Anz.

Schroders erwartet 2008 schwierige Kapitalmärkte


In einer für die Aktienmärkte sehr schwierigen Phase greift 2008 die Angst vieler Anleger immer stärker um sich. Die Gründe sind die Aussichten auf eine weltweite Konjunkturabschwächung und mögliche Zinssteigerungen. Das geht mit den Bemühungen der Zentralbanken einher, die Inflation, welche durch höhere Lebensmittel- und Energiepreise in die Höhe getrieben wird, unter Kontrolle zu halten. Das schreibt Virginie Maisonneuve, Leiterin Globale und Internationale Aktien bei Schroders.

"Bei unseren an Fundamentalanalysen orientierten globalen Aktienfonds konzentrieren wir uns auf qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen. Diese müssen hohe Wettbewerbsvorteile und ver­nünftige Bewertungen aufweisen. Wobei Sektor- und Länderpositionen in der Regel Nebenprodukte dieser Prozesse sind. Sie zeigen lediglich auf, wo wir nach Unternehmen mit den genannten Merk­malen Ausschau halten.", so Maisonneuve.

Für den Rest von 2008 und wahrscheinlich bis ins Jahr 2009 hinein werden die Anleger, ihrer Ansicht nach, weiterhin sensibel auf die Entwicklungen von Konjunktur, Öl- und Lebensmittelpreisen sowie Unternehmensgewinnen und -prognosen reagieren. Dementsprechend sei man bei Schroders davon über­zeugt, dass es für Investoren wichtiger denn je ist, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die sich erfolgreich gegen diese Entwicklungen stemmen und von nachhaltigen Wachstumstrends profitieren dürften. Zu diesen einflussreichen langfristigen Entwicklungen gehören:

der weltweite Klimawandel,
demografische Veränderungen und
die anhaltende Integration von Schwellenmärkten wie China und Indien in das weltweite Wirtschaftsleben.

Beispiel Klimawandel: Hier wird die Problemlösung nicht nur im Bau von einigen Wind- und Solar­anlagen bestehen. Vielmehr erfordert sie eine komplette Veränderung des weltweiten Geschäfts­verhaltens und unserer Lebensgewohnheiten. Jede Branche und Region der Welt wird ein Teil dieser Problemlösung sein, wodurch sich ein riesiges Universum an Investmentmöglichkeiten eröffnet.

Die demografischen Veränderungen (schätzungsweise wird die Weltbevölkerung bis 2050 um 50% wachsen, hauptsächlich in den Volkswirtschaften, die derzeit noch als Schwellenländer gelten) werden sich auf zahlreiche Firmen auswirken, deren Spektrum von der Abfallwirtschaft bis zur Vermögensverwaltung reicht - Medizin- und Verbrauchsgüterunternehmer eingeschlossen, ist Maisonneuve überzeugt. Außer­dem werde die ungebremste wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer die Nachfrage nach Unternehmen im Bereich Infrastruktur sowie eine Reihe anderer Firmen, die in dieser Region aktiv sind, erhöhen.

Schroders ist der Ansicht, dass die Gewinnschätzungen in bestimmten Marktbereichen immer noch zu hoch angesetzt sind und zu Enttäuschungen führen können. "Wir bleiben daher vorsichtig und konzentrieren uns stattdessen auf relativ gut bewertete Unternehmen. Das schützt uns uns bis zu einem gewissen Grad vor möglichen Kursverlusten. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf Unternehmen, welche von einigen dieser einflussreichen langfristigen Entwicklungen profitieren, um uns so das Gewinnpotenzial zu sichern. Wir sind davon überzeugt, dass diese disziplinierte Anlagestrategie hohe Renditen für unsere Anleger generieren wird", so Maisonneuve.

Quelle: www.boerse-express.com



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