VAI begrüsst Entschliessungsantrag zu Leerverkäufen
"Eine kurzfristige Regulierung der Finanzmärkte in der derzeitigen Situation ist als positiv anzusehen. Aus diesem Grund begrüssen wir die Annahme des Entschliessungsantrags zu weiteren Anforderungen bei Leerverkäufen in der Nationalratssitzung von Mittwoch. Langfristig dürfen jedoch Risikomanagement- oder Portfolio-Management-Techniken nicht aufgehoben werden, da es sonst dem Gleichgewicht der Märkte schadet", sagt Oliver Prock, Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Alternativer Investments (VAI). Die VAI wird nächste Woche eine Arbeitsgruppe zu dieser Frage und den aktuellen Regulierungstendenzen auf EU Ebene einsetzen und in den Dialog mit Politik und Aufsicht eintreten.
Die Finanzmarktaufsicht hat in der derzeitigen Situation die richtigen Konsequenzen gezogen. "Nächste Woche wollen wir in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden in einer Experten-Arbeitsgruppe die nächsten Schritte festlegen", sagt Prock. Die VAI warnt vor überhasteten Regulierungsmassnahmen, denn allein fallende Kurse lassen nicht auf eine Marktmanipulation schliessen. Eine weitere Regulierung könnte auch dazu führen, dass bei kapitalgarantierten Produkten für die Pensionsvorsorge ein Teuerungseffekt eintritt.
Kurzfristig einen Stopp von Leerverkaufen zu verhängen ist sinnvoll, wenn es einen regulativen Fehler im System gibt, um ihn zu beheben. Langfristig jedoch schadet es dem Gleichgewicht der Märkte, da wichtige Funktionen wie die Risikoverteilung und die Liquidität der Märkte beeinträchtigt werden.
"Langfristig Leerverkäufe von Aktien zu verbieten, ist in etwa dasselbe wie alle Autofahrer zu bestrafen, wenn ein Autofahrer dauernd zu schnell fährt. Wenn man gewisse Autofahrer nicht durch Strafmandate in den Griff bekommt, dann könnte man doch gleich die Autohersteller regulieren und ihnen auftragen, langsamere Autos zu bauen! So ähnlich ist das mit den Derivaten, die aufgrund von zuviel Hebel zuviel Druck auf Einzelfirmen oder das System erzeugt haben", beschreibt Prock die Situation.
"Das Problem der Finanzkrise ist kein Leerverkaufproblem, sondern ein Problem von Finanzinstituten, welche sich kurzfristig refinanzieren und mit grossem Hebel langfristig anlegen. Wenn sich der Geldmarkt irrational verteuert und sich die Veranlagungsinstrumente verbilligen, kommt es zu Marktverwerfungen wie aktuell der Fall", so Prock weiter. Leerverkäufe von Aktien sind nur ein kleiner Teil des Problems. Im Epizentrum der Krise steht der unregulierte Kreditmarkt mit seinen over-the-counter (nicht an der Börse gehandelten) Kredit-Derivaten. Hier sollte über systemverbessernde Massnahmen nachgedacht werden.
Quelle: www.boerse-express.com
Die Finanzmarktaufsicht hat in der derzeitigen Situation die richtigen Konsequenzen gezogen. "Nächste Woche wollen wir in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden in einer Experten-Arbeitsgruppe die nächsten Schritte festlegen", sagt Prock. Die VAI warnt vor überhasteten Regulierungsmassnahmen, denn allein fallende Kurse lassen nicht auf eine Marktmanipulation schliessen. Eine weitere Regulierung könnte auch dazu führen, dass bei kapitalgarantierten Produkten für die Pensionsvorsorge ein Teuerungseffekt eintritt.
Kurzfristig einen Stopp von Leerverkaufen zu verhängen ist sinnvoll, wenn es einen regulativen Fehler im System gibt, um ihn zu beheben. Langfristig jedoch schadet es dem Gleichgewicht der Märkte, da wichtige Funktionen wie die Risikoverteilung und die Liquidität der Märkte beeinträchtigt werden.
"Langfristig Leerverkäufe von Aktien zu verbieten, ist in etwa dasselbe wie alle Autofahrer zu bestrafen, wenn ein Autofahrer dauernd zu schnell fährt. Wenn man gewisse Autofahrer nicht durch Strafmandate in den Griff bekommt, dann könnte man doch gleich die Autohersteller regulieren und ihnen auftragen, langsamere Autos zu bauen! So ähnlich ist das mit den Derivaten, die aufgrund von zuviel Hebel zuviel Druck auf Einzelfirmen oder das System erzeugt haben", beschreibt Prock die Situation.
"Das Problem der Finanzkrise ist kein Leerverkaufproblem, sondern ein Problem von Finanzinstituten, welche sich kurzfristig refinanzieren und mit grossem Hebel langfristig anlegen. Wenn sich der Geldmarkt irrational verteuert und sich die Veranlagungsinstrumente verbilligen, kommt es zu Marktverwerfungen wie aktuell der Fall", so Prock weiter. Leerverkäufe von Aktien sind nur ein kleiner Teil des Problems. Im Epizentrum der Krise steht der unregulierte Kreditmarkt mit seinen over-the-counter (nicht an der Börse gehandelten) Kredit-Derivaten. Hier sollte über systemverbessernde Massnahmen nachgedacht werden.
Quelle: www.boerse-express.com

