USA: Konsumenten zeigen sich ernüchtert


In den USA färbt die Reihe an zuletzt überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten zunehmend auf die Laune der Konsumenten ab. In der Folge kam es im Juli bereits bei dem von der University of Michigan erhobenen Vertrauensindikator zu einem deutlichen Rücksetzer um 9,5 auf 66,5 Punkte. Das Konsumentenvertrauen des Conference Boards sollte im Betrachtungsmonat in dieselbe Richtung deuten; wir erwarten einen Rückgang um 3 auf 50 Punkte. Dabei dürfte vor allem die Sorge über die angeschlagene Situation am Arbeitsmarkt die Zuversicht der Verbraucher weiter drosseln, denn die unsichere Beschäftigungssituation schürt Bedenken über die zukünftige Entwicklung des privaten Haushaltseinkommens. Wir rechnen zudem damit, dass die nachlassende Aktivität am Häusermarkt die Zuversicht der Verbraucher zusätzlich dämpft. So hielt sich die Preissteigerung für Immobilien mit Blick auf das hohe Angebot in den vergangenen Monaten in Grenzen, und auch beim CaseShiller- Hauspreisindex dürfte es im Mai lediglich zu einem Hauspreisanstieg von 0,1 % im Monatsvergleich gekommen sein. Besseren Startbedingungen sehen sich die deutschen Konsumenten gegenüber. Hier untermauerte der ifo Konjunkturindex jüngst die freundlichen Konjunkturperspektiven der deutschen Wirtschaft. Die befragten Unternehmen gaben an, dass sie sogar planten, weitere Beschäftigung aufzubauen. Perspektivisch dürfte sich somit die Lage am Arbeitsmarkt weiter entspannen. Die positiven Aussichten dürften den deutschen Konsumenten den Rücken stärken und den Pessimismus in Bezug auf die europäische Schuldenkrise ausgleichen. Wir erwarten, dass das GfK Konsumklima im August unverändert bei 3,5 Punkten notiert. Ein Schub des privaten Verbrauchs lässt indes auf sich warten, die schwache Binnennachfrage dürfte aber dazu beitragen, dass der Preisdruck in Deutschland gering bleibt. Dies gilt auch in der Eurozone. Hier sollte lediglich die in einigen Mitgliedsländern anstehende Mehrwertsteuererhöhung zu einem leichten Anziehen der Inflation führen. Auch die Entwicklung des Geldmengenaggregats M3 deutet nicht auf eine zunehmende Teuerung hin. Im Gegenteil: Die Geldmenge dürfte im Juni um 0,2 % gg. Vj. gesunken sein. Für die EZB besteht damit derzeit keine Notwendigkeit, an der Zinsschraube zu drehen. Mit einer Anhebung des Leitzinses rechnen wir nicht vor Anfang 2012.

USA: Hausverkäufe brechen nach Ende der Steuererleichterung ein


In den USA sind die Neubauverkäufe im Mai kräftig von 300.000 (ann.) auf 267.000 (ann.) nach unten revidiert worden. Damit wurde im Anschluss an das Ende der Steuerbegünstigungen für Hauskäufer der niedrigste Verkaufsstand seit Beginn der Historie im Jahr 1963 verzeichnet. Im Juni zeichnete sich eine Stabilisierung ab, hier konnten die Neubauverkäufe auf 330.000 (ann.) steigen. Der Euro konnte sich zum USDollar oberhalb der 1,29 USD festsetzen und dürfte heute den Angriff auf den nächsten Widerstand bei rund 1,30 USD starten. Zum japanischen Yen gelang der Einheitswährung indes ein wichtiger Zug mit der Eroberung des markanten Widerstands bei 112,80 JPY. Können nun noch die Hindernisse bei gut 113 JPY aus dem Weg geräumt werden, sollte der Weg für deutlich höhere Notierungen geebnet sein.

Quelle: www.hsbctrinkaus-markets.de




26.08.2010 Deutschland: Konsum als weiteres Standbein des Aufschwungs
25.08.2010 Ausgewogene Wachstumsimpulse
23.08.2010 Deutsche PMI Daten auch im August besser als die Eurolandwerte
23.08.2010 Luft für Industrievertrauen in Deutschland wird dünn
19.08.2010 Konsum in Großbritannien mit angezogener Handbremse
16.08.2010 USA: Ein kleiner Lichtblick
13.08.2010 Deutsche Bank Private Wealth Management von asiatischen Schwellenländern als Wachstumsmärkte von morgen überzeugt
12.08.2010 Eurozone: Aufwärtstrend in der Industrie, vor allem Dank Deutschland
11.08.2010 Britische Notenbank in abwartender Haltung
10.08.2010 US-Notenbank: Erneuter Kauf von Treasuries als Option
09.08.2010 Deutsches BIP treibt Euroland-Wachstum
06.08.2010 US-Konjunkturdaten schwach
04.08.2010 Stresstests auf den zweiten Blick
02.08.2010 USA: Industrie leidet unter schwacher Binnennachfrage
02.08.2010 Gute Daten aus Europa
29.07.2010 Deutschland: Inflationsrate Juli 2010, Monatsanstieg geringer als üblich
28.07.2010 US-Verbraucher verlieren immer mehr Vertrauen
27.07.2010 USA: Konsumenten zeigen sich ernüchtert
15.07.2010 Berichtssaison gewinnt an Dynamik
14.07.2010 Keine Preisgefahren in der Eurozone
13.07.2010 Sparzinsen: lange oder kurze Bindungen?
12.07.2010 Volksbank: Berichtssaison im Focus
11.07.2010 Privatanleger sollten sich von Inflationsängsten nicht verunsichern lassen
08.07.2010 BoE und EZB mit ruhiger Hand
07.07.2010 Deutschland: Wachstumsmomentum der Industrie lässt nach
05.07.2010 Allianz: USA und Schwellenländer attraktiv
01.07.2010 US-Finanzreform nimmt wichtige Hürde
30.06.2010 Arbeitsmarktwunder in Deutschland geht weiter
23.06.2010 Euroländern droht Konjunkturabkühlung im zweiten Halbjahr
23.06.2010 USA: Zinsentscheidung ohne große Überraschungen
22.06.2010 ifo Geschäftsklima: Nahezu stabiles Niveau seit April 2010
21.06.2010 Allianz erwartet "Wirtschaftswunder" in Afrika
16.06.2010 USA: Industrie weiter im Aufwind
15.06.2010 Republik Korea: Neue Devisenvorschriften zur Stabilisierung des Finanzplatzes
15.06.2010 Der Euro - ganz schön schwach, oder?
10.06.2010 Neuausrichtung auch bei der Geldpolitik?
08.06.2010 Sparzinsen: lange oder kurze Bindungen?
07.06.2010 EZB: Staatsanleihenkäufe und Tenderpolitik im Fokus
04.06.2010 USA: Arbeitsmarkt profitiert von anstehender Volkszählung
04.06.2010 Zinsen auf Rekordtief
02.06.2010 EURO-VISIONEN: Konjunktur- und Kapitalmarktausblick
01.06.2010 USA: Verarbeitendes Gewerbe im Distrikt Chicago bleibt auf Wachstumspfad
31.05.2010 Mit Forward-Darlehen günstiges Zinsniveau sichern






Inhalte:                 Geld .com - Startseite + Geld sparen + Impressum + RSS-Feed
© 2005 - 2010 - "geld.com" Kozubek, Schaffelner & Co. OG - Alle Rechte vorbehalten - Alle Angaben ohne Gewähr - dt. Börsen 15 Min. verzögert