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Österreicher führen bei der privaten Altersvorsorge


Das Fidelity Vorsorge-Barometer Europa, das heute in der Wiener Börse von Fidelity-Geschäftsführer Dirk Herrmann und dem Börse-Vorstand Heinrich Schaller präsentiert wurde, zeigt ein gravierendes Gefälle im Vorsorgeverhalten zwischen dem Norden und dem Süden Europas. In den nord- und mitteleuropäischen Ländern hat die Mehrheit der Bevölkerung bereits begonnen, privat für das Alter vorzusorgen. Die Österreicher sind nach eigenen Angaben besonders aktiv: Drei Viertel, exakt 75 Prozent, haben sich für eine private oder betriebliche Altersvorsorge entschieden. Damit liegt Österreich nur knapp hinter Schweden (79 Prozent) und Deutschland (77 Prozent). In beiden Ländern ist jedoch die Teilnahme an betrieblichen Programmen markant höher (Schweden 55 Prozent, Deutschland 35 Prozent) als in Österreich (23 Prozent).

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Verteilung der drei Säulen (staatlich, betrieblich, privat) innerhalb der Altersvorsorge: In Österreich stützen sich lediglich 14 Prozent auf alle Vorsorgemöglichkeiten, in Deutschland ist die Quote mit 28 Prozent doppelt so hoch und in Schweden mit 44 Prozent europaweit mit Abstand am höchsten. In den süd- und westeuropäischen Ländern liegt die Abschlussquote für Altersvorsorge generell unter 50 Prozent. Der Anteil der Personen, die sich auf alle drei Säulen stützen können, beträgt deutlich unter zehn Prozent. Das Schlusslicht unter den Europäern ist Italien: Lediglich 34 Prozent haben eine Altersvorsorge und nur ein Prozent der Bevölkerung ist durch alle drei Säulen versorgt.

"So erfreulich der Vorsorgeeifer der Österreicher ist, umso nachdenklicher macht uns die geringe Beachtung der Ertragskraft der Vorsorgeprodukte", kommentierte Dirk Herrmann, Geschäftsführer von Fidelity International in Österreich, die Studie. In der Tat kümmern sich die Österreicher (mit 73 Prozent an zweiter Stelle hinter Deutschland mit 84 Prozent) sehr intensiv um ihre Vorsorge. Sie sind in Europa sogar führend beim Wissen um die exakten Beträge, die sie auf die Seite legen, aber die Wertentwicklung ihrer Veranlagung interessiert weniger als die Hälfte der Personen (41 Prozent), die bereits veranlagt haben. In Deutschland beträgt diese Quote immerhin 73 Prozent. (cp)

Quelle: www.boerse-express.at



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