuverlässigsten und günstigsten CFD Brokern. Die Ordergebühren betragen derzeit nur 0,05% bei 5 Euro Mindestgebühr. Bei Indizes, Währungen, Anleihen und Rohstoffen fällt keine Kommission an. Die Margins gehören zu den kleinsten im Markt. DAX-Aktien liegen bei 3%, US-Aktien bei 5% und bei TecDax-Aktien werden 5-15% benötigt. Indizes und Anleihen liegen bei 1%, Rohstoffe bei 3%. Die Produktpalette ist mit 1.600 Produkte die breiteste. Dazu gibt es ein kostenloses Analyse-Paket mit Realtime News, Realtime Kursen (Pushkursen) und Charting-Software. Die Kontoführung ist ebenfalls kostenlos. Die Internetseite ist in Sachen Information und Transparenz vorbildlich

Positiv sind zudem die langen Handelszeiten. Den DAX kann man sogar vor- und nachbörslich handeln, also in der Zeit von 8 bis 22 Uhr.

Negativ sind die hohen Finanzierungskosten, die mit 4% über dem aktuellen Kapitalmarktzins am höchsten sind.

Internet: www.cmcmarkets.de

Saxo Bank

Die Dänen verlangen eine wesentlich höhere Mindesteinlage bei Aktien von immerhin 10.000 USD. Zum Vergleich: CMC verlangt nur 1.000 Euro für alle Produkte. Immerhin liegt sie bei Indizes immerhin nur bei 2.000 USD.

Die Margen bei Aktien hängen von der Risikoeinstufung der Aktien ab. Während bei DAX-Aktien 10% verlangt werden, sind bei Beiersdorf gar 25% erforderlich und bei Wacker Chemie gar 100%. Immerhin werden bei Indizes nur 5% verlangt. Damit liegen sie aber deutlich über den Margen von CMC. Positiv ist jedoch, dass die Finanzierungskosten nur bei 3% über dem Referenzzinssatz liegen.

Etwas Sorgen macht uns jedoch die relativ geringe Einlagensicherung. Laut Saxo Bank liegt diese bei nur 40.000 USD je Konto. Wer also eine höhere Summe hinterlegt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass im Falle eines Konkurses jeder Betrag, der über 40.000 USD liegt, nicht gesondert gesichert ist, sondern in die Konkursmasse fällt und damit möglicherweise verloren ist.

Internet: www.saxobank.de

ETrade

Bei ETrade liegen die Finanzierungskosten bei nur 2,5% über dem Referenzzinssatz. Sie gehören damit zu den niedrigsten auf dem Markt. Allerdings ist dafür die Ordergebühr mit 12,50 Euro je Trade extrem hoch. Wer nur wenige Positionen eingeht und diese über mehrere Tage hält, für den ist ETrade durchaus günstig. Für Daytrader, die ihre Position noch am selben Tag schließen (und daher erst gar nicht in den Genuss der niedrigen Zinskosten kommen)und  zudem noch mehrere Trades am Tag tätigen, für die ist ETrade eindeutig zu teuer.

Internet: www.etrade.de

Finexo

Finexo hat als Abwicklungsbank die Saxo Bank. Daher sind die Gebühren ähnlich wie die der Dänen. Allerdings verlangt Finexo keine Mindesteinlage. Auch fällt im Gegensatz zur Saxo Bank bei einer Order unter 10.000 Einheiten der Landeswährung eine Kommissionsfee von 12 Euro an

Internet: www.finexo.de

GCI

Ein großer Vorteil von GCI ist, dass die Bank beim Indexhandel keine Finanzierungsgebühren berechnet. Damit ist sie weitaus billiger als CMC Markets, da zudem auch keine Kommission anfällt. Beim Aktienhandel sind die Finanzierungskosten jedoch deutlich höher.

Etwas Unbehagen löst der Umstand aus, dass das Unternehmen seinen Sitz in Belize (British Virgin Islands) hat und somit nur der dortigen Kontrollaufsicht unterliegt.

Leider besitzt das Unternehmen keine vernünftig besetzte Hotline. Zur normalen deutschen Börsenzeit war nur ein Anrufbeantworter eingeschaltet. Dies ist schade, weil eigentlich alle anderen Broker telefonisch mühelos erreichbar waren und sich durch gute Kompetenz hervor taten. Zudem gab es auch bei den ausländischen Banken einen deutschsprachigen Mitarbeiter. 

Dafür funktionierte bei GCI der e-mail Kontakt immerhin innerhalb von 24 Stunden.

Internet: www.gcitrading.com

IG Markets

Bei IG Markets kann man die wichtigsten Indizes wie DAX, Dow Jones, NASDAQ, Nikkei,  Hang Seng usw. rund um die Uhr, also 24 Stunden handeln. Man muss jedoch beachten, dass die Spreads im ausserbörslichen Handel deutlich auseinander gehen, z.B. beim DAX von 2 auf 10 Punkte, beim Dow Jones von 4 auf 6 Punkte.

Die Kommission ist mit 0,2% bei Aktien deutlich höher als die der Mitbewerber, dafür sind die Finanzierungskosten mit 2,5% über dem Referenzzinssatz deutlich niedriger. Das Trading in Lots ist zudem etwas unflexibler und intransparenter. Auch die Margen sind relativ hoch.

Internet: www.igmarkets.de 

IS Trading

IS Tarding zeichnet sich durch geringe Margen, einen hohen Finanzierungskostensatz sowie eine hohe Kommission beim Aktienhandel aus.

Internet: www.is-trading.de

Hanseatic Brokerhouse

Die Hamburger verlangen ähnlich kleine Margen wie CMC Marktes, dafür langen sie aber bei der Kommission mit 0,25% ordentlich hin.  Zudem verlangen sie eine einmalige Kontoeröffnungsgebühr von 49 Euro. Wofür diese zusätzliche Gebühr sein soll, wissen wohl nur die Hanseaten.

Der Finanzierungssatz liegt liegt mit 3% über dem Kapitalmarktzins im Durchschnitt. Den DAX kann man auch nachbörslich handeln.

Internet: www.hanseatic-brokerhouse.de

Weitere Infos sowie die genauen Konditionen sämtlicher untersuchter Broker finden Sie unserer Übersicht:

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25.08.2006



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