Der Ölpreis hat am frühen Montagnachmittag unter Gewinnmitnahmen gelitten und mit Abschlägen gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juli 67,56 Dollar und damit 1,29 Prozent weniger als am Freitag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 67,54 Dollar gehandelt. Das waren 1,17 Prozent weniger als am Vortag.
Nach Meinung der Commerzbank ist die am Freitag kurzfristig getestete Marke von 70 Dollar je Barrel eine wichtige technische Hürde, die nicht so schnell genommen wird. In der Vergangenheit kam es oft zu einer scharfen Korrektur, wenn eine wichtige psychologische Marke nicht sofort überwunden wurde. Auch aus fundamentaler Sicht bleiben die Aussichten etwas gedämpft, denn die Nachfrage ist nach wie vor schwach, während das Angebot wieder ausgeweitet wird, hieß es in einer aktuellen Studie.
Diese Woche wird eine Reihe neuer Schätzungen zu den Entwicklungen des Angebots und der Nachfrage vorgelegt. So wird die EIA ihren monatlichen Bericht am morgigen Dienstag, die IEA am Mittwoch und die OPEC am Donnerstag vorlegen. Aus Sicht der Commerzbank-Analysten ist es besonders wichtig, ob sich die Nachfrage bereits stabilisiert hat und es keine weiteren Abwärtsrevisionen mehr gibt.
Der Goldpreis zeigte sich ebenfalls mit schwächerer Tendenz. Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 946,50 Dollar und damit klar tiefer zum Freitag-Vormittags-Fixing von 977,75 Dollar. Der Handel am Freitag hat den engen inversen Verbund zwischen Gold und US-Dollar erneut belegt, meinen die Commerzbank-Spezialisten. Der Rückgang des Euro/Dollar unter 1,40 hat die Goldpreise um rund 30 Dollar je Unze gedrückt. Zudem wurde auf eine spekulative Überhitzung hingewiesen.
Der Arabica-Kaffeepreis ist am Freitag in New York um fünf Prozent gefallen, nachdem der Nationale Kaffeeverband Kolumbiens bekanntgegeben hatte, dass die dortige Kaffeeproduktion in diesem Jahr nahezu unverändert bleiben wird. Die Befürchtungen einer schwachen Ernte in Kolumbien hatten die Preise zuvor in die Höhe getrieben.