Wie kann mit der Kreditkarte bezahlt werden?
Kreditkarten sind Zahlungsverkehrskarten, deren Einsatz sowohl im In- wie auch im Ausland möglich ist. Die Anzahl der Akzeptanzstellen ist abhängig von der jeweils gewählten Kreditkartengesellschaft, beträgt aber in der Regel mehrere Millionen, so dass die Zahlung weltweit abgesichert ist. Die Bezahlung erfolgt immer mit der 16stelligen Kreditkartennummer, die eine Belastung des Kreditkartenkontos möglich macht. Beim Einsatz vor Ort wird die Zahlung mit der Unterschrift autorisiert, Abhebungen am Geldautomat hingegen erfordern die vierstellige PIN, um Missbrauch zu verhindern. Soll die Kreditkarte hingegen im Internet für Online-Einkäufe eingesetzt werden, wird zusätzlich zur Kreditkartennummer auch eine dreistellige Sicherheitsnummer zur Autorisierung benötigt, die auf der Rückseite der Karte aufgedruckt ist.
Die Vorteile der Kreditkarte
Zusätzlich zur ec/maestro-Karte, die zu jedem Girokonto ausgegeben wird, beantragen immer mehr Kontoinhaber auch eine Kreditkarte, da diese eine Reihe von Vorteilen bietet. Hierzu gehört beispielsweise der weltweite Einsatz der Karte. Umsätze werden zudem nicht sofort, sondern während eines Monats auf dem Kreditkartenkonto gesammelt und anschließend in Summe gebucht. So erhalten Kreditkarteninhaber während des Monats kostenlos Kredit, denn Zinsen werden hierfür nicht berechnet. Alternativ bieten einige Banken mittlerweile auch Ratenzahlung für Kreditkarteneinkäufe an. Die in Anspruch genommene Kreditkartenlinie wird in diesen Fällen mit monatlichen Raten zurückgeführt. Für die Inanspruchnahme der Kreditsummen fallen hier allerdings Zinsen an, die berücksichtigt werden sollten.
Welche Kosten können anfallen?
Bei der Bestellung einer Kreditkarte ist zu beachten, dass vielfach Kosten und Gebühren fällig werden. Dies ist zum einen die Jahresgebühr, die zwischen 20-100 Euro betragen kann. Sie ist abhängig von der Art der Karte (Standardkarte oder goldene Kreditkarte) sowie dem Versicherungspaket, welches integriert ist. Einige Direktbanken vergeben ihre Kreditkarten mittlerweile sogar kostenfrei, denn sie sind Bestandteil des kostenlosen Girokontos. Neben der Jahresgebühr können allerdings weitere Gebühren anfallen, beispielsweise für den Einsatz im Ausland. Hier werden pro Transaktion zwischen 1-2% des Umsatzes an Gebühren erhoben. Lediglich beim Einsatz im europäischen Ausland wird auf diese Gebühren verzichtet. Letztlich sind auch Bargeldverfügungen am Geldautomat kostenpflichtig. Hier können bis zu zehn Euro pro Transaktion anfallen. Wer häufig Bargeld am Automaten abhebt kann allerdings auch auf Kreditkarten zurückgreifen, die weltweite Bargeldverfügung kostenlos anbieten.
Welcher Unterschied besteht zwischen der Standardkarte und der goldenen Kreditkarte?
Die Banken bieten in der Regel verschiedene Varianten ihrer Kreditkarten. Dies ist zum einen die Standard-Karte, die ausschließlich für Bezahlungen im In- und Ausland eingesetzt werden kann. Die goldene Kreditkarte hingegen beinhaltet zusätzlich meist ein Versicherungspaket, welches die Auslandsreisekrankenversicherung, die Reiserücktritts und die Reiseabbruchversicherung sowie den Mietwagenschutz im Ausland beinhaltet. Auch Rabatte bei Einkäufen sowie eine höhere Kreditlinie können genutzt werden. Welche Versicherungen und Vorteile im Detail vorhanden sind, kann anhand der Produktbeschreibung geprüft und sollte vor dem Abschluss verglichen werden.
Was tun bei Verlust?
Da die Bezahlung mit Kreditkarten weltweit mit der 16stelligen Kreditkartennummer und sogar online möglich ist, könnte die Karte missbräuchlich eingesetzt werden, sollte sie gestohlen werden oder verloren gehen. Es ist in diesen Situationen daher unbedingt notwendig, die Karte zu sperren, um einen Einsatz zu verhindern. Hierzu stehen entweder die Mitarbeiter der Bank oder der Kreditkartengesellschaft zur Verfügung, die anhand der individuellen Notrufnummern erreichbar sind. Alternativ gibt es auch einen einheitlichen Notruf mit der Nummer 116 116, der rund um die Uhr erreichbar und kostenlos ist. Nach der Sperrung der Kreditkarte ist der Karteninhaber nicht mehr für einen eventuellen Einsatz der Karte verantwortlich und kann Fehlbuchungen geltend machen. Aber auch für vorherige Abhebungen ist das Risiko begrenzt, die Haftung beträgt maximal 150 Euro.
Was tun, wenn falsche Abbuchungen erfolgt sind?
Um die Zahlungen, die mit der Kreditkarte getätigt wurden zu überprüfen, wird monatlich eine Kreditkartenabrechnung gedruckt und versandt. Bei Eingang der Abrechnung ist zu prüfen, ob alle Umsätze korrekt und vollständig sind. Sollte eine fehlerhafte Buchung erfolgt sein oder ist eine Doppelbuchung ersichtlich ist es möglich, diese bei der Bank zu reklamieren. Nach Prüfung des Sachverhaltes kann dann eine Erstattung des fehlerhaften Betrages erfolgen.
Die Vorteile der Prepaid Kreditkarte
Eine Kreditkarte mit entsprechender Kreditlinie kann nur dann ausgegeben werden, wenn der Antragsteller eine ausreichende Bonität nachweisen kann. Ein solcher Nachweis ist beispielsweise die positive Schufa-Auskunft sowie durch Einreichung des Gehaltsnachweis möglich. Für alle, die eine Kreditkarte benötigen, jedoch nicht über ein eigenes Einkommen verfügen oder einen negativen Schufa-Eintrag aufweisen, bieten die Banken mittlerweile die Prepaid Kreditkarte auf Guthabenbasis an. Verfügungen und Bezahlungen sind hier nur dann möglich, wenn das Kreditkartenkonto entsprechendes Guthaben aufweist. So bietet die Karte auch eine hohe Kostenkontrolle, denn ist das Guthaben aufgebraucht, sind Zahlungen nicht mehr möglich. Eine Ausgabe dieser Kreditkarten ist sogar an Minderjährige möglich. Die Prepaid Kreditkarte eignet sich zum Beispiel für Schüler und Studenten, die in die USA reisen, um hier am Schüleraustausch teilzunehmen oder ein Auslandssemester zu absolvieren. Die Eltern können so jederzeit Geld auf das Kreditkartenkonto überweisen, die Schüler und Studenten hingegen können das Geld dann vor Ort jederzeit verfügen.
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