Finanzblase geplatzt?
"Wir befinden uns mitten in einem Bärenmarkt - die Finanzblase ist geplatzt": Zu dieser Einschätzung kommen die Experten vom Finanzdienstleister Salus Alpha in einem aktuellen Marktkommentar. Durch ihre Taktik des Abwartens habe die Fed von Oktober bis Dezember die Märkte verunsichert. Trotz offensichtlicher Probleme habe die Fed zu spät und mit zu schwachen Aktionen in das Geschehen eingegriffen. Um das Finanzsystem vor dem "kompletten Kollaps" zu bewahren, müsste auf der nächsten Sitzung am 30. Januar eine weitere Leitzinssenkung um 50 Basispunkte beschlossen werden. Es werde immer deutlicher, "dass die USA einem Leitzins von rund 1% im Q4 2009 entgegen sehen werden."
Für 2008 müsse man mit weiteren Kursverlusten rechnen, besonders im ersten Halbjahr. Der Markt habe bisher den schlimmsten Januar seit dem Jahr 1950 erlebt. "Es zeigt sich eine ähnliche Situation auf den Märkten wie 1973-1975, mit hohen Ölpreisen, einer Real Estate-Krise und drohender Inflation. Die Situation auf den Märkten ist so ernst, dass zu befürchten ist, dass demnächst auch große US Banken Chapter 11 anmelden müssen." Die Situation sei insgesamt schlimmer als nach dem 11.September, da dieses Mal Immobilien im Zentrum der Krise stünden. Hedge-Fonds seien allerdings kaum oder gar nicht betroffen. Der Kauf von Short-Positionen erlaube den Hedge-Fonds-Managern eine rasche Anpassung an das neue Marktumfeld. Trotz schwieriger Marktlage rechnen die Experten von Salus Alpha deshalb auch 2008 mit positiven Erträgen für Hedge Fonds.
Bis Mitte 2009 sei auf den Aktienmärkten weiterhin mit einer hohen Volatilität zu rechnen, die Kurse würden weiter fallen.

