Angesichts enttäuschender US-Konjunkturdaten konnte der deutsche Aktienmarkt nicht an seine deutlichen Kursgewinne vom Vortag anknüpfen und schloss zum Handelsende moderat leichter. Gesprächsthema am Markt war u.a. die Bilanzvorlage von Siemens. Nach einem Gewinnsprung im 1. Quartal und Bestätigung der Jahresziele legten die Aktien um 2,8% zu. Daneben befanden sich die Automobilwerte auf der Gewinnerseite. Die neuen Beschlüsse der Bundesregierung zur KfZ-Steuer und Umweltprämie wurden von den Anlegern positiv interpretiert. In der zweiten Reihe kletterten die Titel der Software AG um 15,2% kräftig in die Höhe. Deutschlands zweitgrößter Softwarehersteller hatte 2008 der Krise dank hohen Wachstums ihrer Integrationssoftware und des Einstiegs in Brasilien getrotzt. Die Stimmung an den US-Märkten wurde durch die veröffentlichten Konjunkturdaten nicht getrübt und die Indizes konnten den Tag mit einem Handelsplus beenden. Im Fokus der Anleger standen die Quartalszahlen des Chemiekonzerns DuPont, der überraschend in die Verlustzone gerutscht ist. Die Aktie schloss davon unbeeindruckt mit einem minimalen Plus.
Die asiatischen Börsen waren uneinheitlich, tendenziell aber positiv gestimmt. Die Anleger nahmen die vom amerikanischen Senat geplanten zusätzlichen Steuererleichterungen im Umfang von 70 Mrd. USD positiv auf. Aufgrund der positiven Vorgaben aus Amerika wird der deutsche Aktienmarkt zur Eröffnung fester erwartet. In den Fokus dürften die Zahlen von SAP rücken. Auf den ersten Blick fiel das Ergebnis gut aus. Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009 ist angesichts der aktuell schwachen wirtschaftlichen Situation jedoch verhalten. Daneben sollten erneut Finanzwerte in den Fokus rücken. Ein US-Sender meldete, dass die Gründung einer Bad Bank in den USA unmittelbar bevor stehe.