Zwei Drittel aller Anleger haben keinen genauen Überblick über die Entwicklung ihrer Fonds
Fondsanleger sind oft nur unzureichend über die Wertentwicklung ihrer Fonds informiert: Zwei Drittel können überhaupt nicht oder nur in etwa sagen, wie ihre Fonds gerade dastehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von Metzler Asset Management.Die Forsa-Studie zeigt, dass 69 % der Befragten ihr Fondsdepot von einer Bank oder Sparkasse verwalten lassen. Investmentgesellschaften, Direktbanken und Fondsplattformen stehen bei der Fondsverwaltung dagegen bislang kaum im Fokus. 43 % der Befragten nutzen laut Studie ausschließlich das Fondsangebot ihrer Hausbank oder Sparkasse. Nur gut ein Drittel aller Fondsanleger kauft auch Fonds anderer Anbieter. 'Hier liegt häufig das Problem, denn eine wirklich unabhängige Beratung, frei von jeglichen Konzerninteressen, findet oft nicht statt", so Hartmut Petersmann, Mitglied des Partnerkreises der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG.
Fondsanleger fühlen sich zu wenig betreut
Entsprechende Defizite bei der Fondsberatung und -betreuung sehen auch die im Rahmen der Studie befragten Fondsanleger. Nur knapp jeder Fünfte gibt an, regelmäßig von seinem Bankberater kontaktiert zu werden. Jeder vierte Befragte findet, dass sich sein Berater zu wenig um seine Fondsanlage kümmert und zu selten auf sinnvolle Depotanpassungen oder -umschichtungen hinweist.
'Die Umfrageergebnisse belegen, dass der Wissensstand über das eigene Fondsdepot vieler Anleger zu wünschen übrig lässt und dass es im Fondsgeschäft häufig an guter Beratung und Betreuung mangelt. Die unabhängige Beratung, gekoppelt mit einer leistungsstarken Abwicklungs- und Serviceplattform, ist somit gefragt', kommentiert Petersmann die Studienergebnisse.
Kaum Überblick über die Produkte am Markt
Die Forsa-Studie offenbart auch, dass sich nur etwa jeder dritte Fondsanleger in Deutschland gut über die Produkte am Markt informiert fühlt. Ungefähr jeder zweite gibt an, in etwa Bescheid zu wissen, und jedem sechsten Fondsanleger fehlt jeglicher Überblick. Viele Anleger scheinen sich nicht darüber im Klaren zu sein, welche Möglichkeiten sie auf dem deutschen Investmentmarkt haben. 'Das kann bares Geld kosten', so Petersmann, 'Erst recht, wenn künftig die richtige Produktwahl vor dem Hintergrund der Abgeltungsteuer noch wichtiger wird.'
Informationsdefizite bei den Verwaltungskosten
Die Meinungsumfrage bringt zudem Informationsdefizite der Anleger hinsichtlich der Verwaltungskosten ihrer Fondsdepots zu Tage: Insgesamt 29 % der Befragten geben an, dass ihnen ein genauer Überblick hierzu fehlt. Ein Drittel der Anleger kann nur in etwa sagen, wie viel sie für die Verwaltung des Depots zahlen.
'Insgesamt wird deutlich, dass viele Anleger mit dem Fondsservice unzufrieden sind', sagt Petersmann. 'Sie kennen häufig weder die Kosten noch die Ausrichtung ihres Depots. Im Vorteil sind hier die Kunden unabhängiger Berater, die die Depots über Full-Service-Fondsplattformen wie Metzler Fund Xchange abwickeln.'
Quelle: Bankhaus Metzler
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