Anz.

BayernLB operativ gut gestartet


Das operative Geschäft der BayernLB hat im ersten Quartal 2008 zu einem zufriedenstellenden positiven Ergebnis geführt. Um die Negativeffekte der Finanzmarktkrise bereinigt, liegt das Konzernergebnis vor Steuern bei plus 343 Mio. Euro. In dieser Proforma Rechnung weist die BayernLB den Return on Equity mit 17,1 Prozent und die Cost-Income-Ratio mit 58,5 Prozent aus. Die bereits am 3. April bekannt gegebenen Wertkorrekturen von 1,1 Mrd. Euro führen im ersten Quartal 2008 zu einem Verlust vor Steuern von 770 Mio. Euro.

Die wichtigsten GuV-Größen

Durch die Einbeziehung der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) ist der Vergleich der einzelnen GuV-Positionen mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich. Die HGAA ist seit Oktober 2007 in den Konzernabschluss einbezogen und dadurch in den Vorjahreszahlen nur mit etwa einem Viertel ihrer Gesamterträge und -aufwendungen enthalten. So ist der Zinsüberschuss kräftig um 16,7 Prozent auf 633 Mio. Euro angestiegen. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich im Konzern auf 71 Mio. Euro. Sie ist das Ergebnis einer sehr konservativen Bewertung; der Zuwachs resultiert weitgehend aus der HGAA. Daraus ergibt sich ein Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 562 Mio. Euro (+ 9,4 Prozent).
Auch der Provisionsüberschuss konnte mit einem Plus von 29,4 Prozent kräftig auf 123 Mio. Euro ausgebaut werden. Zwei Drittel des Anstiegs von 28 Mio. Euro gehen auf den HGAA-Effekt zurück. Der deutliche Anstieg des Verwaltungsaufwands von 34,9 Prozent auf 595 Mio. Euro resultiert primär aus dem Einbezug der HGAA. In der BayernLB selbst sind die Aufwendungen weitgehend stabil geblieben. Die Finanzmarktkrise wirkte sich am deutlichsten im Handelsergebnis und im Ergebnis aus Finanzanlagen aus. Neben dem Handelsergebnis von -462 Mio. Euro weist das Ergebnis aus Finanzanlagen einen negativen Saldo in Höhe von -501 Mio. Euro aus.

Zur Segmentberichterstattung

Die Segmente Immobilien, Finanzinstitutionen/Öffentliche Hand, Sparkassen und Markt Bayern sowie BayernLabo/LBS Bayern liegen im oder teilweise über Plan. Dies ist umso erfreulicher, als zum Planungszeitpunkt die negativen Begleiterscheinungen der Krise an den Finanzmärkten noch nicht im heute bekannten Ausmaß berücksichtigt werden
konnten. Verhalten positiv verlief aufgrund des sehr wettbewerbsintensiven Marktumfeldes sowie des im 1. Quartal weiter fortschreitenden Verfalls des US-Dollars zum Euro, die Ergebnisentwicklung im Segment Unternehmen. Unter Plan liegt das Quartalsergebnis bei den konzernstrategischen Tochterunternehmen, das auch durch Abschreibungen in den Wertpapierbeständen und das insgesamt schwierige Marktumfeld belastet wurde. Im Jahresverlauf geht die BayernLB in diesem Segment
von einem deutlichen Ergebnisanstieg aus.

Voraussetzung für Risikoabschirmung geschaffen

Sowohl der Freistaat Bayern als auch die bayerischen Sparkassen hatten im April einer Risikoabschirmung für das definierte ABS-Portfolio der BayernLB von rund 24 Mrd. Euro zugestimmt. Die BayernLB arbeitet jetzt gemeinsam mit ihren Anteilseignern an der konkreten Ausgestaltung der geplanten Abschirmtransaktion. Sie stehen dabei auch in Kontakt mit der Bankenaufsicht und der EU-Kommission.

Dr. Michael Kemmer, Vorstandsvorsitzender der BayernLB:

'Nachdem wir Anfang April die theoretischen Risiken aus dem ABSPortfolio detailliert offengelegt haben, werden wir nun in einem zweiten Schritt mit der geplanten Risikoabschirmung einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Bereinigung erreichen. Durch die Abschirmung der Risiken erhalten wir die notwendige Gestaltungsund Handlungsfreiheit, um uns auf unsere Kunden und das operative
Geschäft zu konzentrieren. Mit dieser Zäsur richten wir den Blick nach vorne. Unsere Voraussetzungen zum Durchstarten sind gut. In dieser Einschätzung ermutigt mich das bereinigte operative Ergebnis des ersten Quartals 2008 aus zwei Gründen: Erstens liegen wir im operativen Kundengeschäft im Plan, obwohl in dieser Planung die negativen Begleiterscheinungen noch nicht im heute bekannten Ausmaß berücksichtigt
werden konnten. Zweitens, weil das bisherige Bankenjahr 2008 weltweit eher schwach verlaufen ist. Auf diesem guten operativen Erfolg setzen wir auf und werden dies durch eine gezielte Marktoffensive flankieren.'

Quelle: www.bayernlb.de



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