Im britischen Finanzsektor drohen weitere Massenentlassungen
Grossbritanniens Finanzdienstleister werden nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes CBI im dritten Quartal weitere 13.000 Stellen streichen. Die Quartalsbefragung der Confederation of British Industry (CBI) ergab damit geringere Einschnitte als in den beiden vorangegangenen Quartalen, in denen rund 17.000 beziehungsweise 15.000 Arbeitsplätze verloren gingen. Obwohl es Anzeichen für eine gewisse Erholung in den kommenden Monaten gebe, bleibe das Umfeld für die Finanzbranche schwierig, sagte der leitende Wirtschaftsberater des CBI, Ian McCafferty, auf einer Pressekonferenz in London. Gewinne, Beschäftigung und Investments steckten weiter in einem Abwärtstrend. Die Einnahmen haben im zweiten Quartal so rapide nachgelassen wie seit 1991 nicht mehr, ergab die Umfrage.
'Die Nachfrage nach Bankkrediten ist nicht da, die Verschuldung der Haushalte steigt nicht”, sagte Analyst Leigh Goodwin von Fox-Pitt Kelton. 'Die Nachfrage ist recht gedämpft.” Etwa 86 Prozent der befragten Finanzdienstleister sehen die Unsicherheit bei der Nachfrageentwicklung als wichtigste Hürde für Expansionspläne. Ein Grund zur Sorge ist nach CBI-Angaben auch der Anstieg notleidender Kredite. Zur Finanzierung haben die Banken in der aktuellen Umfrage so starke Bedenken geäussert wie noch nie seit Beginn der Befragung 1989. 'Im Grosskundengeschäft ist die Finanzierung noch immer sehr angespannt”, sagt Bankexperte John Hitchins von PricewaterhouseCoopers LLC. Die Buchprüfungs- und Beratungsgesellschaft hat die Quartalsstudie zusammen mit dem CBI durchgeführt. Es gebe einen intensiven Wettbewerb um die Einlagen der Privatkunden, so Hitchins.
Auf Sicht der nächsten Monate sieht der CBI allerdings Anzeichen für eine Verbesserung der Lage. Nach sieben Quartalsrückgängen in Folge dürften die Einnahmen der Finanzbranche im nächsten Quartal erstmals wieder anziehen. Bausparkassen erwarten, dass sich Einnahmen und Rentabilität stabilisieren werden. Am optimistischsten beurteilt die Versicherungsbranche die Wachstumsaussichten. Wertpapierhändler und Investmentmanager erwarten dagegen, dass eine Verbesserung ihrer Geschäfte von kurzer Dauer sein wird. Die Bank of England erklärte vergangene Woche, die Finanzdienstleister seien noch immer anfällig für weitere Schocks.
Quelle: www.boerse-express.com
'Die Nachfrage nach Bankkrediten ist nicht da, die Verschuldung der Haushalte steigt nicht”, sagte Analyst Leigh Goodwin von Fox-Pitt Kelton. 'Die Nachfrage ist recht gedämpft.” Etwa 86 Prozent der befragten Finanzdienstleister sehen die Unsicherheit bei der Nachfrageentwicklung als wichtigste Hürde für Expansionspläne. Ein Grund zur Sorge ist nach CBI-Angaben auch der Anstieg notleidender Kredite. Zur Finanzierung haben die Banken in der aktuellen Umfrage so starke Bedenken geäussert wie noch nie seit Beginn der Befragung 1989. 'Im Grosskundengeschäft ist die Finanzierung noch immer sehr angespannt”, sagt Bankexperte John Hitchins von PricewaterhouseCoopers LLC. Die Buchprüfungs- und Beratungsgesellschaft hat die Quartalsstudie zusammen mit dem CBI durchgeführt. Es gebe einen intensiven Wettbewerb um die Einlagen der Privatkunden, so Hitchins.
Auf Sicht der nächsten Monate sieht der CBI allerdings Anzeichen für eine Verbesserung der Lage. Nach sieben Quartalsrückgängen in Folge dürften die Einnahmen der Finanzbranche im nächsten Quartal erstmals wieder anziehen. Bausparkassen erwarten, dass sich Einnahmen und Rentabilität stabilisieren werden. Am optimistischsten beurteilt die Versicherungsbranche die Wachstumsaussichten. Wertpapierhändler und Investmentmanager erwarten dagegen, dass eine Verbesserung ihrer Geschäfte von kurzer Dauer sein wird. Die Bank of England erklärte vergangene Woche, die Finanzdienstleister seien noch immer anfällig für weitere Schocks.
Quelle: www.boerse-express.com