Marktübersicht - DB Indikationen

 DAX   TecDAX   E-Stoxx   DJ   Nasdaq   Nikkei   SMI   ATX  03.09.2010
DAX Tops Diff %
HeidelbergC. +2,08%
Volkswagen. +1,06%
BASF +0,16%
 
DAX Flops Diff %
Bayer -0,93%
E.ON 0,00%
Dt. Börse 0,00%
 DAX 6.084 -0,01% 
 TecDAX 761,91 +0,35% 
 MDAX 8.464 +0,85% 
 SDAX 4.171 -0,14% 
 CDAX 531,49 +0,08% 
 Prime 2.251 +0,09% 

Die besten Fonds der ersten 6 Monate


Mit Investmentfonds konnte man seit Jahresbeginn bis zu 23% gewinnen oder 36% verlieren. Aktienfonds aus China erzielten dabei das größte Plus. Die Verlierer waren japanische Small Caps und die Türkei. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von e-fundresearch.com, einem Wiener Informationsanbieter zum Thema Investmentfonds.

Im ersten Halbjahr 2006 verloren 65% aller 9.152 untersuchten Fonds, die über eine Vertriebszulassung in Österreich, Deutschland oder der Schweiz verfügen, an Wert. Im Schnitt verloren sie seit Jahresbeginn 1,4%. Das ist immerhin noch weniger als der MSCI World Index, der 1,9% einbüßte.

Japanische Aktien größte Verlierer


Größte Verlierer waren Fonds japanischer Small und Mid Caps, die im Schnitt 19% verloren. Auch japanische Immobilienfonds verloren rund 10%. Ohnehin zählten Fonds mit asiatischen Dividendenpapieren in den ersten sechs Monaten des Jahres zu den größten Verlierern. So verzeichneten auch Fonds mit taiwanesischen, thailändischen, indischen und koreanischen Aktien deutliche Verluste. Wenig Glück hatten auch Anleger, die in den Biotechnologiesektor investierten. Diese Fonds büßten rund 10% an Wert ein. Lateinamerika-Fonds verloren gar 9,7%.

China und Gold haben die Nase vorn


Im ersten Halbjahr gab es aber auch Gewinner. Hierzu zählten vor allem China-Fonds, die rund 18% zulegten. Auch Fonds mit portugiesischen Aktien und europäischen Immobilienwerten gewannen um 12 bzw. 11%. Aufgrund der gestiegenen Rohstoffpreise legten auch Fonds mit Gold- und Edelmetallen um 12,7% zu. Erfreulich entwickelten sich auch Aktien aus Indonesien (+11%), Schweizer Aktien (8,9%), Europa (8,8%) sowie Frankreich mit 8,2%.  Aber auch deutsche Aktienfonds brachten mit 8,1% Wertzuwachs erfreuliche Renditen.

Die Top Fonds


Per Ende Juni der beste Fonds des Jahres 2006 ist mit Plus 23,6% der NESTOR Australien Fonds, welcher in Smaller Caps aus Australien und Neuseeland investiert. Die Kombination einer starken Rohstoff- und Goldgewichtung mit ausgesuchten australischen Industrie-Aktien hat sich gelohnt. Australien´s Volkswirtschaft ist mehr denn jeh gegen mögliche Unsicherheiten im Welt-Finanzsystem abgeschirmt. Dazu trägt vor allem der Staatshaushalt bei, der seit vielen Jahren signifikante Überschüsse erwirtschaftet. Zudem haben die Australier den höchsten Investitionsgrad in Aktien weltweit.

Auf Platz zwei folgt der erste von insgesamt zwölf China/Greater China-Aktienfonds in den Top-30. Der Callander Fund China Universe erzielte 23,1% und liegt dabei noch vor dem Fidelity Funds - China Focus Fund (+21,6%) auf Platz fünf.

Aufgrund seiner hohen Russland-Gewichtung der einzige Osteuropa-Aktienfonds unter den Top-30 ist der JI Eastern European Equity der dänischen Jyske Invest mit +22,2% (Platz drei). Noch direkter von der Performance russischer Aktien profitierten naturgemäß Russland-Aktienfonds: Der beste Fonds, der Clariden Russia Equity, liegt mit 19,1% Plus auf Platz 13 gefolgt vom DWS Russia (+16,7% / Platz 24) bzw. dem einzigen österreichischen Investmentfonds unter den Top-30, dem Capital Invest Russia Stock von Alexandre Dimitrov (+16,3% / Platz 29).

Türkei als größter Verlierer


Das Ranking der Fonds mit den größten Verlusten im ersten Halbjahr wird eindeutig von Türkei-Aktienfonds beherrscht: Der EMIF Turkey Indexfonds verlor 36,5%, dann folgen mit Verlusten zwischen 26 und 33% die Türkei Aktienfonds von Magna, Fortis, ESPA, DWS, Jyske oder CEROS.

Fazit


Fonds, die in einem Jahr sehr gut laufen sind, müssen im nächsten nicht zwangsläufig vorne liegen. Türkeifonds etwa zählten 2005 zu den großen Gewinnern, jetzt finden sie sich auf der Verliererliste. Der chinesische Aktienmarkt dagegen bereitete den Anlegern jahrelang Sorgen. Jetzt zählen diese Fonds zu den Gewinnern.

Fonds mit Nebenwerten oder Schwellenländern können sich also gut zum Geldverdienen eignen. Die Anleger sollten die Fondspreise aber permanent verfolgen und rechtzeitig die Notbremse ziehen. 

Quelle: e-fundresearch.com; Lippert (Reuters)

12.07.2006
 




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