Konjunkturbericht - Weber: Abschwaechung, aber kein Einbruch
Die deutsche Konjunktur ist mit gemischten Signalen in das neue Jahr gestartet. Waehrend sich vor allem im Dienstleistungssektor die Fruehindikatoren weiter abgeschwaecht haben, zeigt sich die deutsche Industrie in einer sehr robusten Verfassung, erklaert Prof. Dr. Manfred Weber, Geschaeftsfuehrender Vorstand des Bankenverbandes, anlaesslich der Vorstellung des Konjunkturberichts fuer den Monat Februar. Die Auftragsbuecher der Industrie sind gut gefuellt, die Geschaeftserwartungen sogar wieder leicht gestiegen, und auch die hoehere Kapazitaetsauslastung im vierten Quartal 2007 ist aus konjunktureller Sicht eine gute Nachricht.
Weber weist darauf hin, dass die Abschwaechung der US-Konjunktur und ein lang,sameres Wachstum der Weltwirtschaft gleichwohl in diesem Jahr in der deutschen Konjunktur Bremsspuren hinterlassen werden. Ein tiefer Einbruch oder gar eine Rezession ist - gerade dank der soliden Industriekonjunktur - aus heutiger Sicht aber nicht zu befuerchten. Auch die Kreditvergabe an Unternehmen und privaten Haushalte ist weiterhin dynamisch und bremst das Wachstum in Deutschland nicht. Ausserdem werde sich der Arbeitsmarkt aller Voraussicht nach weiter erholen, wenngleich mit einer etwas geringeren Dynamik. Weber warnt allerdings vor ueberzogenen Tarifabschluessen und falschen arbeitsmarktpolitischen Weichenstellungen, die dem Beschaeftigungsaufbau ein vorzeitiges Ende bereiten koennten.
Daher empfiehlt er, in den Tarifverhandlungen verstaerkt auf Gewinnbeteiligungen und Einmalzahlungen zu setzen: Der Vorteil dieser Instrumente ist, dass sie sich weniger stark in der laengerfristigen Arbeitskostenkalkulation der Unternehmen niederschlagen und auch von der Europaeischen Zentralbank guenstiger beurteilt werden als eine ueberzogene Anhebung des gesamten Tarifgefueges.
Konjunkturprogramme in Deutschland haelt Weber fuer nicht sachgerecht. Vor allem sei aber darauf zu achten, dass durch diese Debatte die Verhandlungen der Foederalismuskommission ueber eine Schuldenbremse beeintraechtigt werden koennten. Eine wirksame Begrenzung der Staatsverschuldung in Deutschland ist unverzichtbar, erlaeutert Weber. Mit Konzepten, die in konjunkturell guten Zeiten einen Haushaltsueberschuss vorsehen, koennte dies erreicht werden, wobei aus Gruenden der qualitativen Haushaltskonsolidierung die Kreditaufnahme fuer wachstumsfoerdernde Nettoinvestitionen nicht voellig ausgeschlossen werden sollte. Wenn die Foederalismuskommission zudem echte Fortschritte in Richtung einer groesseren Eigenstaendigkeit der einzelnen Gebietskoerperschaften bringe, koennte sich die Grosse Koalition - allen Befuerchtungen zum Trotz - doch noch als reformfaehig erweisen und die Wachstums- und Beschaeftigungsmoeglichkeiten in Deutschland nachhaltig verbessern.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken
Weber weist darauf hin, dass die Abschwaechung der US-Konjunktur und ein lang,sameres Wachstum der Weltwirtschaft gleichwohl in diesem Jahr in der deutschen Konjunktur Bremsspuren hinterlassen werden. Ein tiefer Einbruch oder gar eine Rezession ist - gerade dank der soliden Industriekonjunktur - aus heutiger Sicht aber nicht zu befuerchten. Auch die Kreditvergabe an Unternehmen und privaten Haushalte ist weiterhin dynamisch und bremst das Wachstum in Deutschland nicht. Ausserdem werde sich der Arbeitsmarkt aller Voraussicht nach weiter erholen, wenngleich mit einer etwas geringeren Dynamik. Weber warnt allerdings vor ueberzogenen Tarifabschluessen und falschen arbeitsmarktpolitischen Weichenstellungen, die dem Beschaeftigungsaufbau ein vorzeitiges Ende bereiten koennten.
Daher empfiehlt er, in den Tarifverhandlungen verstaerkt auf Gewinnbeteiligungen und Einmalzahlungen zu setzen: Der Vorteil dieser Instrumente ist, dass sie sich weniger stark in der laengerfristigen Arbeitskostenkalkulation der Unternehmen niederschlagen und auch von der Europaeischen Zentralbank guenstiger beurteilt werden als eine ueberzogene Anhebung des gesamten Tarifgefueges.
Konjunkturprogramme in Deutschland haelt Weber fuer nicht sachgerecht. Vor allem sei aber darauf zu achten, dass durch diese Debatte die Verhandlungen der Foederalismuskommission ueber eine Schuldenbremse beeintraechtigt werden koennten. Eine wirksame Begrenzung der Staatsverschuldung in Deutschland ist unverzichtbar, erlaeutert Weber. Mit Konzepten, die in konjunkturell guten Zeiten einen Haushaltsueberschuss vorsehen, koennte dies erreicht werden, wobei aus Gruenden der qualitativen Haushaltskonsolidierung die Kreditaufnahme fuer wachstumsfoerdernde Nettoinvestitionen nicht voellig ausgeschlossen werden sollte. Wenn die Foederalismuskommission zudem echte Fortschritte in Richtung einer groesseren Eigenstaendigkeit der einzelnen Gebietskoerperschaften bringe, koennte sich die Grosse Koalition - allen Befuerchtungen zum Trotz - doch noch als reformfaehig erweisen und die Wachstums- und Beschaeftigungsmoeglichkeiten in Deutschland nachhaltig verbessern.
Quelle: Bundesverband deutscher Banken


