Anz.

Hypo Group Alpe Adria weiterhin auf Wachstumskurs


Die Hypo Group Alpe Adria hat im ersten Halbjahr 2008 ihren Wachstumskurs weiter fortgesetzt. In allen wesentlichen Märkten konnten Zuwächse erzielt werden. Darüber hinaus konnte die Bank in wichtigen Auslandsmärkten ihre Positionen ausbauen und ihr Netzwerk weiter verdichten. Gleichzeitig wurden die Arbeiten zur Aufstellung für die Zukunft, zur Risikoreduktion sowie zur Anpassung an international gültige Bankenstandards weiter fortgesetzt. Im operativen Kundengeschäft konnte die Bank trotz der weltweiten Finanzkrise deutliche Forschritte erzielen. Aufgrund von Sondereffekten im Zusammenhang mit den Umbauarbeiten und hier insbesondere in Folge von Wertkorrekturen wirkten sich diese Sondereffekte belastend auf das Ergebnis aus. Vorstandschef Tilo Berlin: 'Die Bank ist insgesamt gut unterwegs und macht gute Fortschritte auf ihrem Weg zur nachhaltigen Aufstellung. Wir werden aber in 2008 weiter daran arbeiten müssen, die Bank zukunftsgerecht aufzustellen. Das sind wir auch unseren Eigentümern schuldig. Dabei kommen wir gut voran, auch wenn die Finanzkrise dies nicht leichter macht.'

Eine deutliche Steigerung konnte die Bank u.a. im Nettozinsergebnis und dem Provisionsergebnis verzeichnen. Gleichzeitig baute die Bank ihre Risikopositionen ab und nutzte zudem die Chancen, die sich aus der weltweiten Finanzkrise ergeben. Vorstandschef Berlin: 'Wir sehen auch die Chancen, die stürmische Zeiten bieten und werden diese bei aller Konzentration auf die Herstellung interner Festigkeit erkennen und ergreifen. Dabei verfügen wir über die Liquidität, die erforderlich ist.'

Ergebnisentwicklung
Im Bereich des operativen Kundengeschäfts konnte sowohl im Bank- als auch im Leasinggeschäft ein gutes Wachstum verzeichnet werden. Dies spiegelte sich insbesondere im Nettozinsergebnis wider, welches verglichen mit dem ersten Halbjahr 2007 um 12,0 % bzw. EUR 36,5 Mio. auf EUR 340,3 Mio. gesteigert werden konnte. Ebenso konnte das Provisionsergebnis in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 6,1 % auf EUR 60,2 Mio. erhöht werden. Bereinigt um den Ergebnisbeitrag eines im ersten Halbjahr 2007 noch zu 100 % einbezogenen und nun nicht mehr vollkonsolidierten Konzernunternehmens ergibt sich eine (bereinigte) Steigerung des Provisionsergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 12,9 %.

Von der internationalen Finanzmarktkrise besonders betroffen waren in den ersten sechs Monaten das Wertpapierergebnis, das sich deutlich negativ entwickelte, sowie das Handelsergebnis, wo ein Rückgang um 62,7 % verzeichnet wurde. Dies ist auch das Ergebnis deutlich konservativerer Wertansätze im Zuge der laufenden Arbeiten zur inneren Stärkung.

Der Anstieg im Bereich der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft von EUR -80,0 Mio. im ersten Halbjahr 2007 auf EUR -159,3 Mio. in den ersten sechs Monaten 2008 ist auf die deutlich restriktivere Risikovorsorgepolitik sowie Sonderbelastungen auf Grund von zurückliegenden Einzelengagements zurückzuführen.

Per Saldo ergab sich - wie erwartet - ein negatives Konzernperiodenergebnis in Höhe von EUR -61,9 Mio. Damit konnte die operativ gute Entwicklung des Kundengeschäftes im ersten Halbjahr 2008 die hohen negativen Sondereffekte nicht gänzlich kompensieren. Die Bank trägt damit bewusst dem internen Umbau Rechnung.

Bilanzentwicklung
Gegenüber dem 31.Dezember 2007 konnte die Hypo Group Alpe Adria ihre Bilanzsumme um EUR 3,3 Mrd. bzw. 8,6 % auf EUR 41,2 Mrd. steigern. Diese Erhöhung wurde aktivseitig vom Wachstum im Kredit- und Finanzierungsleasinggeschäft getragen, welches in einem Anstieg der Netto-Kundenforderungen um EUR 2,7 Mrd. auf EUR 27,6 Mrd. (+10,7 %) zum Ausdruck kommt.

Auf der Passivseite konnten die Kundeneinlagen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres auf EUR 9,0 Mrd. gesteigert werden (+6,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich zum 30. Juni 2008 um 67,3 % auf EUR 7,5 Mrd.

Eigenmittel
Die gesamten anrechenbaren Eigenmittel gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) betrugen per 30. Juni 2008 EUR 3.296 Mio. (31. Dezember 2007: EUR 2.872 Mio.). Das gesetzliche Mindesterfordernis lag bei EUR 2.771 Mio., dies entspricht einer Überdeckung von EUR 525 Mio. bzw. einem Deckungsgrad von 119,0 %.

Zum 30. Juni 2008 betrug die Eigenmittelquote damit 9,5 % (31. Dezember 2007: 10,0 %) und lag somit deutlich über der in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen Mindestquote von 8,0 %. Die Kernkapitalquote (TIER 1-Ratio) erreichte zum 30. Juni 2008 5,8 % und lag damit ebenfalls um etwa 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert zum 31. Dezember 2007 (6,3 %).

Prognose für das zweite Halbjahr 2008
Auch in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2008 rechnet die Hypo Group Alpe Adria mit einer Fortsetzung der Krise an den internationalen Finanzmärkten und damit mit einem belastenden Zinsumfeld. Weiters wird der Konzern in den kommenden Monaten auch weiterhin besondere Aufmerksamkeit dem Kreditrisiko-Management widmen.

Für den 31. Dezember 2008 wird eine Bilanzsumme von knapp über EUR 44 Mrd. prognostiziert, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 16 % entspricht.

Für das Gesamtjahr stehen nach wie vor die Sicherung des Wachstums sowie die nachhaltige Aufstellung der Bank im Fokus der Aktivitäten. Es ist das Ziel der Bank, Ende 2008 den wesentlichen Teil der Arbeiten zur Neuausrichtung und Anpassung an internationale Standards abgeschlossen zu haben.

Quelle: Hypo Goup Alpe Adria



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