MOL wird für OMV zur "Mission Impossible"
Die am Mittwoch abgehaltene Hauptversammlung der MOL brachte wie erwartet einen Krieg der Worte zwischen dem MOL-Management und den Vertretern von Grossaktionär OMV, aber sonst wenig Überraschungen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass auch der umstrittenste Tagesordnungspunkt - die Ermächtigung zum Rückkauf von bis zu 25% des Grundkapitals - mit einer Zustimmung von rund 80% über die Bühne ging, lässt Marktteilnehmer erneut an der Sinnhaftigkeit des OMV-Versuchs, die MOL zu übernehmen, zweifeln.
"Es ist nur noch offensichtlicher geworden, dass eine feindliche Übernahme von MOL in eine Mission Impossible ausarten würde", kommentiert Robert Rethy von Unicredit (CA IB). Das Ergebnis der Hauptversammlung sollte die OMV dazu veranlassen, ihre Strategie für MOL nochmals zu überdenken. "Der aktuelle Kampf ist für beide Unternehmen wertvernichtend", so der Analyst. Würde die OMV hingegen ihr MOL-Paket verkaufen, könnten beide Aktien davon profitieren - die OMV voraussichtlich stärker.
"Unserer Meinung nach blickt der Markt bei MOL bereits über die OMV-Story hinaus und wartet auf eine Normalisierung der Situation. Wir erwarten einen steigenden Druck auf die OMV, ihren Anteil an MOL zu verkaufen", meint Peter Tordai von KBC Securities. Durch die erweiterte Ermächtigung zum Aktienrückkauf schaffe sich MOL Spielraum für dieses Szenario.
Auch die RCB-Analysten Akos Herczenik und Philipp Chladek sehen sich in ihrer Meinung bestärkt, dass das MOL-Management über genügend Kontrolle verfügt, jegliches Ansinnen der OMV abzuschmettern. "Unserer Meinung nach wird die EU-Entscheidung, die für den 22. Juli ansteht, massgeblich". Denn sollte die EU zum Schluss kommen, dass im Falle eines Zusammenschlusses eine der drei grossen Raffinerien (Duna, Bratislava, Schwechat) verkauft oder Kapazitäten ausgelagert werden müssten, könnte "die Story sofort vorüber sein". Sieht die EU hingegen keine grossen Schwierigkeiten, dann könnte das MOL-Management stärker unter Druck geraten, erwarten sie.
Die OMV hat zwar rechtliche Schritte angekündigt, u.a. weil die eigenen Aktien der MOL mit Stimm- und Dividendenrecht versehen waren. Marktteilnehmer merken allerdings an, dass derartige Rechtsstreitigkeiten wohl einige Jahre dauern können.
Quelle: www.boerse-express.com
"Es ist nur noch offensichtlicher geworden, dass eine feindliche Übernahme von MOL in eine Mission Impossible ausarten würde", kommentiert Robert Rethy von Unicredit (CA IB). Das Ergebnis der Hauptversammlung sollte die OMV dazu veranlassen, ihre Strategie für MOL nochmals zu überdenken. "Der aktuelle Kampf ist für beide Unternehmen wertvernichtend", so der Analyst. Würde die OMV hingegen ihr MOL-Paket verkaufen, könnten beide Aktien davon profitieren - die OMV voraussichtlich stärker.
"Unserer Meinung nach blickt der Markt bei MOL bereits über die OMV-Story hinaus und wartet auf eine Normalisierung der Situation. Wir erwarten einen steigenden Druck auf die OMV, ihren Anteil an MOL zu verkaufen", meint Peter Tordai von KBC Securities. Durch die erweiterte Ermächtigung zum Aktienrückkauf schaffe sich MOL Spielraum für dieses Szenario.
Auch die RCB-Analysten Akos Herczenik und Philipp Chladek sehen sich in ihrer Meinung bestärkt, dass das MOL-Management über genügend Kontrolle verfügt, jegliches Ansinnen der OMV abzuschmettern. "Unserer Meinung nach wird die EU-Entscheidung, die für den 22. Juli ansteht, massgeblich". Denn sollte die EU zum Schluss kommen, dass im Falle eines Zusammenschlusses eine der drei grossen Raffinerien (Duna, Bratislava, Schwechat) verkauft oder Kapazitäten ausgelagert werden müssten, könnte "die Story sofort vorüber sein". Sieht die EU hingegen keine grossen Schwierigkeiten, dann könnte das MOL-Management stärker unter Druck geraten, erwarten sie.
Die OMV hat zwar rechtliche Schritte angekündigt, u.a. weil die eigenen Aktien der MOL mit Stimm- und Dividendenrecht versehen waren. Marktteilnehmer merken allerdings an, dass derartige Rechtsstreitigkeiten wohl einige Jahre dauern können.
Quelle: www.boerse-express.com

