F&C Investments: Bewältigung der Krise wird lange dauern
Nach einer der turbulentesten Wochen an den Kapitalmärkten ist nun wieder relative Ruhe eingekehrt, heisst es in einer Studie der Londoner Asset Manaegament Gruppe F&C Investments. Panik nach Befürchtungen, dass sich eine Abwärtsspirale im globalen Finanzsystem ergeben könntem sind am Freitag rasch einer Euphorie an den Märkten gewichen, nachdem Details zu staatlichen Rettungsplänen für die angeschlagenen Investmentbanken bekannt wurden. Rekordgewinne bei Aktien wurden unterstützt durch eingeschränkte Marktmechanismen (Verbot des Shortsellings bestimmter Titel), so die Studie.
Noch liegen keine Details des so bezeichneten "Paulson-Plans" vor, aber erste Indikationen sind bekannt. Es handelt sich offenbar um Mittel über 700 Mrd. US-Dollar, die verwendet werden, um Immobiliengesicherte Assets von notleidenden US-Banken auszukaufen. Dazu werden US Treasuries verkauft, jeweils in Tranchen zu 50 Mrd. US-Dollar, heisst es in der Studie.
Darüber hinaus hat es für Überraschung gesorgt, dass auch die beiden verbliebenen - zunächst nicht von der Krise gebeutelten - großen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley sich in "normale" Bankenholdings umwandeln "wollen", so die Studie. Das werde starke regulatorische Implikationen mit sich bringen, sind die Autoren der Studie von F&C überzeugt. Diese Banken unterstehen künftig der Federal Reserve als Regulator und Finanzaufsicht. Und sie werden einen Kundenstock aufbauen müssen, der Einlagen bildet, statt - wie bisher - nur mit geborgtem Geld zu arbeiten, sind die Autoren überzeugt.
Es habe sich gezeigt, dass stastliche Intervention in Krisenfällen dringend notwendig geworden ist. Beispiele, wo sich Bankenkrisen von selbst erledigt haben, sind extrem selten, heisst es in der F&C-Studie. Die Behandlung der zu übernehmenden Assets werde schwierig, mit der Gefahr, dass die US-Steuerzahler einspringen müssen.
Die angestrebten Maßnahmen seien aber jedenfalls unabdingbar, um einen drohenden Finanzkollaps zu vermeiden, so die Studie. Den Regierungsstellen bleibe wenig Alternative als einzuspringen und die begangenen Irrtümer zu korrigieren. Da helfe auch Kritik an der Vorgehensweise (z.B. über die Kosten der Maßnahmen) nichts.
Wir werden nun Zeiten stärkerer Regulation, präsenterer staatlicher Stellen und weniger laissez faire erleben, sind die Autoren überzeugt. Allerdings werde es auch noch einige Jahre dauern, um den Weg aus der Krise zu finden, betonen die Autoren der Studie.
Und Investoren und Anleger sollten die gegenwärtige Euphorie nicht mir einem Ende der Krise verwechseln.
Quelle: www.boerse-express.com
Noch liegen keine Details des so bezeichneten "Paulson-Plans" vor, aber erste Indikationen sind bekannt. Es handelt sich offenbar um Mittel über 700 Mrd. US-Dollar, die verwendet werden, um Immobiliengesicherte Assets von notleidenden US-Banken auszukaufen. Dazu werden US Treasuries verkauft, jeweils in Tranchen zu 50 Mrd. US-Dollar, heisst es in der Studie.
Darüber hinaus hat es für Überraschung gesorgt, dass auch die beiden verbliebenen - zunächst nicht von der Krise gebeutelten - großen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley sich in "normale" Bankenholdings umwandeln "wollen", so die Studie. Das werde starke regulatorische Implikationen mit sich bringen, sind die Autoren der Studie von F&C überzeugt. Diese Banken unterstehen künftig der Federal Reserve als Regulator und Finanzaufsicht. Und sie werden einen Kundenstock aufbauen müssen, der Einlagen bildet, statt - wie bisher - nur mit geborgtem Geld zu arbeiten, sind die Autoren überzeugt.
Es habe sich gezeigt, dass stastliche Intervention in Krisenfällen dringend notwendig geworden ist. Beispiele, wo sich Bankenkrisen von selbst erledigt haben, sind extrem selten, heisst es in der F&C-Studie. Die Behandlung der zu übernehmenden Assets werde schwierig, mit der Gefahr, dass die US-Steuerzahler einspringen müssen.
Die angestrebten Maßnahmen seien aber jedenfalls unabdingbar, um einen drohenden Finanzkollaps zu vermeiden, so die Studie. Den Regierungsstellen bleibe wenig Alternative als einzuspringen und die begangenen Irrtümer zu korrigieren. Da helfe auch Kritik an der Vorgehensweise (z.B. über die Kosten der Maßnahmen) nichts.
Wir werden nun Zeiten stärkerer Regulation, präsenterer staatlicher Stellen und weniger laissez faire erleben, sind die Autoren überzeugt. Allerdings werde es auch noch einige Jahre dauern, um den Weg aus der Krise zu finden, betonen die Autoren der Studie.
Und Investoren und Anleger sollten die gegenwärtige Euphorie nicht mir einem Ende der Krise verwechseln.
Quelle: www.boerse-express.com


