Erste Sparinvest - Börse in Kapitulierungsphase
Einen so starken Rückgang am Kapitalmarkt wie in den vergangenen Wochen und Monaten habe man sich nicht erwartet, so die Erste-Group-Fondstochter Erste Sparinvest (ESPA). "Wir stecken in einer Vertrauenskrise, wenn Börsen zusperren sind sie in der Kapitulierungsphase", sagte ESPA-Geschäftsführer Franz Gschiegl am Wochenende vor Journalisten in New York, noch unter dem Eindruck der Handelsaussetzung an der Wiener Börse am Freitag. Zur Wiederherstellung des Vertrauens müssten nun die Staaten einspringen.
In Österreich hat Gschiegl akut keine Ängste vor einem Zusammenbruch eines grossen Finanzinstituts. "Man lässt keine grosse Bank pleitegehen", ist er überzeugt. Bei der Erste Group sei das grosse Retail-Netzwerk in Zeiten wie diesen äusserst hilfreich. Die Erste werde sich aus jenen Ländern, in denen sie tätig sei, nicht zurückziehen. Aber auch im schlimmsten Fall, bei einer Pleite einer Bankmutter, würden bei der Fonds-Tochter konkursrechtlich Regelungen zum Aussonderungsvermögen greifen.
Den Anlegern rät Gschiegl, jetzt nicht wegzuschauen sondern einen Depotcheck zu machen. In Zukunft werde das Fondsgeschäft erstarkt aus der Krise hervorgehen, ist Gschiegl trotz der aktuellen Krise von einem neuen Aufschwung überzeugt.
"Wir sind nahe am Boden, ausser es kommt zu einer Depression", analysiert Harald Egger, CIO Aktien der ESPA. Einen weiteren Rückgang der Kurse um 5 bis 10 Prozent hält er noch für möglich. Aktien seien derzeit so unterbewertet wie in den letzten 30 Jahren nicht. Der österreichische Markt habe besonders schlecht performt: Von Jänner bis Ende September 2008 ist Österreich Schlusslicht von allen Aktienmärkten, wo die ESPA investiert ist - sogar die Türkei habe eine bessere Performance geliefert.
Der Geldmarkt müsse liquider werden, meint Paul Severin, Aktienstratege der ESPA. Er erwartet auch weitere Zinssenkungen, in der Euro-Zone werde der Leitzins bis auf 3 Prozent (derzeit 3,75) und in den USA auf 1 Prozent (derzeit 1,5) heruntergeschraubt. Wie lange die derzeitige Krise anhalte könne man nicht sagen.
Im Portfolio für private Vermögensverwaltung empfiehlt die ESPA derzeit einen hohen Cash-Anteil, geringer auch Anleihen und Alternative Investments. Der Aktienanteil sei derzeit auf Null reduziert. Besonders schlecht hat sich bisher der Russland-Fonds der ESPA entwickelt, im Vergleich relativ gut der Target-Fonds. Der erst im August 2007 präsentierte Aktienfonds ESPA Stock Russia ist seit Jahresbeginn um über 60 Prozent gefallen, der ESPA Portfolio Target konnte sich im wesentlichen halten.
Quelle: www.boerse-express.com
In Österreich hat Gschiegl akut keine Ängste vor einem Zusammenbruch eines grossen Finanzinstituts. "Man lässt keine grosse Bank pleitegehen", ist er überzeugt. Bei der Erste Group sei das grosse Retail-Netzwerk in Zeiten wie diesen äusserst hilfreich. Die Erste werde sich aus jenen Ländern, in denen sie tätig sei, nicht zurückziehen. Aber auch im schlimmsten Fall, bei einer Pleite einer Bankmutter, würden bei der Fonds-Tochter konkursrechtlich Regelungen zum Aussonderungsvermögen greifen.
Den Anlegern rät Gschiegl, jetzt nicht wegzuschauen sondern einen Depotcheck zu machen. In Zukunft werde das Fondsgeschäft erstarkt aus der Krise hervorgehen, ist Gschiegl trotz der aktuellen Krise von einem neuen Aufschwung überzeugt.
"Wir sind nahe am Boden, ausser es kommt zu einer Depression", analysiert Harald Egger, CIO Aktien der ESPA. Einen weiteren Rückgang der Kurse um 5 bis 10 Prozent hält er noch für möglich. Aktien seien derzeit so unterbewertet wie in den letzten 30 Jahren nicht. Der österreichische Markt habe besonders schlecht performt: Von Jänner bis Ende September 2008 ist Österreich Schlusslicht von allen Aktienmärkten, wo die ESPA investiert ist - sogar die Türkei habe eine bessere Performance geliefert.
Der Geldmarkt müsse liquider werden, meint Paul Severin, Aktienstratege der ESPA. Er erwartet auch weitere Zinssenkungen, in der Euro-Zone werde der Leitzins bis auf 3 Prozent (derzeit 3,75) und in den USA auf 1 Prozent (derzeit 1,5) heruntergeschraubt. Wie lange die derzeitige Krise anhalte könne man nicht sagen.
Im Portfolio für private Vermögensverwaltung empfiehlt die ESPA derzeit einen hohen Cash-Anteil, geringer auch Anleihen und Alternative Investments. Der Aktienanteil sei derzeit auf Null reduziert. Besonders schlecht hat sich bisher der Russland-Fonds der ESPA entwickelt, im Vergleich relativ gut der Target-Fonds. Der erst im August 2007 präsentierte Aktienfonds ESPA Stock Russia ist seit Jahresbeginn um über 60 Prozent gefallen, der ESPA Portfolio Target konnte sich im wesentlichen halten.
Quelle: www.boerse-express.com


