Anz.

Leichte Überhitzung der Weltwirtschaft


Die aktuell erkennbaren Überhitzungstendenzen der Weltwirtschaft halten wahrscheinlich bis zum Jahresende an, wie ein aktueller Ausblick des Analystenteams von Fidelity International zeigt. Die Investmentuhr, die auf der Basis globaler Daten den aktuellen Zustand der Wirtschaft darstellt, zeigt ein leicht abgeschwächtes Wachstum auf hohem Niveau sowie steigenden Inflationsdruck.

Die Weltwirtschaft wächst derzeit geringfügig langsamer als Anfang 2006, als die Investmentuhr zum letzten Mal Überhitzungstendenzen anzeigte. Vor allem für die USA hat sich der Ausblick leicht eingetrübt. "Amerika gibt derzeit ein etwas schwächeres Bild ab als andere bedeutende Regionen wie etwa Europa oder Südostasien. Die Ursachen hierfür liegen in der noch immer angespannten Situation auf dem Wohnimmobilienmarkt sowie in den schwächeren Arbeitsmarktdaten", sagte Trevor Greetham, Fondsmanager des Fidelity Funds - Multi Asset Strategic Fund.

Weltweit wurden zuletzt mehrere wichtige Wachstumsindikatoren nach unten korrigiert. Allerdings besteht kaum die Gefahr, dass die Wirtschaft innerhalb kurzer Zeit ins Stocken gerät oder sogar eine Krise ausbricht. Diesen Schluss legt zum Beispiel auch die Erholung der asiatischen Börsen nach der Senkung des US-Leitzinses um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent im September nahe. "Normalerweise stoßen nach Zinssenkungen in den USA viele Anleger ihre asiatischen Aktien ab. Dieses Mal blieb der Ausverkauf aus, und die Börsenkurse entspannten sich schnell wieder", sagte Greetham. Auch die große Nachfrage nach Industrieaktien deutet darauf hin, dass die Investitionsbereitschaft weltweit nach wie vor hoch ist und hierfür viel Kapital vorhanden ist.

Um den aktuellen Stand der Investmentuhr zu bestimmen, ermittelt und analysiert Fidelity monatlich die wichtigsten Angaben über das globale Wirtschaftswachstum und die Inflation aus aller Welt. Daraus lässt sich ableiten, welche der vier grundlegenden Phasen des Wirtschaftszyklus (Aufschwung, Überhitzung, Stagflation und Abschwung) am wahrscheinlichsten bevorsteht. Auf der Basis dieses globalen Wirtschaftsphasenmodells verwaltet Greetham den Fidelity Multi Asset Strategic Fund (ISIN LU0267387503). Dazu legt er regelmäßig fest, welche Anlageklassen und Branchen in der jeweiligen Phase über- oder unterzugewichten sind.

Aktien sind im Portfolio derzeit übergewichtet. In Großbritannien und Japan hat Greetham Positionen abgebaut, um sein Engagement in Südostasien zu verstärken. Bei der Branchenaufteilung reduzierte er Beteiligungen an Finanz- und Konsumgüterunternehmen - zugunsten von Industrie-, Technologie- und Telekommunikationswerten. In Bezug auf verschiedene Anlageklassen sind Rohstoffe derzeit übergewichtet; Immobilienaktien, Anleihen und Geldmarkttitel dagegen unterrepräsentiert.

Der Fidelity Multi Asset Strategic Fund basiert auf einem ausgewogenen Ideal-Portfolio, das aus historischen Daten der weltweiten Wirtschaftsentwicklung der letzten 30 Jahre gewonnen wurde. Es besteht aus 40 Prozent Anleihen, 35 Prozent Aktien, jeweils 10 Prozent Rohstoffen und Geldmarktpapieren sowie 5 Prozent börsennotierten REITs. Ausgehend von dieser Vermögensaufteilung gewichtet Greetham die Anlageklassen je nach der von der Investmentuhr angezeigten aktuellen Lage der Weltwirtschaft.

Quelle: Fidelity International



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